Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2018: Mitstreiter um die Goldmedaille auf Landesebene

Der Gartenbauverein Oberleiterbach macht mit bei der "Billion Tree campaign"

Video und mehr Informationen durch Klick auf das Logo
2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Wettbewerb auf Landesebene

Ziel von "Plant for the Planet" ist es durch das Planzen von Bäumen dem Klimawandel entgegen zu wirken.  Im Rahmen der Dorferneuerung und des Dorfwettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" wurden in Oberleiterbach bereits 50 Bäume gepflanzt. Informationen zu "Plant for the Planet" findet ihr unter www.plant-for-the-planet.org/de   Hier geht`s zum Baumzähler des Gartenbauvereins Oberleiterbach. Hier haben wir uns ein Ziel gesetzt, welches wir in einem Menschenleben erreichen möchten.  

www.billion-tree-campaign.org/117041


Heizhaussegnung, Kindernachmittag und „Oberleiterbach leuchtet“

Amt für Ländliche Entwicklung und Dorfgemeinschaft laden zur Festwoche „100 Jahre Bayern“ ein

16.05.2018   Ein Bundesland Nach monatelanger Vorbereitung: Stolz präsentieren Mitglieder des Event-Teams die Plakate und Flugblätter zur Festwoche „Wir feiern Bayern“. Zu den Veranstaltungen werden zahlreiche Gäste erwartet. 	feiert sich selbst: Genau 100 Jahre ist es her, als die Wittelsbachermonarchie in der Novemberrevolution zusammenbrach, König Ludwig III. floh und Revolutionsführer und Journalist Kurt Eisner verkündete: „Bayern ist fortan ein Freistaat.“ Bereits im Jahr 1818 war Bayern zu einem modernen Verfassungsstaat geworden. Dieses Doppeljubiläum nimmt die Bayerische Staatskanzlei zum Anlass, um ein ganzes Jahr lang zu feiern. Dabei gibt es zahlreiche Veranstaltungen – und in Oberleiterbach sogar eine ganze Festwoche.

Nahwärmenetz im Fokus

Los geht es am Sonntag, 27. Mai, 10 Uhr, am Heizhaus im Eichenweg mit einer gemeinsamen Veranstaltung des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken und der Energiegenossenschaft Oberleiterbach. Im Rahmen der Dorfneuerung wurde ein Nahwärmenetz mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro im Ort verlegt. 55 Prozent der Haushalte im Bioenergiedorf werden mit regenerativer Nahwärme versorgt. In Oberleiterbach wird das Fünffache an Strom erzeugt, den der Ort selbst benötigt. Nun soll das Heizhaus von Pfarrer Kurian Chackupurackal im Rahmen eines Gottesdiensts gesegnet werden. Die Festansprache hält Diplom-Ingenieur Anton Hepple, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Danach spricht Harald Hümmer, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft, einige Worte, ehe im Gemeinschaftshaus zu Tisch gebeten wird. Ab 13 Uhr könnten Interessenten die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim und das Heizhauses besichtigen. Auch am Nachmittag ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Traditionen werden in Oberleiterbach hochgehalten, so auch die Fronleichnamsprozession, die am 31. Mai stattfindet. Anschließend ist für das leibliche Wohl am Gemeinschaftshaus gesorgt. Am Freitag, 1. Juni, lädt die Freiwillige Feuerwehr zum Kindernachmittag rund um ihr Domizil ein. Ab 14 Uhr ist ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen geboten. Wer schon immer mal in die Feuerwehr hineinschnuppern wollte, ist herzlich willkommen. Neben den Mitmachstationen kann auch das Feuerwehrhaus in Augenschein genommen werden, zudem wird eine Hüpfburg aufgebaut.

