Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2018: Mitstreiter um die Goldmedaille auf Landesebene

Der Gartenbauverein Oberleiterbach macht mit bei der „Billion Tree Campaign“

Video und mehr Informationen durch Klick auf das Logo
2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Wettbewerb auf Landesebene
Oberleiterbach feiert mit!

Ziel von „Plant for the Planet“ ist es, durch das Pflanzen von Bäumen dem Klimawandel entgegenzuwirken.  Im Rahmen der Dorferneuerung und des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden in Oberleiterbach bereits mehr als 50 Bäume gepflanzt. Informationen zu „Plant for the Planet“ finden Interessenten unter www.plant-for-the-planet.org/de.

Hier geht`s zum Baumzähler des Gartenbauvereins Oberleiterbach. www.billion-tree-campaign.org/117041

Hier haben wir uns ein Ziel gesetzt, welches wir in einem Menschenleben erreichen möchten. 


„Mitfahrbänkla“: Service von Bürgern für Bürger startet am 1. Juli

Marktgemeinden Ebensfeld und Zapfendorf vereinbaren Testphase bis Ostern 2019 - Initiative kommt aus Oberleiterbach

21.06.2018   Mal eben

zum Einkaufen fahren, weil man dringend noch etwas braucht, mal eben eine Freundin auf eine Tasse Kaffee besuchen oder den (Fach-)Arzt konsultieren, weil es gerade zwickt und zwackt, oder in der Apotheke ein Medikament abholen: Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist für Personen auf dem Land, die kein Auto, Moped oder Mofa zur Verfügung haben, ein großes Problem. Vor allem Senioren, aber auch Jugendliche  haben  oft nicht die Möglichkeit, mal schnell etwas zu erledigen. Teure Taxen kann sich nicht jeder leisten – und der öffentliche Personennahverkehr ist nicht wirklich gut ausgebaut.

Um die Lebensqualität in ihrem Dörfchen zu steigern, haben die Oberleiterbacher das interkommunale Projekt „Mitfahrbänkla“ auf die Beine gestellt. Mit ihrer Idee und deren Umsetzung stießen die Verantwortlichen um 2. Gartenbauvereinsvorsitzende Angela Hennemann Volker Dittrich und Bernhard Storath, den Bürgermeistern von Zapfendorf und Ebensfeld, nicht nur auf offene Ohren, sondern auch auf Begeisterung.

Mehrere Anlaufstellen

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Sitzbänke an der Ecke Reuthloser Straße/Peusenhofer Weg in Oberleiterbach, an der katholischen Kirche in der Hauptstraße in Zapfendorf und in Ebensfeld an der ehemaligen Gastwirtschaft Neuner (Hauptstraße/Ecke Kirchgasse) werden  mit Schildern „Mitfahrbänkla“ versehen.  Alle genannten Standorte sind Startpunkte und Ziele zugleich. Wer von einem „Mitfahrbänkla“ zum nächsten möchte, setzt sich und wartet auf eine Mitfahrgelegenheit. Um Wartezeiten zu vermeiden, kann der Interessent sich zuvor auf www.oberleiterbach.de informieren, denn es gibt, neben spontanen Fahrmöglichkeiten, auch regelmäßige Zeiten, die auf der Internetseite zu lesen sind. Wer sich in die zugehörige WhatsApp-Gruppe eintragen lässt, kann seine Fahrzeiten exakt planen. Hier informieren die Teilnehmer am Projekt, wann sie gedenken, in Richtung Zapfendorf oder Oberleiterbach zu fahren (und wann zurück). Außerdem können Interessenten anfragen, wann denn jemand fährt.

Die Marktgemeinden Zapfendorf und Ebensfeld stehen voll hinter dem interkommunalen Projekt. Sie haben die Projektphase, die am 1. Juli startet, zunächst bis Ostern 2019 begrenzt. Sollte der Zuspruch entsprechend groß sein (was alle Beteiligten natürlich hoffen), so wird das „Mitfahrbänkla“ zur Dauereinrichtung. Dann könnte der Service von Bürgern für Bürger auch auf weitere Ortsteile in Ebensfeld und Zapfendorf  ausgeweitet werden. Die Mitnahme ist freiwillig, es gibt keinen Zwang.

