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Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Silber auf Landesebene

Ziel von „Plant for the Planet“ ist es, durch das Pflanzen von Bäumen dem Klimawandel entgegenzuwirken.  Im Rahmen der Dorferneuerung und des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden in Oberleiterbach bereits mehr als 50 Bäume gepflanzt. Informationen zu „Plant for the Planet“ finden Interessenten unter www.plant-for-the-planet.org/de.

Hier geht`s zum Baumzähler des Gartenbauvereins Oberleiterbach. www.billion-tree-campaign.org/117041

Hier haben wir uns ein Ziel gesetzt, welches wir in einem Menschenleben erreichen möchten. 



Die Kelten vom „Hanbüchla“

Im Waldstück zwischen Kleukheim und Oberleiterbach hat sich ein vielen unbekanntes Gräberfeld aus vorchristlicher Zeit erhalten – Doch wo war die zugehörige Siedlung?

Von M. Drossel

OBERLEITERBACH/KLEUKHEIM   Wie eine Insel liegt das „Hanbüchla“, auch „Haabüchla“ genannt, in der Flur zwischen Kleukheim und Oberleiterbach, zwischen den Landkreisen Lichtenfels und Bamberg. Der zirka zwei Hektar große Wald ist von sanften Hügeln durchzogen und vor allem von Eichen geprägt. Was auch so manchen Einheimischen erstaunt: Dieser Mischwald ist eigentlich ein Friedhof, die Erhebungen sind Hügelgräber aus vorchristlicher Zeit.  Wilhelm Ebitsch, Naturwächter und Wanderführer im Landkreis Lichtenfels, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen um die Grabstätte nicht weiter in Vergessenheit geraten zu lassen.

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„Das Geschaffene und die Schöpfung erhalten: Das sehe ich als meine Aufgabe“, sagt der 77-Jährige, als er durch das „Hanbüchla“ läuft und die Hügelgräber zeigt. Zehn davon hat er gezählt, von unterschiedlicher Größe. „Direkt hier am ,Hanbüchla‘ habe ich einen Acker, der schon ganz lange im Familienbesitz ist“, erklärt er. „Meine Familie stammt aus Oberleiterbach, mein Großvater Peter Ebitsch wohnte da bis 1914, bis er kurz nach der Geburt seines siebten Kindes starb. Das Haus am Leiterbach, unweit des ,Schneidersgässla‘, steht mittlerweile nicht mehr.“ Bis vor wenigen Jahren, bis zur Dorferneuerung in Oberleiterbach, hatte Ebitsch, der seit Jahrzehnten in Kleukheim wohnt, hier noch kleine Grundstücke.

Bei der Flurbereinigung erhalten geblieben

Es ist dem Zufall geschuldet, dass die Hügelgräber im „Hanbüchla“ die Jahrhunderte überdauerten, wird doch die Flur zwischen Kleukheim und Prächting seit jeher intensiv bewirtschaftet. „Der Boden am ,Hanbüchla‘ ist wenig ertragreich, deswegen hat sich der Wald dort erhalten. Auch, als zwischen 1960 und 1967 die Flur neu geordnet wurde“, sagt der Oberleiterbacher Nikolaus Kunzelmann, einer von sieben Grundstücksbesitzern.

Annette Schäfer, die Kreisheimatpflegerin des Landkreises Bamberg, hat in der Denkmalliste einen kurzen Eintrag über das „Hanbüchla“ gefunden: „Es ist ein Bestattungsplatz mit teils verebneten Grabhügeln vorgeschichtlicher Zeitstellung und mit Bestattungen der Hallstattzeit und der frühen Latènezeit“, erklärt sie. Anton Köcheler vom Arbeitskreis Archäologie der Kulturinitiative Bad Staffelstein (KIS) fügt an: „Die ältesten Gräber stammen aus der frühkeltischen Eisenzeit, also zwischen 750 und 450 vor Christus.“ Die meisten Grabhügelfelder seien bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht worden, wobei der Frauendorfer Pfarrer Lukas Hermann einer der aktivsten Heimatforscher war, der in unserer Region sehr viele Gräber geöffnet hat.

Immer in Sichtweite angelegt

Bekannt ist, dass die Kelten Hügelgräber außerhalb ihrer Siedlungen, aber stets in deren Sichtweite anlegten. Wo also war die bislang noch unentdeckte keltische Siedlung, deren Tote im „Hanbüchla“ ihre letzte Ruhe fanden? „Die Frage nach Siedlungsplätzen im Kellbachtal ist schwer zu beantworten. Grundsätzlich lebten die Kelten ja in Dörfern und kleinen Gehöften, in Holzbauten“, so der Heimatforscher aus Unterzettlitz. „Den Gräberfeldern in der genannten Region  konnten bisher noch keinen eindeutig belegten Siedlungsplätze zugeordnet werden. Dazu fehlen beweiskräftige Keramikfunde. Natürlich hat es diese Siedlungen im Kelbachtal gegeben und vermutlich lagen diese auf den hochwasserfreien Terrassen und flachen Talhängen.“ Wenn man das Gelände konsequent und intensiv absuchen würde, würde man sicher einschlägige Keramik finden, die auf Siedlungstätigkeit schließen ließe. Durch jahrhundertelange landwirtschaftliche  Bearbeitung des Geländes sind wohl alle Spuren keltischer Holzbauten zerstört worden. Möglich ist auch, dass die einstigen Siedlungsplätze der Kelten in späterer Zeit überbaut wurden (und unter den heutigen Orten liegen).

„Die Kelten, wie auch die Römer, haben nicht irgendwo abseits beerdigt, sondern an Straßen“, ergänzt Heimatforscher Bernhard Christoph aus Klosterlangheim. „Die Gräber sollten gesehen und beobachtet werden, als Demonstration und wegen der möglichen Grabräuber. Eine natürliche Verbindung von Süd nach Nord ist in alter Zeit über die Höhen östlich des Maintals verlaufen.“ Dabei wurde auch das Gelände des heutigen Ortes Oberleiterbach gequert und die Anhöhe durch das „Hanbüchla“ erklommen. „Die zugehörigen Hohlgassen unterhalb des Waldstückes, die das hohe Alter der Straße dokumentierte, wurden wohl im Zuge der Flurbereinigung verfüllt.“ Solche durch die Geographie vorgegebenen Straßentrassen können möglicherweise bis in keltische Zeit zurück reichen, „denn das Rad ist nachweislich bereits in der Bronzezeit genutzt worden“.

Eines aber ist unstrittig: „Die Dichte der Gräberfelder im Bereich  Kleukheim–Prächting ist erstaunlich hoch. Da gibt es das bekannte Gräberfeld bei Prächting, das Gräberfeld im Hainbüchlein und das Gräberfeld im Peusenhofer Holz. Am Rande des Albtraufs, der Jura- Hochfläche oberhalb von Kümmel und Oberküps,  befinden sich ebenfalls vereinzelt Hügelgräber“, so Köcheler. Und am Dornig.

Ein Hügelgrab im  „Hanbüchla“ wurden im Zeitraum zwischen 1983 und 1985  im Rahmen einer Notgrabung untersucht. In „Geschichte am Obermain“, dem Jahrbuch des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) 1985/86, ist zu lesen, dass die Gräber schon 1842 „angetrichtert“ wurden. Letztlich waren es aber dort spielende Kinder, die die Grabstätten so stark zerwühlten, dass Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege herbeieilten. Sie fanden Fragmente von mindestens elf Gefäßen sowie zwei Stücke eines Melonenarmbands und einen kegelstumpfförmigen, bronzefarbenen Zierknopf, der Teil eines Dolchgriffs gewesen sein könnte. „Uns wurde als Kind von Lehrer Schmitt immer gesagt: Die Gräber im ,Hanbüchla‘ sind leer, die sind geräubert“, erinnert sich Nikolaus Kunzelmann. Das war Ende der 1950-er- beziehungsweise Anfang der 1960-er-Jahre.