Führungen der Kreisheimatpflegerin

Ein weiterer „Oberleiterbach leuchtet“: Am Samstag, 2. Juni, werden die historischen Bauwerke des Orte ins rechte Licht gerückt. Foto: Drossel Glanzpunkt verspricht am Samstag, 2. Juni, die Aktion „Oberleiterbach leuchtet“ zu werden, bei der die historischen Fachwerkbauten, Bildstöcke und Figuren und auch so manche Naturschönheit nachts stilvoll beleuchtet werden. Vor allem Hobbyfotografen und Heimatfreunde sollten sich das nicht entgehen lassen. Dafür wird der Ort für den Gesamtverkehr gesperrt. Um 18 Uhr sticht Landrat Johann Kalb das erste Fass Bier am Gemeinschaftshaus an, im Laufe des Abends gibt das bekannte Ensemble „Swinging easy“ (Dr. Axel Keilhack und Harald Fischer; Jazz, Rock, Schlager und Evergreens) Konzerte im Laurentiusring und um 21.30 Uhr lädt Kreisheimatpflegerin Annette Schäfer zu einem geführten Spaziergang durch die Geschichte entlang des bayernweit beachteten Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ein. Judith Hirschberg bittet um 23 Uhr zu einem Orgelkonzert in die 501 Jahre alte, frisch renovierte Sankt-Laurentius-Kirche. Das große Finale findet um Mitternacht am Gemeinschaftshaus statt. Und der ausrichtende Gartenbauverein sorgt selbstverständlich auch für das leibliche Wohl.

Gästen sei empfohlen, an diesem Abend aus Richtung Kleukheim nach Oberleiterbach zu kommen, denn dort wird, unweit der Biogasanlage, ein Großparkplatz ausgewiesen. Ein etwas kleinerer Parkplatz befindet sich an der Kreuzung Reuthloser Straße/Friedhofsweg. Die Freiwillige Feuerwehr regelt im Auftrag der Marktgemeinde den Verkehr.                     M. Drossel

 

Zum Herunterladen

Die Flugblätter (mit Übersichtsplan) zum Download:

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Um das fruchtbare Ackerland zu schützen

ALE-Agraringenieur Daniel Spaderna stellt Initiative „boden:ständig“ vor

08.05.2018  Auf Dauer Experten des Amts für Ländliche Entwicklung beraten Landwirte im Rahmen der Initiative „boden:ständig“ zu Erosionsschutzmaßnahmen auf Ackerflächen. Hier besichtigen Interessenten einen Feldversuch, in dem Silphie in einem Maisbestand mit ausgesät wurde. Foto: Amt für Ländliche Entwicklunggesehen dürfte es für einen Landwirt kaum etwas Schlimmeres geben, als mit jedem stärkeren Regenguss fruchtbaren Boden zu verlieren. Und dennoch geschieht genau das auch im Oberen Maintal in ungezählten Fällen pro Jahr. Die Initiative „boden:ständig“ des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wirkt genau diesem schleichenden Qualitätsverlust der Kulturlandschaft entgegen. Daniel Spaderna vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken in Bamberg erläuterte jüngst in einem Vortrag die Vorzüge und Möglichkeiten.

„Ziele der Initiative ,boden:ständig‘ sind der Erosions- und Bodenschutz, also die Bodenabtragung in der landwirtschaftlichen Fläche zu bremsen, einhergehender Gewässerschutz durch das Vermindern von Sediment und Nährstoffeintrag, die Schaffung von Rückhaltestrukturen in der Landschaft und Abflussspitzen bei Überschwemmung abzumildern“, führte der Experte aus. Die Projektleitung von „boden:ständig“ sei beim Amt für Ländliche Entwicklung angesiedelt.

Wenig Flächenverbrauch, großer Nutzen: Bei dieser „boden:ständig“-Maßnahme wurde ein Flutweg höher gelegt, um Rückhaltemulde zu schaffen, die weiterhin als Acker bewirtschaftet werden kann und  sich nur im Starkregenfall kurzzeitig mit Wasser füllt. Über Betonbauwerk (Mitte), eine Art „Mönch“, läuft das Wasser im Bedarfsfall gedrosselt ab. Foto: Amt für Ländliche EntwicklungRückhaltestrukturen: Gerade diese gibt es in der oft radikal flurbereinigten Kulturlandschaft kaum noch. Es rächt sich nun, dass Hecken und Bäume aus der Flur entfernt wurden. Das führt nicht selten dazu, dass bei stärkeren Regenfüssen Schlammmassen sich ihren Weg ungebremst in die Orte bahnen. Vor allem, wenn die Dörfer an Hängen oder gar in Talkesseln liegen. Außerdem hat sich im Zeitalter von Biogasanlagen das Anbauverhalten mancher Landwirte gewandelt. Doch nur dem Mais den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben, sei zu kurz gegriffen, wie Agrar-Ingenieur Spaderna herausstellte: „Mais ist eine Frucht, die für Erosion anfällig ist, aber eben nicht nur Mais.“