Schilder sind Handarbeit

Die Fertigung der Schilder für das „Mitfahrbänkla“ geschietübrigens auch in interkommunaler Zusammenarbeit: Roland Amon aus Oberleiterbach fertigt die Grundform aus Holz, Andrea Senger aus Ebensfeld zeichnet für die Bemalung verantwortlich. Das „Mitfahrbänkla“ verursacht für die Gemeinden nahezu keine Kosten. Die Oberleiterbacher Verantwortlichen hoffen, mit ihrem Vorstoß ein Projekt geschaffen zu haben, das viele Nutzer und auch Nachahmer finden wird.   M. Drossel

Besuch der Landeskommission: das Echo der Medien

18.06.2018  Der Besuch

der Landeskommission des Wettbewerbs „Unser dorf soll schöner werden“ in Oberleiterbach am Freitagmorgen wurde von mehreren Medienvertretern begleitet, darunter Chefredakteur Wolf-Dietrich Weissbach vom Franken-Magazin, Johannes Michel von Nachrichten am Ort" und auch Videoredakteur Sebastian Michel von „Radio Bamberg TV“. Sein fast drei Minuten langer Bewegtbildbeitrag ist mittlerweile fertig geschnitten und ist online auf der Homepage des Senders zu finden: https://www.radio-bamberg.de/mediathek/kategorie/videothek/video/oberleiterbach-unser-dorf-hat-zukunft/

Der Bericht im Obermain-Tagblatt: https://www.obermain.de/lokal/bad-staffelstein/art2486,656715

Der Artikel im Fränkischen Tag: https://www.infranken.de/regional/lichtenfels/saugeil-dieses-oberleiterbach;art220,3471876

Das schreibt die Online-Zeitung „Nachrichten am Ort“: https://nachrichtenamort.de/zapfendorf/dorfwettbewerb-oberleiterbach-2018/

„Ein Dorf, das wirklich saugeil ist": Landeskommission besucht Oberleiterbach

15.06.2018    Und plötzlich
singt das ganze Dorf gemeinsam mit der Bewertungskommission: Joseph Victor von Scheffels „Wohlauf die Luft“, liebevoll auch Frankenhymne“ genannt, kennt man eben auch in Landshut, und so fällt es den Juroren des Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ nicht schwer, auch ohne Textzettel die Zeilen voller Begeisterung mitzusingen.

Zwei Stunden hat das Team um Gartenbauvereinsvorsitzenden Harald Hümmer an diesem Freitagvormittag Zeit, den Experten aus verschiedensten Fachbereichen die Pluspunkte ihres Ortes aufzuzeigen. Beim gemeinsamen Singen vor der Kirche ist erst einmal die Hälfte der Zeit vorbei – und schon haben die Lätterbocher ihre Gäste zum Strahlen gebracht.


„Dieser Ort strotzt vor Energie, vor allem vor Bioenergie“, hat Landrat Johann Kalb den Kommissionsmitgliedern gleich in seinen Grußworten mit auf den Weg gegeben und spricht von einem Leuchtturm, der weit über den Landkreis Bamberg hinaus strahlt. Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich hebt die „unermüdliche Eigenleistung der Bürger“ heraus. Schon beim Hereinfahren des Busses in den Ort haben die Oberleiterbacher erste Pluspunkte gesammelt: „Oberfrankens Golddorf“ steht da zu lesen, die Auszeichnungen sind auf einer Plakatwand deutlich zu sehen.

