Dorfwettbewerb - Oberleiterbach beim Landesentscheid

Oberleiterbach beim Landesentscheid

18.07.17 - Bildergalerie vom Kommissionsbesuch " unser Dorf hat Zukunft....."


Oberleiterbach holt die Goldmedaille

Bezirksentscheid: Kümmel erhält Silber

KÜMMEL/OBERLEITERBACH (mdr/red) Gold für Oberleiterbach (Markt Zapfendorf), Silber für Kümmel (Markt Ebensfeld): Die Bewertungskommission des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft. Unser Dorf soll schöner werden“ hat ihre Entscheidung auf Bezirksebene getroffen. Zuvor hatten sie in acht Tagen 14 Orte im Regierungsbezirk Oberfranken besucht. „Als Bioenergiedorf Ist Oberleiterbach bereits heute energieautark. Das Thema Innenentwicklung wird aktiv gelebt“, begründen die Juroren ihre Entscheidung. „Durch Einsatz moderner Medien gelingt es dem Ort in vorbildlicher Weise, seine Geschichte mittels eines Historischen Rundganges erlebbar zu machen.“ Herausragendes Engagement

Das vielfältige soziale Leben spiegele sich insbesondere in verschiedenen Projekten wider, die in Eigenleistung ausgeführt wurden. Allgemein hätten Oberfrankens Dörfer sich sehr gut vorbereitet präsentiert und hätten die Jury mit ihrem herausragenden Engagement der Dorfgemeinschaft beeindruckt. Die Kommission freute sich, dass sie in allen Orten wachsende Identität mit der Heimat verspürte, die in ein hoch motiviertes ehrenamtliches Engagement mündet. In der vergangenen Wettbewerbsperiode seien viele konzeptionelle, gestalterische oder kulturelle Einzelprojekte entstanden, die exzellente Beispiele für die Entwicklung der Dörfer in der ländlichen Region gäben. Dabei reiche Der Blick oftmals über das eigene Dorf hinaus. „Die Gemeinden haben erkannt, dass aktive Innenentwicklung für lebendige und vitale Dörfer zukunftsweisend ist“, so die Juroren. „Gerade die kleinen Dörfer nehmen aufgrund knapper Kommunalfinanzen ihre Entwicklung selbst in die Hand und tragen durch bürgerschaftliches Engagement zur Pflege und zum Erhalt ihrer Heimat bei!“

Kirchenglocken läuteten

In Oberleiterbach fieberte man der Jury-Entscheidung regelrecht entgegen. „Als die Nachricht dann kam, läuteten die Kirchenglocken Sturm und wir haben das Ergebnis sofort im ganzen Dorf publik gemacht“, sagt Harald Hümmer, der Vorsitzende des Gartenbauvereins. „Ganz Oberleiterbach steht Kopf! Es ist ein Wahnsinn!“ Bambergs Landrat Johann Kalb persönlich hatte das Ergebnis nach Lätterboch durchgegeben. Spontan wurde am Dienstagabend vor dem Gemeinschaftshaus ein kleines Fest gefeiert, zu dem auch Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich in das Vorzeigedorf kam.

Weitere Goldmedaillen auf Bezirksebene gingen an Harsdorf (Landkreis Kulmbach), Heidelheim (Stadt Selb und Landkreis Wunsiedel), Issigau (Landkreis Hof). Diese Dörfer nehmen am Landesentscheid im kommenden Jahr teil.

 

Quelle: Obermain-Tagblatt vom 19. Juli 2017

Oberleiterbach beim Feiern

Oberleiterbach hat sich für den Bezirksentscheid qualifiziert

„Unser Dorf hat Zukunft“ – gleich drei Orte aus dem Landkreis Bamberg dürfen sich über den Sieg auf Kreisebene beim gleichnamigen Bundeswettbewerb freuen. Brunn im Markt Heiligenstadt, Oberleiterbach, Ortsteil des Marktes Zapfendorf und Oberhaid machen deutlich, wie unterschiedlich die Facetten des Dorflebens ausfallen können.

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„Unser Dorf hat Zukunft“ – gleich drei Orte aus dem Landkreis Bamberg dürfen sich über den Sieg auf Kreisebene beim gleichnamigen Bundeswettbewerb freuen. Brunn im Markt Heiligenstadt, Oberleiterbach, Ortsteil des Marktes Zapfendorf und Oberhaid machen deutlich, wie unterschiedlich die Facetten des Dorflebens ausfallen können.