In den vergangenen Jahrzehnten habe man die Kulturlandschaft stark auf Abfluss getrimmt, Wegseitengräben seien ein unterschätztes Gewässersystem. Das ist ein Problem, denn: „Was schnell abfließt, kann nicht versickern und ins Grundwasser gelangen und steht dem Pflanzenwachstum nicht zur Verfügung.“ Wichtig sei es, die Böden aufnahmefähig für Wasser zu machen und die Abflussgeschwindigkeit zu bremsen. So könnten Sedimente sich ablagern und würden nicht in die Flüsse und Bäche gespult. Einstmals begradigte Bäche sollten wieder naturnahe Mäander bekommen. Und wenn Wegseitengräben bepflanzt sind, bremst das ebenfalls die Fließgeschwindigkeit. Der Experte riet davon ab, diese komplett leerzuräumen. 

Daniel Spaderna. Foto: Drossel„Wichtig ist die Mitmachbereitschaft vor Ort, also die Bereitschaft der Bauern und Kommunen“, stellte Daniel Spaderna heraus. Das Rahmenkonzept der Initiative „boden:ständig“ werde zu 100 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung getragen. Voraussetzung ist, dass es fachlichen Handlungsbedarf gibt. Und für die konkreten Umsetzungsmaßnahmen stehen diverse Fördertöpfe zur Verfügung. „Ziel ist es, dass Bauern und Kommunen das Thema zu ihrer eigenen Sache machen und aktiv werden. Jede Maßnahme, und sei sie auch noch so klein, hat Auswirkung auf das Gesamtsystem Bodenerosion.“ 

Weitere Informationen rund um die Initiative „boden:ständig“ gibt im Internet unter www.boden-staendig.eu oder direkt bei Daniel Spaderna, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, Nonnenbrücke 7a, 96047 Bamberg, Telefon: (0951) 837-411, E-Mail: daniel.spaderna@ale-ofr.bayern.de.      M. Drossel

 

Der Flyer der Initiative „boden:ständig“ zum Download:

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Karl Bär spricht über Glyphosat und Co.

07.05.2018   Die Vortragsreihe zu Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität findet ihre Fortsetzung. Am Dienstag, 8. Mai, ist Karl Bär, Referent für Agrar‐ und Handelspolitik im Umweltinstitut München, zu Gast im Gemeinschaftshaus.  Schwerpunkt seiner Präsentation sind die biologische Artenvielfalt und Auswirkungen von Neonicotinoide (wie Glyphosat) auf die Umwelt.

Beginn ist um 18.30 Uhr, alle Interessenten sind willkommen.  M. Drossel

 

Planer bleibt Berechnungsergebnisse schuldig

Bürger ärgern sich über mangelnde Fortschritte bei Dorferneuerung und Hochwasserschutz

02.05.2018 „Es Der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Oberleiterbach: (v. li.) Alfons Hennemann, Nikolaus Kunzelmann, Gerhard Senger, Jürgen Endreß (ALE), Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich, Andreas Schonath, Reinhard Sponsel (ALE), Manfred Dümig, Dietmar Dumsky, Reiner Zapf-Willmer, Veronika Schmuck und Alexander Klaus (ALE). Foto: M. Drosselbleibt spannend“ und „Wir befinden uns am Scheideweg der Berechnungen“: Die Aussagen von Planer Markus Albrecht stießen auf großes Unverständnis unter den Zuhörern im Gemeinschaftshaus. Sie hatten damit gerechnet, im Rahmen der Versammlung der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung endlich Klarheit zu erhalten, was in Sachen Hochwasserschutz getan werde und ob der Durchlass des Leiterbachs im Leuchtersbrunnen denn nun entschärft wird. Ernüchterung machte sich breit.