Bestattungsplätze der Oberschicht

Die Größe der Hügelgräber im „Hanbüchla“ lässt Rückschlüsse auf die Bestatteten zu: „Mit großer Sicherheit handelt es sich hier nicht um Fürstengräber, dazu sind sie in ihren Dimensionen zu klein. Außerdem befindet sich Oberfranken am Rande des keltischen Kulturbereichs abseits des keltischen Kerngebiets im Südwesten Deutschlands und Ostfrankreichs“, erklärt Anton Köcheler. „Die Hügelgräber der dort herrschenden mächtigen Eliten haben Hügeldurchmesser von 50 bis 80 Meter. Die größten Grabhügel in unserer Region erreichen gerade mal 20 bis 25 Meter.“

Grundsätzlich seien in Hügelgräbern  Angehörige der wohlhabenden Oberschicht mit reichen Beigaben (Tracht, Schmuck, Waffen, Keramik) bestattet worden, wobei die Größe des Grabhügels dem sozialen Status  dem Verstorbenen entsprach. „Angehörige der Unterschicht, also arme Bauern, Unfreie oder Sklaven, wurden in unscheinbaren Brandgruben zwischen den Hügeln bestattet.“

Führungen in die Vergangenheit

Naturwächter Wilhelm Ebitsch hat in diesem Jahr erstmals Wanderungen „Von Hankirche und Hanhof zum Hanbüchla“ angeboten. Schlusspunkt war in der 501 Jahre alten Sankt-Laurentius-Kirche in Oberleiterbach. Diese stießen auf so großes Interesse, dass er auch in der kommenden Wandersaison wieder diese Touren anbieten will. Zum einen in Zusammenarbeit mit der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels in Weismain. Zum anderen gerne für Privatgruppen, die sich bei ihm unter (09547) 373 melden können. „Viele gehen achtlos vorbei und wissen gar nicht, welche kulturhistorischen Schätze in diesem Waldstück schlummern“, so Ebitsch. „Dafür will ich ein Bewusstsein schaffen.“

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  • Wie eine Insel in der Feldflur zwischen Kleukheim und Oberleiterbach: das Waldstück „Hanbüchla“. Foto: Martina Drossel

  • Natur- und Heimatfreund Wilhelm Ebitsch hat zehn vorchristliche Hügelgräber im nur zwei Hektar großen Forst entdeckt.  Foto: Martina Drossel

  • 800 bis 450 vor Christus: Diese Funde aus der Hallstadtzeit stammen von Grabungen im „Hanbüchla“. Abgebildet wurden sie im Jahrbuch 15 des Colloquium Historicum Wirsbergense 1985/86.  Quelle: CHW

  • Die Stücke eines Melonenarmbands und der kegelstumpfförmige, bronzene Zierknopf (re.), der vermutlich Teil eines Dolchs war.     Quelle: CHW

  • Spezialisten des Landesamts für Denkmalpflege sicherten bei ihren Grabungen auch diese Relikte vorchristlicher Besiedelung.                Quelle: CHW

  • Die Lage der Altstraßen rund um das „Hanbüchla“. Quelle: Denkmalatlas.

  • Das Gräberfeld aus der Satellitenperspektive. Quelle: Google Earth


Foto von Dieter Gürz

Silbermedaille für Oberleiterbach: Ministerin Kaniber gratuliert

24.11.2018   Oberleiterbach zählt zu den schönsten acht Dörfern im Freistaat – und das wurde am Samstag, 24. November, in den Mainsälen Veitshöchheim mit der Silbermedaille auf Landesebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewürdigt. Auf Einladung des Gartenbauvereins und des Marktes Zapfendorf folgten viele Lätterbocher der Einladung zur gemeinsamen Busfahrt nach Unterfranken. Auch Bürgermeister Volker Dittrich erwies den Oberleiterbachern die Ehre, ebenso wie Bambergs Landrat Johann Kalb und Landtagsabgeordneter Holger Dremel. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hielt die Festansprache und überreichte dem Team um die beiden GBV-Vorsitzenden Harald Hümmer und Angela Hennemann die Urkunde.

Stolz auf das Erreichte sein

Auch wenn es nicht zu Gold gereicht hat: Der 276-Einwohner-Ort kann sehr stolz sein auf das, was hier durch bürgerschaftliches Engagement und Zusammenhalt geschaffen wurde. Erinnert sei an das Vorzeigeprojekt Dorfheizung, das Lätterboch den Titel Bioenergiedorf (das erste und immer noch einzige im Landkreis Bamberg!) einbrachte und ebenso den Bürgerenergiepreis. In seiner Art einzigartig ist auch der Historische Dorfrundgang mit QR-Code, mit Hilfe dessen Interessenten viel Wissenswertes über die baulichen Schönheiten des Ortes erfahren können. Apropos Bauwerke: In Oberleiterbach gibt es alleine 17 Einzeldenkmäler, die von ihren Besitzern mit viel Liebe zum Detail instandgehalten werden.

Ehrenamt wird groß geschrieben

Frisch saniert ist auch die 501 Jahre alte Sankt-Laurentius-Kirche, in der ungezählte Stunden „zu Gottes Lohn“, also ehrenamtlich, gearbeitet wurde. Das Landkreis übergreifende Projekt „Mitfahrbänkla“ zwischen den Kommunen Ebensfeld und Zapfendorf geht ebenfalls auf eine Initiative Oberleiterbachs zurück. Ein Höhepunkt des Jahres mit einer vierstelligen Zahl an durchwegs begeisterten Besuchern war „Oberleiterbach leuchtet“, das in Form von unzähligen Bildern vielen noch über Jahrzehnte in Erinnerung bleiben wird. Ebenso kamen die Veranstaltungen im Rahmen von „100 Jahre Bayern“ toll bei den Gästen an.

Erinnert sei auch das den über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten und beliebten Spielplatz, der in Patenschaft und unter der Regie des Gartenbauvereins von Grund auf neu aufgebaut wurde. An das kostenlose Internet an Gemeinschaftshaus und Festplatz. An die vielen Paten, die die gemeindlichen Grundstücke im Ort hegen und pflegen. An das Vogel- und Fledermausparadies am ehemaligen Trafoturm in der Huppengasse. An das Insektenhotel. An die aufwändige Homepage. An die vielen Feste, Feiern und Vorträge. Und, und, und: Die Liste ist lang – und sicherlich wird es auch nach Ende dieser Runde des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ viele Projekte geben, die die Oberleiterbacher anpacken, um ihren Ort lebens- und liebenswert zu erhalten. Der Wettbewerb mag eine Triebfeder gewesen sein, der Hauptgrund für das Engagement war aber, den Ort fit für die künftigen Generationen zu machen.                  

Markus Drossel

 

Der Bericht und das Foto von Dieter Gürz zur Siegergala in Veitshöchheim, der dankenswerterweise für die Main-Post und das Obermain-Tagblatt berichtet hat:

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Die Mainfrankensäle Veitshöchheim waren erstmals Schauplatz des mehr als fünf Stunden dauernden Festaktes zum Abschluss des 26. Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft". 237 bayerische Dörfer waren zum Wettbewerb angetreten, 15 davon erhielten am Samstag die begehrten Medaillen durch Staatsministerin Michaela Kaniber als Schirmherrin des Wettbewerbs, die damit alle Bürger der teilnehmenden Dörfer für ihr außerordentliches Engagement für den ländlichen Raum in Bayern auszeichnete.