Der Gemeindeteil Brunn (Markt Heiligenstadt) lebt vom Engagement seiner kleinen, aber eng verknüpften Dorfgemeinschaft. Ohne Hilfe durch staatliche Förderung hat die Ortsbevölkerung kulturelle Treffpunkte wie das Gemeinschaftshaus und die Festhalle realisiert. Beeindruckende Grünstrukturen, große Haus- und Hofbäume, Obstwiesen, Fassadenbegrünung und blühende Bauerngärten machen Brunn zum ländlichen Paradies.

Oberleiterbach, ein Ortsteil des Marktes Zapfendorf, ist das erste offiziell anerkannte Bioenergiedorf im Landkreis Bamberg. Biogasanlage und Hackschnitzelheizanlage decken einen Großteil des Heiz- und Strombedarfs der Haushalte. Das Engagement der Bürgerschaft wird in den zahlreichen gemeinsamen Projekten sichtbar, die in Oberleiterbach in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung entstanden sind: Gemeinschaftshaus, Spielplatz, Grüngestaltung am Friedhof und Renaturierung des Leitenbaches sind nur einige der Ansatzpunkte.

Andere Strukturen sind im bevölkerungstarken Oberhaid zu erkennen: Kindergärten, Schule, Seniorenwohnanlage und betreutes Wohnen, ein Naherholungs- und Tourismuskonzept mit Wander- und Radwegen und ein eigenes Naturwaldreservat spiegeln die Zukunftsfähigkeit des großen Ortes wieder. Mit Hilfe der Städtebauförderung hat die Gemeinde ein attraktives Ortszentrum geschaffen, auch auf zukunftsgerichtete Energiekonzepte legt Oberhaid großen Wert.

Mut zum bürgerschaftlichen Engagement

Insgesamt war unter den elf Teilnehmerorten eine Tendenz deutlich zu erkennen: Mut zum bürgerschaftlichen Engagement und der ehrenamtliche Einsatz für die Gestaltung des eigenen Wohn- und Lebensumfeldes zahlt sich aus. Die Preisgelder, die der Landkreis für den Wettbewerb auf Kreisebene zur Verfügung stellt, sollen den aktiven Dorfgemeinschaften eine Anregung und Unterstützung sein, ihr Dorf für die Zukunft zu rüsten, neue Ideen umzusetzen und die örtlichen Traditionen lebendig zu halten.

Landrat Johann Kalb bei der Preisverleihung: „Bürgerschaftliches Engagement, Kreativität sowie Eigenverantwortlichkeit der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner stehen im Vordergrund des Wettbewerbs.“ Weiter betonte er den Wert der dörflichen Gemeinschaft und stellte die Attraktivität des Wohnens und Lebens in ländlichen Gebieten in den Mittelpunkt.

Die Zukunft aktiv gestalten

Insgesamt beteiligten sich elf Ortschaften aus dem Landkreis Bamberg am Kreisentscheid. Die drei Sieger werden 2017 den Landkreis auf Bezirksebene vertreten.

Ziel des Dorfwettbewerbs ist es, die Menschen dazu zu bewegen, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihrer Dörfer aktiv in die eigenen Hände zu nehmen. Eine Rückschau auf den diesjährigen Wettbewerb, zusammengestellt von Kreisfachberater Uwe Hoff, zeigte deutlich, was die Lebensqualität im ländlichen Raum ausmacht: Gemeinsam Initiative zu entwickeln und das unmittelbare Lebensumfeld selbst zu gestalten spielt für eine lebendige Dorfgemeinschaft die entscheidende Rolle. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt oder die Wiederbelebung alter Traditionen, sondern auch um die Entwicklung von Zukunftsperspektiven am Ort. Vorbildlich aufgestellte soziale Einrichtungen, innovative Energiekonzepte, kulturell aktive Vereine und die Verknüpfung von Arbeiten und Wohnen in einem durch gesunde Grünstrukturen und rege genutzte Gärten gekennzeichneten Umfeld zeigen ein Bild des Lebens auf dem Dorf, das Lust auf die Zukunft macht.

03.11.2016

Quelle: Pressestelle Landratsamt Bamberg

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Teilnahmebedingungen

Wer kann mitmachen?

  • Räumlich geschlossene Gemeinden oder Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter bis zu 4000 Einwohnern. Auch Initiativen, örtliche Vereine/Verbände und Organisationen können sich auf Kreisebene direkt anmelden.
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Mehrere Dörfer einer Gemeinde können gleichzeitig mitmachen

  • Bereits wettbewerbserfahrene Dörfer können erneut teilnehmen.