„Wir drehen uns schon seit geraumer Zeit im Kreis“: Udo Seelmann sprach das aus, was wohl vielen auf der Zunge lag. Wieder einmal mussten die Oberleiterbacher mit Informationen zu Dorferneuerung und Hochwasserschutz vorliebnehmen, die sie sowieso zum Großteil schon kannten. Auch Gemeinderat Harald Hümmer Im Bereich des Leuchtsbrunnens ist der Bach schnurgerade und verläuft in einem Betonbett. Am Ende befindet sich ein Durchlass, der nach Meinung der Oberleiterbacher bei Starkregenereignissen problematisch werden könnte. Foto: M. Drosselzeigte sich wenig erfreut über das „auf der Stelle treten“. Markus Albrecht vom Kronacher Büro IVS betonte seinerseits, dass der Entwurf zum hydraulischen Ausbau des Leiterbachs fast fertig sei. Es gebe schon eine erste Berechnung (deren Ergebnisse wollte er aber nicht verraten), die man nun mit Zahlen des Wasserwirtschaftsamts abgleichen wolle. Was er schon sagen konnte: Man wolle den Leiterbach naturnah gestalten, beginnend vom Gemeinschaftshaus bis zum Ortseingang und weiter in Richtung Peusenhof. Spätestens das Starkregenereignis 2013, als der Peusenhofer Weg und komplett geflutet wurde, hatte akuten Handlungsbedarf aufgezeigt. Ein Problembereich ist die Brücke im Peusenhofer Weg, an der der Leiterbach einen 90-Grad-Knick vollführt. Dieser soll im Rahmen der Dorferneuerung entschärft werden: Angeschrägte Betonfertigteile unter der Brücke sollen im Bedarfsfall einen Durchfluss von bis zu vier Kubikmetern pro Sekunde ermöglichen. Außerdem soll der Bach kleine Mäander erhalten. Richtung Peusenhof soll ein Retentionsbereich geschaffen werden. Und im Bereich des Spielplatzes/Bolzplatzes ist ein Grillplatz mit flachem Zugang zum Leiterbach im Gespräch.

Eine Antwort auf die Frage, ob die hydraulische Optimierung im Oberlauf zu Problemen im Leuchtersbrunnen führen wird, blieb Markus Albrecht schuldig. Ein Ergebnis sei in den nächsten vier Wochen zu erwarten, sagte er. Und sollte sich daran herausstellen, dass der Durchlass Leuchtersbrunnen ungenügend ist, so hat das keine Auswirkungen auf die weitere Dorferneuerung, wie Bauoberrat Reinhard Sponsel, Sachgebietsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken in Bamberg, betonte. Dann müsse es zwangsläufig eine weitere Maßnahme geben, dann unter Bauträgerschaft der Gemeinde, aber mit einer 50-prozentigen Förderung.

Jürgen Endreß, Am Peusenhofer Weg macht der Leiterbach einen 90-Grad-Knick. Diese Problemstelle soll im Rahmen der Dorferneuerung entschärft werden. Foto: DrosselTechnischer Amtmann am ALE, blickte auf die bisherigen Bauabschnitte der Dorferneuerung in Oberleiterbach zurück. Von April 2013 bis April 2017 wurden die ersten beiden Teile ausgeführt, 1,65 Millionen Euro wurden investiert. Die Planungen für den nächsten Abschnitt seien vergeben: den Ausbau des Ortsrandweges vom Friedhof bis zur Einsiedler-Ivo-Straße sowie eben Maßnahmen zum Hochwasserschutz, die Fortführung der Renaturierung des „Leiterbaches“ am Ortsrand und Gestaltung der Ortseingänge. Wie Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich versicherte, seien die Mittel für diesen Bauabschnitt im Haushalt 2018 verankert. Ob der Bau heuer noch beginnt, ist aber fraglich. Die Dorferneuerung ist mittlerweile zeitlich arg im Verzug. Gemeinderat Harald Hümmer mahnte zur Eile: „Mindestens einmal pro Jahr haben wir ein Ereignis, das zu Schlamm und Wasser im Ort führt!“ Das ist auch der Lage im Talkessel geschuldet.

Alexander Klaus, ebenfalls vom ALE, ging außerdem auf die Fördermöglichkeiten privater Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung ein. Er informierte, dass Anträge bis spätestens 2022 gestellt sein müssten und der Zuschuss vor Baubeginn zu beantragen ist. 16 Förderanträge seien bereits eingegangen, bislang wurden knapp 400000 Euro an Zuschüssen genehmigt.