Eine 18-köpfige Bewertungskommission mit Fachleuten aus Verbänden, Institutionen und Kommunen hatte unter der Leitung von Ministerialrat Günter Knüppel die Siegerdörfer aus allen Regierungsbezirken zuvor intensiv begutachtet.

Geldpreise für die Golddörfer

Neben Gestratz (Landkreis Lindau) und Niederwinkling (Landkreis Straubing-Bogen) kürte Kaniber den Iphofer Stadtteil Hellmitzheim (Landkreis Kitzingen) mit der Goldmedaille. Diese drei Golddörfer erhielten neben der Medaille 5 000 Euro Preisgeld und vertreten Bayern im nächsten Jahr auf Bundesebene.

Mit Silber ausgezeichnet wurden Asten (Traunstein), Harsdorf (Kulmbach), Lam (Cham), Oberleiterbach (Bamberg) und Pfofeld (Weißenburg-Gunzenhausen), mit Bronze Binzwangen (Ansbach), Großbardorf (Rhön-Grabfeld, Heidelheim (Wunsiedel), Issigau (Hof), Moos (Deggendorf), Ursensollen (Amberg-Sulzbach) und Wald (Ostallgäu). Darüber hinaus wurden fünf Sonderpreise verliehen.

Das 276 Einwohner-Dorf Oberleiterbach ist das erste und einzige Bioenergiedorf des Landkreises Bamberg. Herzstück ist ein Nahwärmenetz, das von der Energiegenossenschaft Oberleiterbach installiert wurde. Energiegenossen sind die Bürger des Dorfes. 55 Prozent der Haushalte in Oberleiterbach sind an das knapp zwei Kilometer lange Nahwärmenetzt angeschlossen. Pro Jahr werden durch die Dorfheizung 70000 Liter Heizöl und 10000 Kilogramm Erdgas eingespart.  Die Biomasse stammt dabei aus der unmittelbaren Umgebung. Bis heute wurden 1,3 Millionen Euro für dieses bürgerschaftliche Projekt aufgewandt.

Von den Bürgern gestemmt

In Oberleiterbach gibt es alleine 17 Einzeldenkmäler. Um Interessenten die Fachwerkhäuser, die 501 Jahre alte Sankt-Laurentius-Kirche und das Dorfleben von anno dazumal näherzubringen, wurde der bayernweit einzigartige Historische Dorfrundgang mit QR-Code erarbeitet. Vor den Sehenswürdigkeiten stehen Tafeln mit je einem Bild und grundlegenden Infos, über Scannen der QR-Matrix gibt es weitere Details und Bilder aus Handy. Für das Projekt wurden mehr als 1000 ehrenamtliche Stunden investiert, alles von den Bürgern, ohne Fachfirma.

Jüngst wurde das interkommunale und landkreisübergreifende Projekt „Mitfahrbänkla“ ins Leben gerufen, das gut anläuft. Das Vereinsleben ist sehr aktiv. Die Vereine investieren viel Zeit und Geld in das Dorf und die dörflichen Projekte. Da es kein Gasthaus im Ort mehr gibt, wurde das Gemeinschaftshaus gebaut. Die Bürger sind dort selbst die Wirte.

Keine Frage, dass die 750 aus ganz Bayern angereisten Gäste angesichts der Erfolge ihrer Dörfer die ganze Zeit über sehr gutgelaunt waren. Dafür sorgten auch Moderator Jürgen Gläser vom Bayerischen Rundfunk und zwischen den Reden und Ehrungsblöcken die  Bigband B27 der Sing- und Musikschule Veitshöchheim mit Glenn Miller-Sound und aus Regensburg die brillante Sängerin Ulla Niedermeier mit dem kongenialen Gitarristen Klaus Flossmann sowie nicht zuletzt in der einstündigen Mittagspause im Foyer das ausgezeichnete Catering der Familie Schömig aus Lengfeld, von der Schirmherrin spendiert.

„Mit viel Herzblut“

Die Staatsministerin machte in ihrer Festansprache deutlich, dass die Politik nicht alles selbst in die Hand nehmen kann, sondern auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist. Dies hätten alle Teilnehmer im 26. Landesentscheid in beeindruckender Weise gezeigt. Kaniber: "Mit Herzblut, Engagement und viel Tatkraft haben die Dörfer in die eigene Zukunft investiert, aus Schwächen Glanzpunkte gemacht. Auf diese Auszeichnung können Sie deshalb stolz sein."

Nach ihren Worten gehört der Wettbewerb für Ortschaften bis 3.000 Einwohner seit der ersten Austragung 1961 zu den bedeutendsten Bürgerinitiativen Bayerns. Mehr als 27 000 Ortschaften haben sich seither landesweit beteiligt.

„Der Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften trägt maßgeblich dazu bei, ein lebenswertes Umfeld auf dem Land zu fördern und die soziale und strukturelle Entwicklung in den Dörfern zu schaffen", so Kaniber.

So hätten die Teilnehmer den Juroren beispielhafte Initiativen präsentiert, wie Konzepte zur regionalen Energieversorgung, in Selbsthilfe geschaffene Ortsläden oder funktionierende Modelle der Kinder-, Kranken- und Altenbetreuung. Punkten konnten viele auch durch ein intaktes Vereinsleben im Bereich Sport, Musik und Brauchtum und durch die sinnvolle Nutzung leerstehender Bausubstanz und die Ortskernbelebung. Es beeindruckte nach ihren Worten auch das öffentliche Grün, ökologisch hochwertige Ortsrandbegrünungen und Biotopbereiche sowie die Förderung der Biodiversität, um dem Insektensterben entgegenzutreten.

Als großartig empfand die Staatsministerin, dass diese Leistungen vor allem auf Basis ehrenamtlichen Engagements erbracht wurden. Hier werde sichtbar, wie das Ehrenamt unsere bayerische Heimat lebens- und liebenswert zu machen.

Sonderpreise vergeben

Eine Würdigung der Dörfer erfolgte auch durch die Bayerische Architektenkammer, den Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. und den Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. mit der Übergabe von bis zu 3.000 Euro dotierten Sonderpreisen an die Dörfer Asten, Harsdorf, Heidelheim, Lam und Moos.

Hermann Kolesch, der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die den Wettbewerb organisatorisch und logistisch verantwortet, betonte in seinem Grußwort, das Dorf nicht tot ist. Durch die vielfältigsten Konzepte bieten nach seinen Worten Dörfer neue Lebensqualität in Sachen Wohnen, Natur und Kultur.  Dörfer seien Orte eines nachhaltigen, werteorientierten Lebensstils und Quellen neuer lokaler und regionaler Wertschöpfungsketten, Forschungslabor für erneuerbare Energien.     Dieter Gürz

 

www.veitshoechheim-blog.de

 http://www.veitshoechheim-blog.de/2018/11/siegergala-beim-26-wettbewerb-unser-dorf-hat-zukunft-in-den-mainfrankensalen-avancierte-zur-parship-show-fur-maria.html

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Feuerwehren retten Katze vom Baum

Mit 35 Aktiven im 276-Einwohner-Dorf ist die Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach zweifelsohne gut aufgestellt. Und selbstverständlich ist sie bestens ausgebildet. Nichtsdestotrotz gibt es Einsätze, die eine Ortsfeuerwehr vor große Herausforderungen stellen. Vor allem, wenn sie alles andere als alltäglich sind. Am Dienstag, 20. November, wurden die Aktiven gegen 14.45 Uhr von der Integrierten Leitstelle in die Einsiedler-Ivo-Straße gerufen. Dabei brannte kein Haus oder keine Scheune, auch war es weder ein Hochwasser- noch ein Sturmeinsatz: Der Einsatzbefehl lautete Tierrettung.