Weil die
Einwohner sich engagieren

Und so ist die Messlatte der Juroren, die die zukunftsträchtigsten Dörfer Bayerns küren, sehr hochgelegt. Sie erfahren von dem 2,5 Kilometer langen Nahwärmenetz, das die Bürger als Energiegenossenschaft geschaffen haben, von einer kürzlich installierten Stromtankstelle, gehen vorbei an Zier- und Bauerngärten sowie wildgewachsenen (Streuobst-)Wiesen in das historische Herz mit den liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern und die im vergangenen Jahr mit viel Bürgerengagement renovierte Sankt-Laurentius-Kirche. Sie goutieren die Fortschritte im Rahmen der noch laufenden Dorferneuerung, loben den großzügigen Spielplatz, den die Oberleiterbacher in 800 ehrenamtlichen Stunden selbst in Schuss brachten, sehen den grünen Friedhof und erfahren vom bayernweit einzigartigen Historischen Dorfrundgang mit QR-Code, eine einzigartige Verbindung von Geschichte und modernen Medien, in dessen Lätterbocher mal eben weitere 1000 Stunden zu Gottes Lohn investierten. Als dann auch noch der Kinderchor singt und Mönch „Ivo Hennemann“ aus seinem Leben erzählt, ehe ihm die vorbeischlendernde schöne Schnitterin den Kopf verdreht, ist die Glücksseligkeit perfekt.

„Das war
wirklich ganz super vorbereitet“, sagt am Ende beeindruckt ein frisch mit „Lätterbocher Leberkäs“ gestärkter Günter Knüppel, der Vorsitzende der Landesbewertungskommission. Juror Jakob Oberpriller lobt besonders das Energiekonzept und die engagiere Bürgerschaft. „Die Entwicklung kommt aus der Mitte der Bürger“, sagt er. „Dem Dorfmotto ,Wo Zukunft schon heute ist‘ kann ich wirklich zustimmen.“

Hat wahnsinnig überzeugt"

Bewerter Wolfram Vaitl, Präsident des bayerischen Landesverbandes, gerät gar ins Schwärmen: „Oberleiterbach ist ein Dorf, das wahnsinnig überzeugt hat – und das, wie man so schön sagt, saugeil ist!“ Thomas Lauer von der Bayerischen Architektenkammer sind vor allem die vielen Fachwerkhäuser und Sandsteinbauten aufgefallen, die das große Kapital von Oberleiterbach seien.

Und Bernd Carl?
Der Landschaftsarchitekt ist schon im vergangenen Jahr als Teil der Bezirkskommission in Oberleiterbach gewesen und schonungslos einige Schwachpunkte aufgezeigt. Am Freitag zieht er seinen Hut, im wörtlichen Sinne. „Die Ansprüche in Sachen Ökologie sind hier sehr goldig, das geht schon in Richtung Platin.“ Genüsslich tut er kund, dass er eben in der Oberleiterbacher Flur Rohrweihe, Neuntöter und Rotmilan gesehen hat. Und am Biotop Spuren des Bibers. „Vorher hieß es: Die Konkurrenz ist groß. Ich sage euch: Fürchtet euch nicht!“

Wie ein Abschied unter Freunden

Als die Kommissionsmitglieder wieder in den Bus steigen, liegen sie sich zum Teil mit den Oberleiterbachern in den Armen und schießen Erinnerungsfotos. Gemeinsam singen sie das Oberfrankenlied, dann ein letztes Winken – aus dem Bus und vor dem Bus. Es ist wie ein Abschied unter Freunden. Oder besser: ein Hoffen auf ein Wiedersehen. Am Montag, 25. Juni, werden die Oberleiterbacher wissen, ob es für Gold auf bayerischer Ebene gereicht hat. Bezirkstagspräsident a. D. Edgar Sitzmann legt sich an diesem Tag des Kommissionsbesuchts schon fest: „Ich mit meinen 83,5 Jahren bin mir sicher: Am Montag in acht Tagen wird gefeiert, da lege ich mich fest! Denn der Geist, der in Oberleiterbach herrscht, ist einmalig!“   M. Drossel

Weitere Bilder vom Kommissionsbesuch (zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Blattgold für den Goldbrunnen

„Unser Dorf hat Zukunft“: Letzte Vorbereitungen vor Besuch der Landeskommission

11.06.2018   DieHans Schnapp verziert den Goldbrunnen mit Blattgold. Foto: Drossel

Stundenuhr auf der Homepage zählt gnadenlos herunter. Am Freitag, 15. Juni, pünktlich um 9.30 Uhr, kommt die Landeskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ in den kleinen Ort, der sich dann mit den schönsten Dörfern im Freistaat Bayern misst. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen und die Projekte, die Etliche aus dem Team bis an die Leistungsgrenze bringen. Dass der Ort gut vorbereitet ist, wurde bei der jüngsten Informationsveranstaltung im Gemeinschaftshaus deutlich.