Ausnahmeregelungen

  • Sollte wider Erwarten sich in einem Landkreis nur ein Dorf zur Teilnahme am 26. Kreisentscheid entschließen, kann dieses Dorf nach vorheriger Prüfung durch eine kleine Gruppe von Juroren in den Bezirksentscheid weitergemeldet werden, wenn das Ergebnis der Vorbegehung auf Kreisebene dies zulässt.
  • Falls sich jeweils nur ein großes Dorf (601 bis 4000 Einwohner) und ein kleines Dorf (<600 Einwohner) zur Teilnahme entschließen, können auch diese beiden Orte nach Besichtigung auf Kreisebene und Eignung in den Bezirksentscheid aufrücken.
  • Weitere Härtefälle sind mit den jeweiligen Gartenbauzentren an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als zuständige Stellen für den Bezirksentscheid abzustimmen.
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Termine

Kreisentscheid

Abgeschlossen als Sieger

Bezirksentscheid

  • Abgeschlossen als Sieger
  • Oktober/Dezember: Abschlussfeiern

Landesentscheid

  • bis 15.11.2017: Weitermeldung
    Juni/Juli 2018: Bereisung
    November: Abschlussfeier

Bundesentscheid

  • bis 31.12.2018: Weitermeldung
    Juni/Juli 2019: Bereisung
    Januar 2020: Abschlussfeier

Ablauf

Die Durchführung des Wettbewerbes erfolgt im Freistaat Bayern in vier Stufen. Er beginnt auf Kreisebene und endet im vierten Jahr auf Bundesebene. Erst die erfolgreiche Teilnahme auf einer Ebene berechtigt zur Teilnahme an der nächsthöheren Ebene. Die Zahl der Finalisten bestimmt sich aus der Gesamtzahl aller teilnehmenden Dörfer.

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Bewertungskriterien

Nicht nur die Grüngestaltung, sondern auch und vor allem das Entwicklungskonzept, Wirtschaftliche Initiativen, kulturelle Aktivitäten oder die Bauentwicklung sind wichtige Punkte bei der Bewertung. In fünf Kategorien können maximal 100 Punkte erreicht werden. Nur ein starkes Ergebns in allen Kategorien sichert einen der vorderen Plätze.

Bewertungskommission

Kreisentscheid

Auf Landkreisebene liegt die Federführung bei der Kreisverwaltungsbehörde. Den Vorsitz führt die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege. Sie bewertet nicht mit.

Mitglieder der Jury für die Bewertungsbereiche kommen u. a. von

  • Landwirtschaft (z. B. Hauswirtschaft, Kreisbäuerin)
  • Gemeindeverwaltung (z. B. Bürgermeister)
  • Jugend (z. B. Kreisjugendring)
  • Kreisverband für Gartenbau und Landespflege
  • Grünordnung und Landespflege
  • Bauwesen
  • fachlichen Naturschutzes und der Landschaftspflege
  • Kreisheimatpflege

Bezirksentscheid

Auf Bezirksebene wird die Bewertungskommission durch das zuständige Gartenbauzentrum berufen. Den Vorsitz übernimmt der Leiter der Abteilung Gartenbau. Er bewertet nicht mit.

Mitglieder der Jury für die Bewertungsbereiche kommen u. a. von

  • Amt für Ländliche Entwicklung
  • Gemeindeverwaltung (z. B. Bürgermeister)
  • Jugend (z. B. Bezirksjugendring)
  • Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege
  • Landwirtschaft (z. B. Hauswirtschaft, Bezirksbäuerin)
  • Kreisfachberatungen für Gartenkultur und Landespflege
  • Bauwesen
  • Grünordnung und Landespflege
  • fachlicher Naturschutz und Landschaftspflege
  • Bezirksheimatpflege

Landesentscheid

Auf Landesebene wird die Bewertungskommission durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten berufen. Den Vorsitz übernimmt der Leiter des Referates „Weinbau und Gartenbau“ des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Mitglieder der Jury für die Bewertungsbereiche kommen u. a. von

  • Ämter für Ländliche Entwicklung
  • Bayerische Architektenkammer
  • Bayerischer Bauernverband
  • Bayerischer Gemeindetag
  • Bayerischer Jugendring
  • Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.
  • Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V.
  • Bayerischer Landkreistag
  • Oberste Baubehörde

Bundesentscheid

Auf Bundesebene wird die Bewertungskommission vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berufen.

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Quelle: Alle Daten, Texte und Bilder von dorfwettbewerb.bayern.de