Direkt am Leiterbach, unterhalb der Wohnhäuser, hatte sich eine Katze auf einen Baum in etwa elf Meter Höhe gewagt. Den Wiederabstieg aber scheute sie und klagte maunzend ihr Leid. Die Besitzerin beratschlagte sich mit den Nachbarn – und wählte letztlich die 112. Das Problem, das sich den Rettern stellte: Die Bäume am Bach sind nur über einen Hang oder, auf der anderen Bachseite, über einen aufgrund des Herbstwetters durchweichten Feldweg zu erreichen. Die Oberleiterbacher Wehrleute um Zweiten Kommandanten Udo Seelmann erkundeten die Lage und riefen Unterstützer aus Scheßlitz herbei. Jedoch konnten die Spezialisten mit der Drehleiter nicht viel ausrichten. Die maximalen 32 Meter von „Florian Scheßlitz 30/1“ waren von der Einsiedler-Ivo-Straße aus zu wenig – und die vielen Tonnen Gewicht für den weichen Untergrund auf der anderen Seite des Baches zu viel.

Letztlich wurde „Florian Zapfendorf 40/1“ nachalarmiert: Das Löschgruppenfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr verfügt über manuelle Leitern. Mit der Schiebeleiter konnte die Katze behutsam aus luftiger Höhe gerettet und ihrer überglücklichen Besitzerin übergeben werden. Während des Einsatzes war die Einsiedler-Ivo-Straße zeitweise nur einseitig befahrbar. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. Die Autofahrer, das sei am Rande erwähnt, verhielten sich sehr diszipliniert. Vor Einbruch der Dunkelheit war der Einsatz für alle Feuerwehrkräfte beendet.              M. Drossel

 


Laternenumzug: zu Ehren des Heiligen Martin gesungen und gefeiert

War dies der Beginn einer verheißungsvollen Schauspielkarriere? Die Teilnehmer der Martinsfeier jedenfalls staunten nicht schlecht, wie souverän die erst sechs Jahre alte Jana ihre Rolle als Heiliger Martin spielte. Auf ihrem Steckenpferd „ritt“ sie durch die spärlich beleuchtete Sankt-Laurentius-Kirche, als habe sie noch nie etwas anderes gemacht, teilte gekonnt und mit einem Lächeln auf den Lippen den purpurfarbenen Mantel und hängte ihn sodann Bettler Max um. Kaum zu glauben, dass Jana in diesem Jahr zum ersten Mal den mildtätigen römischen Soldaten spielte, der der Legende nach mit seinem selbstlosen Handeln einem armen, im Schnee sitzenden Mann das Leben rettete.

Der Martinsfeier mit anschließendem Laternenzug hatten die Kinder des Dorfes regelrecht entgegengefiebert. Stolz hatten sie ihre Lampions mitgebracht: Piraten, Drachen, Feen, Schweinchen, Sterne, Einhörner – die Motive waren vielfältig. Organisiert hatten die Martinsfeier Angela Hennemann und Sonja Göbel. Und die Kinder trugen Fürbitten vor.

Sowohl in der Kirche als auch auf dem Weg vom Gotteshaus zum Feuerwehrhaus wurde kräftig gesungen. Die vielen bunten Lichter waren ein toller Anblick. Dank Frank und Michael Hennemann, die den Martinsumzug absicherten, konnten die Kinder die ganze Straßenbreite nutzen. Das Absichern war auch dringend nötig: Einmal mehr zeigte sich, dass längst nicht jeder Autofahrer sich an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern hält. Ganz im Gegenteil. Im Feuerwehrhaus klang die Feier zu Ehren des Heiligen von Tours bei Kinderpunsch, Wienerla und Laugenbrezen aus.   Markus Drossel



„Mitfahrbänkla“ macht Menschen mobil

Start des landkreisübergreifenden Bürgerprojekts – Die moderne Art des Trampens

EBENSFELD/ZAPFENDORF  Mal schnell zum Arzt, ein Rezept holen, im Supermarkt ein Pfund Butter besorgen oder sich mit der Freundin im Nachbarort auf einen Plausch bei Kaffee und Kuchen treffen? Für Besitzer eines Autos ist das kein Problem. Wer jedoch fernab der Zentren wohnt und keinen fahrbaren Untersatz sein Eigen nennt, der tut sich schwer. „Dabei fahren wir doch so oft zwischen den Orten hin und her und hätten nicht selten Platz, jemanden mitzunehmen, der Interesse hätte“, dachte sich Angela Hennemann. So entstand in Oberleiterbach aus einer Idee das Projekt „Mitfahrbänkla“, in dem mittlerweile nicht nur die Marktgemeinden Ebensfeld und Zapfendorf zusammenarbeiten, sondern auch die Kreise  Bamberg und Lichtenfels, unterstützt von „Oberfranken Offensiv“. Zum symbolischen Startschuss trafen sich die Projektbeteiligten direkt an der Nahtstelle der Landkreise.

Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich beleuchtete in seinen Grußworten die Geschichte des interkommunalen Projekts: Entstanden sei die Idee im Gemeindeteil Oberleiterbach, und Angela Hennemann, die 2. Vorsitzende des Gartenbauvereins, habe dann Gespräche mit den beiden Markgemeinden gesucht. Lange vor Projektstart wurde eine WhatsApp-Gruppe zur Absprache gegründet, ein Fahrplan mit den Kernzeiten zusammengetragen und dann für den Ort ein Prototyp eines „Mitfahrbänkla“ errichtet. Das Schild hierfür designten und produzierten Roland Amon und Andrea Senger – aus, wie sollte es anders sein, Oberleiterbach (Zapfendorf) und Ebensfeld. „Diese ehrenamtliche Arbeit der Oberleiterbach ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr“, lobte der Rathauschef und sprach von einer neuen Art der Mobilität.

Ein farbenfroher Hingucker

Dittrich dankte „Oberfranken Offensiv“ und dem Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken, die die Kommunen je mit einem Zweierset „Mitfahrbänkla“ unterstützen. Dank ihrer Farbgebung in himmelblau, maigrün und signalrot sind sie ein Hingucker an ihrem Standort und schwer zu übersehen. Am Schild über der Sitzgelegenheit kann der Interessent, der gerne mitgenommen werden möchte, einstellen, wohin die Reise gehen soll. Eines der Zapfendorfer „Mitfahrbänkla“ soll an der Hauptstraße in Höhe der katholischen Kirche stehen, das zweite wäre in einem Gemeindeteil wie Kirchschletten oder auch in Unterleiterbach denkbar. Fix ist, dass der Markt Ebensfeld eine seiner Sitzgelegenheiten in Höhe der ehemaligen Tankstelle Berthold (Hauptstraße) montieren wird. Und die andere? „Wahrscheinlich im Kellbachgrund, also in Prächting oder Kleukheim“, sagte Bürgermeister Bernhard Storath im Gespräch mit dieser Redaktion. „Und ich hoffe, dass das Bänkla bald nicht mehr so nagelneu glänzt, sondern viel genutzt wird und dadurch abgewetzt.“ Das „Mitfahrbänkla“ sei die moderne Weiterentwicklung des Trampens.

Bambergs Landrat Johann Kalb lobte die ebenso einfache wie geniale Idee. Und er ließ durchblicken, dass der Landkreis mit dem Gedanken spiele, interessierten Kommunen die ein oder andere „Mitfahrbank“ zu spendieren, um die Hilfe zur Selbsthilfe voranzutreiben. Helmut Fischer, der Stellvertreter des Lichtenfelser Landrats, betonte, dass die Zusammenarbeit der Landkreise Lichtenfels und Bamberg immer sehr gut funktioniere. Er ließ durchblicken, dass er auch im Kreis Lichtenfels eine zweite Kommune gebe, die „Mitfahrbänkla“ aufstelle, um Menschen und Orte zu verbinden: eben Michelau.

