Der Jakobusweg ‐ Camino de Santiago

Viele Wege führen nach Rom. Mindestens genauso viele führen nach Santiago de Compostela. Und es werden stetig mehr. Seit der Einweihung im Jahr 2005 wandeln auch die Oberleiterbacher täglich ca. 520 Meter auf einem der fränkischen Teilstücke des wohl berühmtesten Pilgerwegs der Welt. Dieser fränkische Jakobusweg beginnt im thüringischen Almerswind , im Anschluss an den von Erfurt kommenden thüringischen Jakobusweg, und führt über Coburg und  Lichtenfels nach Vierzehnheiligen über den Staffelberg, durch Oberleiterbach zunächst nach Bamberg und von hier aus weiter nach Nürnberg. Dort trifft er auf weitere Jakobuswege. Alternativ gibt es einen weiteren fränkischen Camino, der in Kronach beginnt und sich in Lichtenfels mit dem von Thüringen kommenden Weg vereint. Die 32 Kilometer von Lichtenfels bis Ebing werden vom Rennsteigverein Zapfendorf e.V. betreut.

Von Oberleiterbach aus trennen die Pilger noch ca. 2580 Kilometer bis zum Grab des Apostels Jakob dem älteren der 44 n.Chr. zum ersten Märtyrer wurde und der Legende nach in der Kathedrale des spanischen Santiago de Compostela seine letzte Ruhe fand.

Trinkbrunnen für Pilger

Pilgern macht durstig! Leider gibt es wenige Möglichkeiten sich auf dem Weg mit frischem Wasser zu versorgen. Laut Strophe 5 und 6 des Frankenlieds bekam dessen Verfasser, Joseph Viktor von Scheffel, von dem als Eremit auf dem Staffelberg wohnenden Franziskaner Mönch Ivo Hennemann, der gebürtiger Oberleiterbacher war, nichts zu trinken. Da dieser lieber einen Plausch mit der schönen Schnitterin hielt. Nun, wir Oberleiterbacher plaudern eben gern. Allerdings haben wir uns etwas überlegt.

Seit Mai 2017 gibt es nun für Pilger und Wanderer einen Trinkbrunnen mit frischem Trinkwasser. Eine gemütliche Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein. Wer seine Akkus wieder aufgeladen hat, kann nun frisch gestärkt vorbei an unserer Sankt Laurentiuskirche, hinter der Ivo Hennemann seine letzte Ruhe fand, auf der Straße der Sterne weiter ziehen.

Übernachtungsmöglichkeiten

Unser schönes Dorf liegt genau richtig um hier, kurz vor dem Ende des Pilgertages, nach einem Nachtlager Ausschau zu halten.

Wer gerne in der Pilgerherberge der Benediktinerinnen Abtei Maria Frieden übernachten möchte kann seit 2015 an unserer St. Laurentiuskirche dem „Zubringerweg zur Pilgerherberge“ folgen. Nach 2,5 Kilometern kann man im ehemaligen Schulhaus von Kirschletten den Tag entspannt beschließen. Am nächsten Morgen gelangt man dem „Zubringerweg zum Jakobusweg“ folgend zurück zum Jakobusweg in Zapfendorf.

Pilgerherberge in Kirchschletten

Wer den Pilgerweg nicht verlassen möchte, kann sich auf der Internetseite der Gemeinde Zapfendorf  eine für ihn passende Schlafstätte suchen.


Eine fröhliche Pilgerschaft!

Ultreja!