In Kürze bekommt Oberleiterbach im Bereich des Gemeinschaftshauses eine Stromtankstelle für E-Mobile und E-Bikes, die bereits im Bauausschuss behandelt wurde. „Das ist im Landkreis Bamberg ein Novum, dass eine so kleine Ortschaft eine Elektrotankstelle erhält“, stellte Bürgermeister Volker Dittrich heraus. Die „Zapfsäulen“ haben eine Leistung von 22 Kilowatt. Ebenfalls bereits beschlossen wurde, die Mittel für den dritten Bauabschnitt der Dorferneuerung im Haushalt 2018 zu verankern. Man wolle versuchen, noch heuer zu beginnen, bekräftigte der Rathauschef.

Zur Rettung  des Erdklimas

Seit Beginn der Dorferneuerung wurden in Oberleiterbach mehr als 50 Bäume gepflanzt und dadurch der sowieso schon große Baumgestand ergänzt. Nun beteiligt sich der Ort auch an der „Billion Tree Campaign“ zur Rettung des Erdklimas. Konkret heißt das: Es sollen noch viele weitere Bäume gepflanzt werden. Tolle Idee: Sonja Göbel hat Patenschaftsschilder in Form von Sonnenblumen gebastelt. Foto: Drossel
Ebenso will sich der Ort bei der Aktion „Fränkisch verwurzelt“ bewerben. Bereits gepflanzt wurde jüngst auf 1000 Quadratmetern eine Vogelschutzhecke, die die stark flurbereinigte Landschaft rund um den Ort wieder etwas aufwerten soll. Und der „Goldbrunnen“ im Ort führt dank des Gartenbauvereins nicht nur wieder Wasser, sondern ist das Schmuckstück an einem neu gestalteten Platz. Der Clou: Nachts wird das Erinnerungsstück an die Goldmedaille auf Bundesebene vor vier Jahrzehnten stilvoll angestrahlt. Hans Schnapp hat ihn darüber hinaus mit etwas Blattgold akzentuiert.

„Danke für alles, was bislang geleistet wurde. Die Motivation ist groß“, sagte Gesamtkoordinator und Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer. „Ohne euch alle könnten wir nichts reißen!“ Ähnlich sah es auch Bürgermeister Volker Dittrich: „Das Wir-Gefühl in Oberleiterbach ist ausgesprochen stark. Dass hier im Ort Außergewöhnliches geleistet wird, ist nun auch beim Letzten im Markt Zapfendorf angekommen.“ Und Kreisfachberaterin Claudia Kühnel ergänzte: „Ich habe allergrößten Respekt vor dem, was ihr auf die Beine gestellt habt und stellt.“ Das gehe aber nur, wenn man weiter an einem Strang ziehe.

Dennoch gibt es noch Anliegen, die dringlich sind und für die es noch keine finale Lösung gibt. So beispielsweise beim Thema Hochwasserschutz. Unklar ist weiter, ob die Wassermengen, die der Leiterbach bei Starkregen im zum Teil renaturierten Oberlauf sammelt, auch durch den Durchlass am Ortsende passen. Das zuständige Planungsbüro hat das Wasserwirtschaftsamt eingeschaltet, Ergebnisse lassen auf sich warten. Einher gehen könnte mit einer etwaigen Neugestaltung des Durchlasses eine umfassendere Bachneugestaltung im Bereich des nördlichen „Leuchtersbrunnens“. Zwar hat das Amt für Ländliche Entwicklung dafür bereits Zuschüsse in gleicher Höhe wie bei der Dorferneuerung in Aussicht gestellt, Bauträger müsste dann aber der Markt Zapfendorf sein. Die Ausführung dürfte nicht vor dem Jahr 2020 erfolgen.  M. Drossel