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„Ich find‘s a geila G’schicht‘.

Ich würd‘ sofort jemanden

mit’m Auto mitnehma,

wenn da aner drauf sitzt.“

Frank Ebert,

„Oberfranken Offensiv“

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„Ich find‘s a geila G’schicht‘. Ich würd‘ sofort jemanden mit’m Auto mitnehma, wenn da aner drauf sitzt“, sagte Frank Ebert, Geschäftsführer von „Oberfranken Offensiv“, beim Ortstermin. „Oberfranken Offensiv“ und dem Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken seien regelrecht überrannt worden, als sie bekannt machten, dass man „Mitfahrbänkla“ spendieren wolle. „Wir hatten knapp 50 Bewerbungen von Kommunen innerhalb von zehn Minuten.“ So stockte man die ursprünglich geplanten zehn Sitzgelegenheiten kurzerhand auf 40 auf. Gefertigt wurden diese bei den Werkstätten der Diakonie Neuendettelsau in Himmelkron.

Hoffen auf rege Beteiligung

„Die ,Mitfahrbänkla‘ sind kein Ersatz für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, wohl aber eine Ergänzung“, stellte Ebert heraus. „Er Erfolg hängt stark davon ab, wie die Kommunen die Idee transportieren.“ Es gelte also, in Gemeindeblättern sowie von Mund zu Mund Werbung zu machen.

„Was braucht ein Dorf um auch in der Zukunft für alle Altersgruppen attraktiv zu sein?“: Projektpatin Angela Hennemann erläuterte, dass diese Frage eine der zentralen sei, die man sich im oberfränkischen Golddorf Oberleiterbach immer wieder gestellt habe. So habe man sukzessive am Dorf und am dörflichen Miteinander gearbeitet, habe Projekte ausgearbeitet und angepackt. Stellvertretend nannte sie das kostenlose Internet im und am Gemeinschaftshaus, die Neugestaltung des Spielplatzes sowie der für die Denkmalschutzmedaille vorgeschlagene Historische Dorfrundgang, der mittels QR-Code Historie und Moderne verbindet.

„Mit dem interkommunalen, oder besser gesagt landkreisübergreifende ,Mitfahrbänkla‘, dieser Vernetzung beider Marktgemeinden und Landkreise bieten wir allen Bürgern eine Möglichkeit, über die bisherigen Grenzen hinweg mobil zu sein. Ich hoffe,  die Bürger nutzen diese rege, sodass die Mitfahrbänke schon bald nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind.“ Getreu dem Motto, das das Dorf sich selbst gegeben hat: „Wo Zukunft schon heute ist“.

 

Infobox: So funktioniert das „Mitfahrbänkla“

In der Anfangsphase gibt es beim Projekt „Mitfahrbänkla“ hauptsächlich Beförderungsmöglichkeiten entlang der Achsen Ebensfeld-Oberleiterbach und Ebensfeld-Unterleiterbach-Zapfendorf sowie in den Gegenrichtungen. Wer mitgenommen werden will, nimmt auf den dafür vorgesehen Sitzgelegenheiten Platz und wartet auf einen Autofahrer, der ihn zum Ziel befördert. Jeder Autofahrer ist eingeladen, sich zu beteiligen. Es gibt jedoch keinen Beförderungsanspruch. Die Teilnehmer sind versichert: Bei Unfällen greift die Kfz-Haftpflicht beziehungsweise Privathaftpflichtversicherung. Die Teilnahme am „Mitfahrbänkla“ wird ab 16 Jahren empfohlen, darunter liegt es in der Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten. Die größte Chance auf ein „Bürgertaxi“ haben Interessenten montags bis freitags zwischen 7 und 9 Uhr, zwischen 12 und 14 Uhr sowie zwischen 16 und 17 Uhr.

Wer Fragen hat, in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen werden will oder sein Dorf an das Projekt „Mitfahrbänkla“ angliedern möchte, wendet sich an Angela Hennemann, E-Mail: angela.hennemann@gmx.de. Weitere Informationen auch auf der Homepage www.oberleiterbach.de


Kirchweihgaudi trotz „Wackel-Wetter“

Feuerwehr verwöhnt die Gäste nach allen Regeln der Kunst – Viele zufriedene Gesichter

OBERLEITERBACH Nein, so richtig gut meinte Petrus es in diesem Jahr nicht mit den Lätterbochern: Am Freitag und am Montag, den beiden Haupttagen der Kerwa, schickte er dunkle Wolken und Regen statt der erhofften Sonnenstrahlen ins Bundesgolddorf. Davon ließen sich die Gäste aber nicht abhalten: Sie kamen zahlreich und ließen sich vom Team der Feuerwehr nach allen Regeln der Kunst verwöhnen.

Trotz der Konkurrenz im Umfeld entschieden sich viele Genießer für einen Besuch in Oberleiterbach. Selbst aus dem Landkreis Kronach gesellten sich Gäste an die Tische im Gemeinschaftshaus. Dass die Feuerwehrler zur Kerwa Köstliches zum fairen Preis anbietet, hat sich eben herumgesprochen. Schlachtplatte, Knöchla, Haxen, Schäuferla, Pfannenschnitzel und Co. fanden reißenden Absatz. Wohl dem, der einen Platz ergatterte.

Bereits zum Auftakt war in der mit Feuerwehrschläuchen dekorierten und in Feuerwehrrot beleuchteten „löschBAR“ richtig viel los. Etliche der Gäste machten die Nacht zum Tage und feierten ausgelassen in die Morgenstunden. Am Samstag wurde es dann sportlich: Beim Kirchweih-Gaudifußballspiel ging es sehr fair und erstaunlich rassig zur Sache. Dabei zeigte nicht nur der Nachwuchs, was in ihm steckte, auch so mancher Fußballveteran spielte auf, als habe er seine Stollenschuhe niemals an den berühmten Nagel gehängt. Das Ergebnis war zweitrangig: Die Gäste beklatschten jedes Tor und jede sehenswerte Aktion. Und von beiden gab es reichlich.

Nach dem Festgottesdienst mit Kurian Chakupurackal in der Sankt-Laurentius-Kirche ging es am Sonntagmorgen beim Frühschoppen zünftig zu. Der Rest des Festsonntags gehörte dann familiären Feiern: Die Feuerwehr pausierte, die Organisatoren hatten Zeit zum Durchschnaufen. Am Montag blieben aufgrund des Wetters Hüpfburg und Torwand am Montag eingemottet. Was aber nicht bedeutete, dass die Gäste nicht trotzdem rundum zufrieden waren. Stattdessen lobten sie die ihnen servierten Genüsse in den höchsten Tönen, auch in der „löschBAR“ ging es noch einmal bis in die frühen Morgenstunden rund. Und so fiel die Bilanz von Vorsitzendem Philipp Kunzelmann trotz des unpassenden Wetters positiv aus.

Kerwa is...

Es gibt Feste, denen eilt ihr Ruf voraus. Die Kirchweih in Oberleiterbach ist eines von ihnen. Der Grund: Die Feuerwehr bietet ihren Gästen an den Festtagen schmackhafte Speisen zu fairen Preisen, die es anderswo so schon lange nicht mehr gibt. Für die typisch fränkische Schlachtplatte und die zarten Knöchla am Freitagabend beispielsweise und die hausgemachten Pfannenschnitzel, die deftigen Haxen und die knusprigen Schäuferla am Kerwamontag nehmen die Besucher teils weite Anreisen auf sich. Die Feiertage für den Gaumen starten heuer am Freitag, 31. August. Den Festgottesdienst in „Sankt Laurentius“ am Sonntag, 2. September, hält Pfarrer Kurian Chakupurackal ab 9 Uhr.

