Station 25 - Leiterbachbrücke

 

Nepomuk und Marter

Nepomuk
Marter

Geschichte

Host scho kört? – Der „beleidigte” Nepomuk

Das Haufendorf Oberleiterbach teilte sich früher in die beiden Hälften „Oberend” und „Unterend”, getrennt durch den Bach. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Bauer Johann Hennemann eine Sandsteinstatue, den hl. Johannes von Nepomuk, anfertigen. Er sollte an einer geeigneten Stelle im Dorf aufgestellt werden.

Die Bauern des Unterends wollten ihn – da der Heilige als Brückenheiliger verehrt wird – bei der Brücke über den Bach aufstellen, wurden sich aber geld- und arbeitsmäßig nicht einig.

Johann Hennemann machte daraufhin kurzen Prozess und setzte die Statue ins Zentrum des Dorfes bei der Kirche. Zum Trotz durfte er nicht ins Unterend schauen, sondern blickte nach oben zu seinem Hof. Um den hl. Johannes von Nepomuk herum pflanzte er drei Linden. Manche Wanderer fragten, warum die Figur verkehrt herum stehe. Die alten Oberleiterbacher kannten den Grund.

Die Statue ist heute noch erhalten. Sie steht nicht mehr in der Mitte der Straße, sondern am Rande auf Gemeindegrund und schaut gnädig ins Dorf herab.

(Quelle: Ludwig Hennemann, In: Thomas Gunzelmann, Pfarrei Kirchschletten 1698 – 1998, S. 286)

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