Stromturm wird zum Paradies für Blaumeise, Fledermaus und Hornisse

09.06.2018   Der Trafoturm in der „Huppengasse“ hat keine Funktion mehr. Oder besser: Er hatte keine Funktion mehr. Während „Eon“ beziehungsweise „Bayernwerk“ ihn nicht mehr dazu nutzt, um die Häuser via Dachstromständer mit Elektrizität zu versorgen, haben Vogelschützer das Gebäude nun für sich entdeckt. Auf Anregung einiger Oberleiterbacher wird er nun Teil eines weitreichenden Vogelschutzprojekts.Martin Wölker (re.), Vorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz Sektion Bamberg, und Kassierer Horst Wittner übergeben die erste Nisthilfe an Reiner Zapf-Willmer (Mi.). Foto: M. Drossel

Jüngst nahmen Martin Wölker, Vorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz Sektion Bamberg, und Kassierer Horst Wittner gemeinsam mit einem der örtlichen Triebfedern, Reiner Zapf-Willmer, den Stromturm in Augenschein, der künftig Brutmöglichkeiten bieten soll sowie ein Sommerquartier für Fledermäuse.

Auch für Turmfalken und Mauersegler

Wie Wölker und Wittner betonten, sei die Hälfte der 206 bayerischen Brutvögel ist bedroht: 133 von ihnen stehen auf der Roten Liste. „Mithilfe  gezielter Maßnahmen vor Ort schützen wir sie“, erläuterten die Fachmänner. Sie hatten Nistkästen mit nach Oberleiterbach gebracht, die dieser Tage am Trafo montiert werden, in unterschiedlicher Höhe. In der „Huppengasse“ entsteht ein Domizil für Federmäuse, Turmfalken, Mauersegler, Hornissen, Blaumeisen – und dergleichen mehr.

LBV und Gartenbauverein sind „Eon“ beziehungsweise „Bayernwerk“ dankbar, dass sie die Genehmigung dazu erhielten. Der Stromturm wurde bereits vom Gartenbauverein mit wildem Wein eingegrünt. „Es ist wichtig, dass die Nisthilfen in Kürze angebracht werden, denn viele Vogelarten brüten mehrmals im Jahr“, sagt Naturfreund Reiner Zapf-Wilmer. „Und damit ist dann auch noch in diesem Jahr damit zu rechnen, dass die ersten Bewohner einziehen.“ Natürlich müssen die Nistkästen dann auch gepflegt werden, und zwar nur ein einziges Mal im frühen Winter. Das übernehmen die Oberleiterbacher in Absprache mit den Vogelschützern.

Ein Naturschauspiel

„Nisthilfen kann man in vielen Baumärkten kaufen, aber auch im Shop des LBV. Vielleicht schaffen wir ja im kommenden Frühjahr, eine Aktion zu starten und viele weitere Nistkästen in den privaten Gärten aufzuhängen?“, denkt Zapf-Willmer schon einen Schritt weiter. Naturschutz fange letztlich im heimischen Garten an. In den allermeisten Fällen werden die Nisthilfen auch angenommen, und einen Vogel beim Nestbau und bei der Fütterung seiner Jungen beobachten zu können, ist ein wahres Naturschauspiel. Gerade für Kinder und Jugendliche wird die heimische Vogelwelt so direkt erlebbar, da sich nach dem Aufhängen des Nistkastens in der Regel schnell ein Erfolgserlebnis einstellt.  M. Drossel

 

 

Was für ein Riesenerfolg: über 2000 Besucher bei „Oberleiterbach leuchtet“

03.06.2018   „Da, Oberleiterbach leuchte. Foto: Drosselschau mal, das ist auch wirklich sehr schön“: Eine Besucherin stupst beim Spaziergang durch den nächtlichen Ort ihren Mann an und lenkt seinen Blick auf eines der beleuchteten Häuser in der Einsiedler-Ivo-Straße. „Vor allem mit den sehr schönen Rosen“, fügt sie an. Ihr Mann nickt. Nach vielen Monaten der Vorbereitung lockt „Oberleiterbach leuchtet“ am Samstagabend mehr als 2000 Besucher aus den Landkreisen Lichtenfels, Bamberg, Coburg und sogar Kronach in das kleine 279-Einwohner-Dorf. Sie alle sind begeistert, was die Dorfgemeinschaft auf die Beine gestellt hat.