Seit vielen Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr um die Vorsitzenden Philipp Kunzelmann und Benedikt Hennemann Ausrichter des weltlichen Teils der Kerwa. Die Schlemmerreise am Gemeinschaftshaus im Eichenweg beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit den Spezialitäten Schlachtplatte und Knöchla, aber auch ofenfrischen Pizzen und Schmankerln vom Grill. Zum Ausschank gelangen einmal mehr die Getränkespezialiäten der Merkendorfer Brauerei Hummel.

Um 20 Uhr öffnet dann die mit Feuerwehrutensilien stilecht dekorierte löschBAR ihre Tore, und das gleich mit einer Happy Hour (bis 21 Uhr). Freunde härterer Getränke freuen sich auf eine große Auswahl von Drinks und Longdrinks, die wohl keine Wünsche offen lässt.

Am Sonntag nach dem Festgottesdienst lädt die Feuerwehr zum Frühschoppen am Gemeinschaftshaus ein (bis 12 Uhr). Der Haupttag ist traditionell der Kirchweihmontag: Am 3. September geht es ab 16 Uhr in die Vollen. Der Gast hat bei Pfannenschnitzel, Haxen, Schäuferla, Pizzen und herzhaften Grillspezialitäten die Qual der Wahl. Ab 20 Uhr gibt das Team der löschBAR noch einmal Gas, eine Stunde lang gibt es dort Hochprozentiges zum Sonderpreis. Dass in der löschBAR die Nacht zum Tage gemacht werden darf, versteht sich von selbst.

Oberleiterbach darf sich seit diesem Jahr eines der schönsten Dörfer Bayerns nennen. Die Lätterbocher sind stolz, im Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Silbermedaille geholt zu haben. Kein Wunder, ist der Geburtsort von Einsiedler Ivo Hennemann (der aus Joseph Victor von Scheffels Frankenhymne) doch geprägt von liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern, über die Interessenten beispielsweise im Rahmen des bayernweit einzigartigen Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code mehr erfahren können. Darüber hinaus erzeugt der Ort, genauer gesagt die örtliche Energiegenossenschaft, weit mehr regenerativen Strom und Wäre aus nachwachsenden Rohstoffen, als er benötigt. Weiterführende Informationen zum Ort und dem regen Vereinsleben gibt es im Internet auf der Homepage www.oberleiterbach.de.

Im vergangenen Jahr feierte die Sankt-Laurentius-Kirche ein besonderes Jubiläum: Das schmucke Gotteshaus mit der Welschen Haube wurde 500 Jahre alt und im Vorfeld aufwändig sowie mit viel Eigenleistung restauriert. Erzbischof Ludwig Schick, der gleich zweimal in das Dorf im Markt Zapfendorf kam, war überaus angetan vom bürgerschaftlichen Engagement und lobte die Oberleiterbacher in den höchsten Tönen. Als die heutige Kirche „Sankt Laurentius“ 1517 feierlich konsekriert wurde, gehörten die Oberleiterbacher Katholiken noch zur Pfarrei Ebensfeld. Als 1625 im nahen Kleukheim eine Pfarrei entstand, baten die Lätterbocher wenig später, dieser zugeteilt zu werden. 1654 erfüllte der Bamberger Bischof ihren Wunsch. Doch bereits 1698, als Kirchschletten von der Pfarrei Zapfendorf abgetrennt wurde, kamen die Oberleiterbacher zu dieser neuen Pfarrei.

Es gibt Belege dafür, dass das heutige, trutzig wirkende Gotteshaus nicht das erste an dieser Stelle ist. So wurde 1489/90 eine „kirchmawer“ erwähnt, was auf einen Vorgängerbau schließen lässt. Im Gewölbe des Chors der Laurentiuskirche jedenfalls ist das Jahr 1517 für die Nachwelt erhalten geblieben, dazu ein nicht identifizierbares Stifterwappen. Der Erbauer des (Bad) Staffelsteiner Rathauses, der in Kaider geborene und in Stübig ansässige Adam Kuntzelmann, fertigte im Jahr 1681 die charakteristische Welsche Haube.

 


Das „Rote Pferd“ durch die Nacht gejagt

Besuchermassen lassen Dorffest zum großen Erfolg werden – Schon nachmittags proppenvoll

Oberleiterbach Mit dem „Böhmischen Wind“ bliesen „Dieter und seine Musikanten“ die Regenwolken fort, zum „Hochachtungsmarsch“ ließ sich die Sonne dann erstmals blicken, beim Titel „Sommernachtsfest“ bestand kein Zweifel mehr, dass das Wetter halten würde – und beim Posaunensolo von Klaus Sünkel mussten die Organisatoren sich sputen und flugs die Reservegarnituren aufstellen: Einmal mehr war das Dorffest des Soldaten- und Kameradschaftsvereins ein Publikumsmagnet. Schon am frühen Nachmittag ließen es sich mehrere hundert Besucher auf dem Festplatz am Eichenweg so richtig gut gehen.

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Die Regen- und Hagelschauer aus dem vergangenen Jahr hatte Dieter Zapf noch gut in Erinnerung. Heuer war er bester Laune, moderierte und leitete das zwei Dutzend Musiker starke Ensemble mit viel Schwung und sang sich zusammen mit Duettpartnerin Hilde in die Herzen der Besucher. Die beliebte Kapelle, ein Zusammenschluss von versierten Blasmusikfreunden aus Ober- und Unterfranken, hatte einen bunten Strauß aus böhmisch-mährischen Melodien geschnürt. Das Publikum goutierte die erstklassige Nachmittagsunterhaltung mit reichlich Applaus.

Musik für alle Generationen

Ab dem frühen Abend trieb das Trio „Mainfieber“ das Stimmungsbarometer weiter nach oben. Jürgen und Bernd Donath sowie Hubert „Pfloggy“ Wolf hatten viele Hits und Evergreens im Gepäck. Zu „Ich bin geboren, um Dich zu lieben“ wurde getanzt, zum „Kufsteinlied“ sich beim Nachbarn untergehakt und geschunkelt, beim Oberfrankenlied kräftig mitgesungen und „Rock Mi“ kräftig mitgeklatscht. Mittlerweile war die Gästezahl weit ins Vierstellige gestiegen: Was für ein Erfolg.

Hochstimmung herrschte auch auf der Hüpfburg, und das den ganzen Tag über. Immer wieder pendelten die Kinder zwischen dem blauen „Luftschloss“ und dem angrenzenden Spielplatz hin und her. Rutschenhaus, Kletterturm, Schaukeln, Seilbahn, Wipptiere, Sandkasten: Die kleinen Gäste waren selig und wussten gar nicht, wo sie zu erst spielen sollten. Und die Eltern brauchten sich nicht sorgen, denn der Straßenzug rund um das Dorffest war an Mariä Himmelfahrt allein den Feiernden vorbehalten.