An diesem Abend wurden auch die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft bestimmt. Oberleiterbach setzt dabei in den nächsten sechs Jahren auf die bewährte Mannschaft, nur bei den Stellvertretern gab es einige Wechsel.

„Oberleiterbach vorwärts zu bringen. Das ist unser Ziel. Und wir ziehen bislang an einem Strang, das soll auch so bleiben“, verspricht Zapfendorfs Erster Bürgermeister Volker Dittrich den Versammlungsteilnehmern. Diese werden ihn beim Wort nehmen.

 

Der neue Vorstand

Dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gehören an: Andreas Schonath, Dietmar Dumsky, Manfred Dümig, Alfons Hennemann sowie als Stellvertreter Nikolaus Kunzelmann, Gerhard Senger, Reiner Zapf-Willmer und Veronika Schmuck. Darüber hinaus ist auch die Gemeinde in der Teilnehmergemeinschaft, den Vorsitzenden stellt das Amt für Ländliche Entwicklung.                              M. Drossel

 

Im Dorf der Hausmadonnen

28.04.2018   Geschichtsinteressierte Hausmadonnen in Oberleiterbach. Collage: Markus Drosselund Heimatfreunde, die durch Oberleiterbach laufen, sollten ruhig des Öfteren ihren Blick nach oben richten: An zahlreichen Anwesen im 279-Einwohner-Dorf gibt es nämlich Hausmadonnen zu bestaunen, die oftmals ebenso liebevoll gepflegt werden die wie die Gebäude, deren Mauern sie zieren. Hausmadonnen findet der Betrachter vornehmlich entlang des Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code, aber eben nicht nur. Sie sind, damals wie heute, Ausdruck von tiefer Frömmigkeit der Bewohner des Orts. Jede „Hausmaria“ ist dabei ein Unikat, keine gibt es ein zweites Mal im Dorf, etliche von ihnen sind bemerkenswerte Kunstwerke – und alle haben ihre ganz eigene Geschichte.

Süddeutsche Besonderheit

Hausmadonnen gibt es nur im Süden Deutschlands sowie in Österreich. Hatte früher wohl nahezu jedes Anwesen eine solche Figur, sind sie in den vergangenen Jahrzehnten bei Renovierungen oder Umbauten vielerorts verschwunden. Nicht so in Oberleiterbach. Die Vielzahl der Hausmadonnen sei bemerkenswert, findet auch die Bamberger Kreisfachberaterin Annette Schäfer. In diesem Sinne: einen schönen Marienmonat Mai!  Und wer möchte, der kann sich die Collage der Hausmadonnen gerne kostenfrei herunterladen.       M. Drossel

 

Ein Spielparadies aus sieben Tonnen Sand

Gartenbauverein und Dorfjugend setzen Wunsch nach Sandkasten um – Dorfvereine zahlen mit

25.04.2018   Als Traktorfahrer Die Kinder helfen beim Bau des Sandkastens kräftig mit. Foto: DrosselFranz endlich von seinem Kipper aus die ersten Tonnen Sand in den hölzernen Rahmen schüttet, gibt es für die wartenden Kinder kein Halten mehr: Einer ihrer größten Wünsche war es, auf dem weitläufigen Spielplatz am Eichenweg endlich einen Sandkasten zum Buddeln, Bauen und Backen zu haben. Die Spielplatzpaten vom Gartenbauverein haben ihnen diesen nun erfüllt – und auch die kleinen Baumeister helfen mit, dass das Projekt gelingt.