„Kompliment“ für die Gastgeber

Als es längst schon dunkel war und „Mainfieber“ „Ein Kompliment“ von Sportfreunde Stiller anstimmten, so war das durchaus auch als Dankeschön für und Hommage an die Veranstalter zu verstehen: Vor 21 Jahren spielten die Musiker zum ersten Mal bei diesem Fest und sie hatten auch heuer erkennbaren Spaß an der Sache. So sehr, dass sich Jürgen Donath sogar noch zur Kinderanimation hinreißen ließ, beim „Bobfahrerlied“ sich mächtig in die Kurven legte, beim „Fliegerlied“ die Muskeln spielen ließ und das „Rote Pferd“ durch die Nacht jagte. Die Kinder taten es ihm gleich – und die Erwachsenen feuerten sie kräftig an. In der Freiluftbar war noch bis deutlich nach Mitternacht Betrieb.    M. Drossel

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Geschichtsdetektive knobeln sich durchs Dorf

„Historische Schnitzeljagd“ begeistert die Kinder – Am Ende eine süße Überraschung

OBERLEITERBACH „Wo Zukunft schon heute ist!“ Romy, Alexander, Philipp, Anna, Max und Andrea schreien den Satz mit Inbrunst. Gespannt blicken sie sich auf dem Dorfplatz um. Was wird nun passieren? Dass das Lösungswort der „historischen Schnitzeljagd“ stimmt, da sind sie sich sicher. Es ist schließlich das Motto des Dorfes, in dem sie gerade unterwegs sind. Aber nun? Sie rufen erneut den Slogan, sondieren ein weiteres Mal die Lage. „Da!“ Wie von Zauberhand öffnet sich das Tor des Feuerwehrhauses. Die Kinder stürmen los. Die Schatztruhe haben sie längst erblickt.

Eingeladen hatte zur Schnitzeljagd der besonderen Art hatte die Dorfjugend um die Leiterinnen Angela Hennemann und Sonja Göbel. Im Nu waren die begehrten Plätze belegt, junge Geschichtsdetektive aus den Märkten Zapfendorf und Ebensfeld hatten sich angemeldet. Mit Tablet und Smartphone bewaffnet, ging es mit Start am Gemeinschaftshaus auf Spurensuche. Die Fragen, die ihnen mit auf den Weg gegeben wurden, waren teilweise gar nicht so einfach. Was bitteschön ist ein Büttner? Was kostete im Jahr 1967 in der ehemaligen Gastwirtschaft „Jägersruh“ genau 80 Pfennig? Auf den Tafeln des Historischen Dorfrundgangs standen einige der gesuchten Informationen, längst aber nicht alle. Also wurden die Mobiltelefone gezückt und flugs die QR-Matrix gescannt. „Aha, ein Stück Torte war es also, das 80 Pfennig kostete“: Antonia und Sarah haben es herausgefunden.

Dass der Bach durch den Ort der Leiterbach ist und das Dorf sich einst in Oberend und Unterend teilte, ist für die Geschichtsdetektive kein Problem. „Aber wisst ihr denn, was ein Walmdach ist?“ Angela Hennemann blickt in viele fragende Gesichter. „Das ist wie bei der Frisur von Anna: Das Hausdach hat quasi einen Pony“, erklärt die Leiterin der Dorfjugend anschaulich und kindgerecht. Anna nickt: So ist das also.

„Gab es früher denn nur ein Klassenzimmer ist der alten Schule?“ Marie mag es gar nicht glauben, was sie auf der Informationstafel gelesen hat. „Ja, früher wurden alle Kinder des Dorfes in nur einem Klassenzimmer unterrichtet“, bestätigt Angela Hennemann. „Und der Lehrer wohnte hier auch.“ Diesem Umstand kann Marie wiederum etwas Positives abgewinnen: „Er hatte es also nicht weit zur Schule.“

Etwas mehr als 90 Minuten dauert die „historische Schnitzeljagd“ im Rahmen des Sommerferienprogramms. Die Geschichtsdetektive erfahren, dass Oberleiterbach einst eine Tageskegelbahn hatte, was ein Dreiseithof ist, das „Kruzifix“ nichts anderes als Kreuz bedeutet, wie Landwirtschaft früher funktionierte, dass einst fast jedes Haus einen Hausnamen hatte – und vieles mehr. Der Start ist auch das Ziel: Am Spielplatz tragen sie die Lösungsbuchstaben auf dem Rätselbogen ein, rufen stolz den Satz – und werden mit reichlich Süßigkeiten aus der Schatztruhe belohnt. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Anika im Anschluss. Ja, das finden auch die anderen, und mampfen genüsslich ihre süße Beute. So spannend kann Geschichtsunterricht im Freien sein, selbst in den großen Ferien.

Das Schülerrätsel auf Basis des Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ist kostenlos und als Download auf der Seite www.oberleiterbach.de zu finden. Einzige Voraussetzung ist ein internetfähiges Tablet oder Smartphone, und schon kann der Knobelspaß beginnen.

 

Entlang des Historischen Dorfrundgangs gibt es für die Kinder einige knifflige Fragen zu beantworten. Nach und nach erarbeiteten sich die Geschichtsdetektive so einen Lösungssatz. Foto: Martina Drossel

Ein „Zehner“ auf die 100-Meter-Distanz

Leonhard Eberth sichert sich den Wanderpokal beim Pokalschießen

Von Martina Drossel

OBERLEITERBACH   Da staunten die anderen Teilnehmer aber nicht schlecht: Leonhard Eberth legte beim Pokalschießen das Großkaliber-Gewehr mit Zielfernrohr auf die 100-Meter-Distanz an, zielte und schoss, als wäre es das Leichteste der Welt. Der satte „Zehner“, den das Blatt auf der Schießanlage am Wolfsanger anzeigte, war einfach nicht zu toppen. Der Wanderpokal der Schießgruppe des Soldaten- und Kameradschaftsvereins, einmal mehr ausgeschossen mit einer für die heimischen Sportschützen er ungewöhnlichen Langwaffe, war ihm nicht zu nehmen.

Auch sonst konnte Schießleiter Stephan Metzner zufrieden sein: Die Beteiligung war gut am Pokalschießen im Waldschießhaus, auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Neben dem Wettbewerb um den Wanderpokal gab es noch das eigentliche Pokalschießen mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf der 50-Meter-Distanz. Diesen Wettbewerb entschied Stefan Amon für sich, gefolgt von Georg Seelmann und Ludwig Hennemann. Schießleiter Metzner nahm die Preisverteilung im Rahmen einer Brotzeit im Gemeinschaftshaus Oberleiterbach vor.

Nach dem sportlichen Höhepunkt folgt an Mariä Himmelfahrt der kulturelle: Der Soldaten- und Kameradschaftsverein lädt ab 14 Uhr zum Dorffest auf dem Festplatz am Gemeinschaftshaus am Eichenweg ein. Am Nachmittag spielen „Dieter und seine Musikanten“ auf und haben einen bunten „Strauß“ an Blasmusikmelodien im Gepäck, am frühen Abend übernehmen „Mainfieber“ mit Oldies, Schlagern und Hits von heute. Weitere Informationen rund um den Soldaten- und Kameradschaftsverein gibt es im Internet unter www.oberleiterbach.de.

Mit dem Sieger des Wanderpokals, Leonhard Eberth (4. v. li.), und Schießwart Stephan Metzner (3. V. li.): Die erfolgreichen Schützen der Schießgruppe des Soldaten- und Kameradschaftsvereins mit ihren Trophäen.           Foto: Martina Drossel

Blasmusik und Partyhits an Mariä Himmelfahrt

„Dieter und seine Musikanten“ und „Mainfieber“ spielen beim Dorffest

Frenetischer Applaus, eine johlende Menge und rundum zufriedene Gesichter: Die Premiere eines Dorffests mit zwei Musikgruppen kam im vergangenen Jahr prächtig an. So lassen sich die Mitglieder des Soldaten- und Kameradschaftsvereins auch heuer an Mariä Himmelfahrt: Beim 41. Dorffest ab 14 Uhr auf dem Festplatz am Eichenweg spielen zunächst „Dieter und seine Musikanten“ auf, ehe am frühen Nachmittag „Mainfieber“ das Stimmungsbarometer in die Höhe treiben. Und noch etwas hat sich nicht geändert: Die Preise für Speis‘ und Trank bleiben familienfreundlich niedrig.

Weit ausladende Bäume, ein riesiger Spielplatz gleich am Festplatz, heimisches Bier, schmackhafte Speisen und traditionellen böhmisch-mährischen  Blasmusik am Nachmittag und Tanz-, Schunkel- und Stimmungsweisen am Abend bis in die Nacht: Es gibt viele gute Gründe, zum Dorffest in eines der schönsten Dörfer Bayerns zu kommen. Musikalisch machen Dieter (Zapf) und seine gut zwei Dutzend Musikanten den Anfang. Im vergangenen Jahr spielten und sangen sie sich mit Löffelpolka, „Böhmischer Traum“ sowie fulminanten Märschen in die Herzen der Besucher. Auch für dieses Jahr hat das Ensemble, das ein Zusammenschuss aus Aktiven von heimischen Kapellen ist, wieder so einige Highlights der Blasmusik im Gepäck. Da schmecken Kaffee und selbst gebackene Torten und Kuchen gleich doppelt so gut.

Am frühen Abend entern die beliebten Entertainer von „Mainfieber“ die Bühne am idyllischen Festplatz. Die Unterhaltungsprofis haben für ihre für ihre Freunde wieder ein Feuerwerk an Schunkelhits, Gute-Laune-Songs und Gassenhauern im Gepäck. Dann heißt es unterhaken, tanzen, mitsingen und feiern bis in die Nacht hinein. Bernd und Jürgen Donath sowie Hubert „Pfloggy“ Wolf verwöhnen mit einem kunterbunten Strauß an beliebten Melodien.

Kids können beim Dorffest, fernab von nervigem Autoverkehr, auf dem großzügigen Spielplatz nach Herzenslust toben und tollen, während Erwachsene der Musik frönen und die leckeren Speisen sowie die Getränkespezialitäten der Merkendorfer Brauerei Hummel genießen. Die Maß Bier kostet nur günstige fünf Euro.

Ab 14 Uhr schicke die fleißigen Helfer des Dorffests ihre Gäste auf eine kulinarische Schlemmerreise. Neben Kaffee, Torten und Kuchen am Nachmittag gibt es im Laufe des Tages selbst gemachten weißen Käs‘ und Gerupften, Bismarck- und Lachsbrötchen, ofenfrische Pizzen, Hausmacher-Bratwürste und Steaks sowie ab 16 Uhr auf kalten Braten zu herzhaftem Bauernbrot. Abends öffnet die Bar ihre Tore. Der Festplatz ist ab der Ortsmitte bestens ausgeschildert. Parken können Gäste in unmittelbarer Nähe des Dorffests. M. Drossel


Auf Zeitreise in Oberleiterbach: „historische Schnitzeljagd“ am Freitag, 10. August

Der August ist der Reisemonat schlechthin. Auch die Leitung der Jugendgruppe Oberleiterbach schickt Interessenten am Freitag, 10. August, auf Reisen – allerdings nicht nach Italien, Spanien oder Griechenland, sondern auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit des Dorfes. Auf Grundlage des bayernweit einzigartigen und weithin bekannten Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ist nämlich ein „Spaziergang in die Geschichte“ für Kinder entstanden, der Langeweile definitiv keine Chance lässt.

Anmelden zu dieser besonderen Schnitzeljagd können sich Kinder ab sechs Jahren (jüngere Kinder mit Begleitperson). Die kleinen Geschichtsdetektive sollten, soweit vorhanden, ein Smartphone mitbringen, auf dem ein QR-Code-Leser installiert ist. Ebenso sollten sie einen  Bleistift und einen Radiergummi dabei haben – und ganz viel Lust auf Knobelei.  Am Schluss erwartet die Teilnehmer eine kleine Überraschung. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 15 „Zeitreisende“ beschränkt. Los geht es um 15 Uhr am Gemeinschaftshaus.

Eine Anmeldung erfolgt bis Montag, 6. August, bei Angela Hennemann unter der Rufnummer (09547) 8705441.


Silbermedaille für Oberleiterbach

Landeskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt Entscheidung bekannt – Kein Gold für Oberfranken

 Oberleiterbach   Zwei Wochen lang bereiste die Landeskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Golddörfer aus dem Bezirksentscheid, um aus ihnen heraus die Sieger auf Bayernebene zu küren. Am Freitag gingen die Juroren in Klausur, am Montagnachmittag lüfteten sie das bis dato bestens gehütete Geheimnis: Oberleiterbach, der Hoffnungsträger des Landkreises Bamberg, hat die Silbermedaille geholt. Für die oberfränkischen Dörfer gab es diesmal kein Gold.

Stolz statt Trauermiene

„Wir sind stolz, die Silbermedaille im Landeswettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ erreicht zu haben“, sagt Harald Hümmer, der Vorsitzende des Gartenbauvereins, auf Nachfrage dieser Redaktion. „Wir sind nicht traurig, dass es nicht zu Gold gereicht hat. Ganz im Gegenteil: Dank des Engagements der Dorfbewohner haben wir in den vergangenen Jahren unser Dorf deutlich weiterentwickelt. Dadurch wurden wir zu einem der schönsten Dörfer Oberfrankens. Und das ist großartig!“ Auch in Zukunft werden man in den Bemühungen nicht nachlassen.

„Die Teilnahme am Wettbewerb war für uns eine Triebfeder, doch wir werden auch ohne diesen weiter an uns und unserem Dorf arbeiten. Denn Oberleiterbach hat Zukunft, das steht außer Frage.“ Einer der ersten Gratulanten zum Landessilber ist Bürgermeister Volker Dittrich. „Nur durch Wochen, Monate und Jahren von Vorarbeit von Allen genannten konnte die Silbermedaille errungen werden“, freut er sich mit den Oberleiterbachern. Er hebt das unermüdliche und ehrenamtliche Engagement und den hervorragenden Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft hervor. „Es ist der Leistung von euch Bürgern zu verdanken. Darauf könnt ihr stolz sein! Meinen Glückwunsch zu Silber im Landesentscheid!“ Bambergs Landrat Johann Kalb betont: „Wir sind stolz auf unsere Oberleiterbacher. Zu Gold hat es nicht ganz gereicht, aber auch mit der Silbermedaille nimmt Oberleiterbach einen herausragenden Spitzenplatz in ganz Bayern ein.“ An die Oberleiterbacher gerichtet, sagt er: „Euer Einsatz hat wieder enorme Anerkennung erfahren und ich gratuliere Euch ganz herzlich zu diesem riesigen Erfolg.“

 

„Dank des Engagements der Dorfbewohner haben wir

unser Dorf deutlich

weiterentwickelt. Dadurch wurden wir zu einem der schönsten Dörfer

Oberfrankens. “

Harald Hümmer,

Vorsitzender Gartenbauverein

 

Am Wettbewerb haben sich auf Kreisebene in Bayern 237 Dörfer beteiligt, von denen 67 in den Bezirksentscheid zugelassen wurden.

Drei  der 15 Dörfer aus dem Landesentscheid qualifizierten sich für den Bundesentscheid: Gestratz im Landkreis Lindau in Schwaben, Hellmitzheim (Stadt Iphofen) Landkreis Kitzingen in Unterfranken und Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern. Silber gab es darüber hinaus noch für einen weiteren Vertreter aus Oberfranken, für Harsdorf im Landkreis Kulmbach.

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