Eifrig und geduldig schaufeln die Kinder den Sand in die Ecken, die der Bulldoghänger nicht erreichen kann. Das wird ihr heiß ersehntes Paradies, für das sie sogar einen finanziellen Beitrag geleistet haben: Der Kinderchor sang bei der Feierstunde zum Bezirksentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ in Kulmbach – und die Gage floss in den Sandkastenbau. Die Erwachsenen, die beim Sandkastenbau natürlich auch mithelfen, haben es schwer, im großen Wuseln noch Platz zu finden. Der drei mal vier Meter große Sandkasten unter weit ausladenden, Schatten spendenden Bäumen entstand in enger Absprache mit dem Markt Zapfendorf und dem dortigen Spielplatzbeauftragten. Beim Bau des Sandkastens. Foto: DrosselGefertigt hat das Unikat Michael Hennemann. Bei der Projektierung und Umsetzung halfen zahlreiche Gartler um Zweite Vorsitzende Angela Hennemann und Vorstandsmitglied Sonja Göbel mit. Gemeinsam leiten sie auch die Dorfjugend. Und die örtlichen Vereine beteiligten sich ebenfalls am Sandkastenbau, mit Muskel- und Finanzkraft. Insgesamt werden mehrere hundert Euro investiert, zuzüglich ungezählter ehrenamtlicher Stunden. So laden Beim Bau des Sandkastens. Foto: Drosselnunmehr sieben Tonnen Sand zum Toben und Tollen ein. Außerdem gibt es auf dem Spielplatz einen Kletterturm, eine Nestschaukel, „normale“ Schaukeln, eine großer Rutschturm sowie – für viele Besucher ein Glanzpunkt – die Seilbahn. Gleich nebenan auf dem Bolzplatz kann Fußball gespielt werden. Ruhebänke ermöglichen den Eltern einen gemütlichen Plausch, während sie auf ihre Sprösslinge aufpassen. Außerdem haben sie auf dem Spielplatz via Hotspot Gemeinschaftshaus freien Internetzugang.

Die gesamte Spielanlage entstand vor einigen Jahren unter Regie des Gartenbauvereins, der in diese einen guten Teil seines Vereinsvermögens steckte.                        M. Drossel

 

 

Damit die Heimat lebenswert bleibt

Vortragsreihe zu Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität

 19.04.2018   Seit dem Jahr 2013 versorgen Biogasanlage und Dorfheizung einen Großteil der Haushalte im Golddorf Oberleiterbach mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese Pionierleistung, die dem 279-Seelen-Ort den Titel Bioenergiedorf (das erste und einzige im Landkreis Bamberg) und den Bürgerenergiepreis Oberfranken einbrachte, nimmt die Einwohner aber auch in die Verantwortung, weiterzudenken und vorauszugehen. Aus diesem Grund haben die Lätterbocher für April und Mai eine Vortragsreihe zu den Themen Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität organisiert.

Der erste Vortrag Unser Dorf hat Zukunft.findet am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr im Rahmen der Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung statt und stellt das Projekt „boden:ständig“ vor. Es handelt sich um eine bayernweite Initiative mit Landwirten und Gemeinden zum Schutz von Boden und Gewässern. Vortragender im Gemeinschaftshaus ist der Ansprechpartner für Oberfranken, Daniel Spaderna.

Am Dienstag, 8. Mai, ist Karl Bär, Referent für Agrar‐ und Handelspolitik im Umweltinstitut München, zu Gast im Gemeinschaftshaus.  Schwerpunkt seiner Präsentation sind die biologische Artenvielfalt und Auswirkungen von Neonicotinoide (wie Glyphosat) auf die Umwelt.

 Naturschutz und aktuelle Fördermaßnahmen stehen am Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr, im Mittelpunkt. Referent ist dann Bernhard Struck, der im Landratsamt Bamberg im Fachgebiet Umweltschutz die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege vertritt.

 Alle Vortragsabende sind kostenfrei, alle Interessenten sind willkommen und erhalten von den Vortragenden Informationen aus erster Hand zum Erhalt der Heimat.                  M. Drossel

 

Ein Blütenmeer gegen Abschwemmen wertvoller Erde

 Bioenergiedorf geht mit gutem Beispiel voran – Drohne wirft Schlupfwespen-Kokons ab

07.04.2018   Dass der Weil Umweltschutz einfach mehr ist: Bio-Anbauerin Veronika Schmuck und Dr. Alexander Dümig überlegen oberhalb der Oberleiterbacher Biogasanlage, wo sie die Blühstreifen ansähen können. Foto: Drossel279-Einwohner-Ort den Titel des ersten und einzigen Bioenergiedorfs im Landkreis Bamberg tragen darf, macht die Lätterbocher stolz. Doch darauf wollen sie sich nicht ausruhen. Im Gegenteil: Sie starten eine Reihe von Naturschutzprojekten und suchen als Pioniere in der Umgebung bewusst neue Wege, wie eine nachhaltige, umweltbewusste Landwirtschaft betrieben werden kann. Im Rahmen einerBürgerinformationsveranstaltung stellten die Verantwortlichen ihre Vorhaben vor – und beeindruckten damit nicht nur Zapfendorfs Ersten Bürgermeister Volker Dittrich.

In Oberleiterbach gibt es bereits eine Dorfheizung, die gute Teile der Haushalte mit Wärme aus regenerativen Rohstoffen versorgt. Die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim liefert ihrerseits Strom und ebenso Wärme. Im vergangenen Jahr waren jedoch vermehrt Maisanbauflächen rund um den Ort zu sehen – einerseits nicht toll für das Landschaftsbild, andererseits auch ein Problem bei Starkregenereignissen, da Maispflanzen später sprießen als beispielsweise Winterweizen. Die Landwirte Veronika und Hans Schmuck, selbst Betreiber der Biogasanlage, gehen nun als Vorbild voran.

 Horizontal zur Hangneigung

Einerseits werden sie in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander Dümig, Experte für Pflanzenernährung, Boden- und Düngemanagement, Blühstreifen horizontal zur Hangneigung anlegen. Einerseits erhalten so heimischen Bienen und Insekten Nahrung, was nicht nur den örtlichen Imker freuen dürfte. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern. Darüber hinaus plant das Landwirtsehepaar Testflächen für die mehrjährige Ackerfrucht Silphie, die ebenfalls in Biogasanlagen verwendet werden kann. Der große Vorteil: Nach der Ernte sind die Wurzeln weiter im Boden, die Pflanze hält den Boden zusammen – und treibt im nächsten Jahr wieder aus. Für die geplante Pionierarbeit der Familie Schmuck gab es viel Applaus von den Bürgern. „Jeder Verpächter hat übrigens selbst in der Hand, was auf seinen Flächen geschieht“, gab Veronika Schmuck als Motivation zur Nachahmung mit auf den Weg.

Darüber hinaus soll in der Oberleiterbacher Flur in diesem Jahr weitere Forschungsarbeit betrieben werden. Auf zwei Maisanbauflächen wollen Veronika und Hans Schmuck in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Coburg-Lichtenfels Kokons von Schlupfwespen ausbringen, die dem Maiszünsler an den Kragen sollen. Das Prozedere ist durchaus spannend: „Die Kokons werden mit einer Drohne über dem Feld abgeworfen“, erklärte Veronika Schmuck.

Auch bei der Ausbringung der Biogasgärreste versucht die Familie Schmuck  Stickstoffverluste zu minimieren, indem sie die Gärreste sofort mit einer Scheibenegge einarbeitet und mit einem Stickstoff-Stabilisator versetzt. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern.

Heimat für Mauersegler und Fledermaus
Das Trafohaus in der „Huppengasse“ soll zum Domizil für Vögel und Fledermäuse werden. Foto: DrosselEin weiteres Naturschutzprojekt hat Udo Seelmann angeschoben. Das nicht mehr benötigte Trafohäuschen in der Huppengasse im historischen Ortskern soll Heimat für schützenswerte Tierarten werden. Wie Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer ausführte, sei geplant, das Häuschen in Altweiß zu streichen und dann mit Wildem Wein und Efeu zu begrünen. Im oberen Bereich sollen Nisthilfen angebracht werden, für Mauersegler und Fledermäuse. Die Betreiberfirma hat bereits zugestimmt, nun geht es an die Umsetzung. Kreisfachberaterin Claudia Kühnel regte an, dass die Jugendgruppe ein Beobachtungsprojekt der künftigen Bewohner initiieren könnte.

Im Bereich des Huschersbergs ist eine Vogelschutzhecke geplant, der Hochwasserschutzwall Richtung Reuthlos wird bepflanzt, im Ort selbst werden einige Bäume gepflanzt, im Bereich des „kleinen Dorfplatzes“ an der Ecke Kleukheimer Straße/Leuchtersbrunnen beispielsweise eine weitere Linde, die mit den dortigen beiden großen Pendants gut harmonieren dürfte. Und im südlichen Teil des neu gestalteten Kirchhofs, an der frisch renovierten Sankt-Laurentius-Kirche, soll eine „repräsentative Visitenkarte“ (Claudia Kühnel) entstehen, sprich: hier soll es ansprechend grünen und blühen. Dabei gehen Gartenbauverein und Kirchenverwaltung Hand in Hand.

Den Bürgermeister beeindruckt

Nachhaltigkeit war das große Thema des Bürgerinformationsabend. Nachhaltig war auch der Rathauschef beeindruckt. „Das alles macht nicht der Markt Zapfendorf, das alles leisten die Oberleiterbacher Bürger. Dafür meinen herzlichen Dank“, stellte Volker Dittrich heraus. Und auch Kreisfachberaterin Claudia Kühnel lobte das nachhaltige Denken der Dorfbevölkerung an diesem Abend mehr als nur einmal in den höchsten Tönen.                                                     M. Drossel

 

Wahlen bei der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung

05.04.2018   Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) lädt die Eigentümer der zum Verfahrensgebiet Oberleiterbach gehörenden Grundstücke und die ihnen gleichstehenden Erbbauberechtigten werden zur Teilnehmerversammlung ein. Diese findet unter der Leitung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken statt am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr, im Gemeinschaftshaus in Oberleiterbach, Eichenwe.
Tagesordnung
1. Erläuterung der Aufgaben des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft
und des Wahlverfahrens
2. Neuwahl ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder und ihrer
Stellvertreter
3. Vorstellung der Planung „Hydraulische Optimierung des
Leiterbaches mit Maßnahmen zum Hochwasserschutz“
4. Informationen zur Initiative „boden:ständig“
5. Allgemeine Aussprache

Die Vertretung durch Bevollmächtigte ist zulässig. Bevollmächtigte haben sich in der Versammlung durch eine schriftliche
Vollmacht auszuweisen, bei der die Unterschrift des Vollmachtgebers öffentlich oder amtlich beglaubigt sein muss. Die amtliche Beglaubigung erteilt die Gemeinde gebührenfrei. Zu beachten ist jedoch, dass nach § 21 Abs. 3 FlurbG im Wahltermin jeder Teilnehmer oder Bevollmächtigte nur eine Stimme hat, auch wenn er mehrere Teilnehmer vertritt. Teilnehmer, die nicht selbst in der Wahlversammlung anwesend sein können, werden daher zweckmäßig eine Person bevollmächtigen, die nicht selbst als Teilnehmer stimmberechtigt ist.

Fleißige Handwerker arbeiten am „Goldbrunnen“

Am "Goldbrunnen" wird gearbeitet. Foto: Drossel

04.04.2018   Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwo in Oberleiterbach Hand angelegt wird. Mal wird hier ein Blumenbeet gehegt, mal dort ein Bauerngarten gepflegt, mal hier ein Gerüst für eine Renovierung aufgestellt oder dort ein Busch auf Frühling getrimmt. Es tut sich was in Lätterboch! 

Auffälligste Baustelle ist jedoch die in der Kleukheimer Straße, wo das Umfeld des „Goldbrunnens“ (er erinnert an die Goldmedaille auf Bundesebene 1977) neu gestaltet wird. Dafür zeichnet der Gartenbauverein verantwortlich.

Wie gut, dass es in Oberleiterbach viele fleißige Handwerker stehen, die wahre Könner ihres Fachs sind. Viele Dorfbewohner freuen sich schon auf den Tag, an dem der „Goldbrunnen“ endlich wieder Wasser führt. Der Osterbrunnen, der normalerweise am „Goldbrunnen“ aufgebaut wird, findet sich heuer einige Meter weiter, am Pilgerbrunnen neben der Nepomukstatue. 

Wieder ein Stückchen schöner

Am "Goldbrunnen" wird gearbeitet. Foto: DrosselUnd mit jedem uneigennützigen Handgriff zum Wohle des Ortes wird das Bioenergie- und Golddorf noch ein Stückchen schöner, lebens- und liebenswerter. Die anerkennenden Blicke der Jakobspilger, der Wanderer und Interessenten aus den umliegenden Orten sind für die engagierten Oberleiterbacher stets der schönste Lohn.      M. Drossel 

 

 

25, 40, 60, 70 und 75 Jahre: Jubelkommunion in Kirchschletten

02.04.2018   Als Adolf