Der Besucheransturm Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drosselist für die Organisatoren der schönste Lohn. In der Tat gibt es viel zu erleben und zu entdecken: liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser im Ortskern, die ebenso liebevoll mit LED-Strahlern in Szene gesetzt werden. Prachtvolle illuminierte Rosenstöcke in voller Blüte und sorgsam gehegte Vorgärten, die punktuell angestrahlt werden. Die Mauer rund um die 501 Jahre alte Sankt-Laurentius-Kirche strahlt in Rot und Gelb in den Ort hinein, auch die Stufen zum Leiterbach sind farblich akzentuiert. Die beiden auf Hochglanz polierten Traktor-Oldtimer der Marken Hanomag und Deutz, beide mit Speichenräder, lassen die Gäste staunen. Und der Brückenheilige Nepomuk ist ebenfalls ins rechte Licht gerückt.

Das Rahmenprogramm Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drosselwird von den Besuchern gerne angenommen. Hunderte folgen Kreisheimatpflegerin bei ihren Führungen durch das Dorf und wollen mehr erfahren über die historischen Schönheiten und ihre Besonderheiten. Beim Kirchenkonzert mit Judith Hirschberg eine Stunde vor Mitternacht ist kein Platz mehr frei im Gotteshaus. Und das Duo „Swingin‘ easy“ lässt mit Schlagern und Evergreens die vielen Umstehenden beim Straßenkonzert so richtig abrocken. Dabei präsentiert Axel Keilhack, begleitet von Harald Fischer am E-Piano, das von ihm selbst komponierte Oberleiterbach-Lied, für das er sich Verstärkung von Andrea Hümmer geholt hat. Das Publikum johlt. Die Ode an den schmucken Ort kommt prima an. Und auch die Reckendorfer Blasmusiker geben vor dem Feuerwehrhaus alles.

Viel zu Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drosselschnell vergehen für viele der Besucher die Stunden bei „Oberleiterbach leuchtet“ (kurz: „Oleileu“. Als zum großen Finale ein Feuerwerk den mitternächtlichen Himmel erleuchtet, ist die stets umlagerte Cocktailbar schon restlos ausverkauft. Auch die lukullischen Angebote finden am Samstagabend reißen den Absatz. So hatte Landrat Johann Kalb, der selbst viele Stunden vor Ort ist, in seine Rede zu Beginn letztlich recht: „Oleileu müsste man eigentlich unter Olala laufen lassen. Ihr seid schon im positiven Sinne verrückt. Was die 279 Einwohner hier leisten, ist schon außergewöhnlich. Ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes ein Leuchtturm im Oberleiterbach leuchtet. Foto: DrosselLandkreis Bamberg, in Oberfranken und auch darüber hinaus.“ Bürgermeister Volker Dittrich spricht gar von einem „positiven Ausnahmezustand“ und legt den Besuchern den bayernweit einzigartigen Historischen Dorfrundgang mit QR-Code ans Herz, um noch mehr über die baulichen Schönheiten zu erfahren, die an diesem Abend beleuchtet werden. „Das ist ein Musterbeispiel für Zusammenarbeit, für Dorfgemeinschaft und ehrenamtliches Engagement“, lobt er die Oberleiterbacher. Diese haben das Großereignis ganz ohne professionelle Hilfe auf die Beine gestellt.

„Oberleiterbach leuchtet“ findet im Rahmen des Jubiläumsjahrs „Wir feiern Bayern“ statt, zu dem der Ort eine ganzeFestwoche auf die Beine gestellt hat. „Wir wollen zeigen, dass wir unsere Geschichte selbst schreiben“, sagt Oberleiterbach leuchtet.Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer und lobt das Organisations-Team um seine Stellvertreterin Angela Hennemann. „Mehr als die Hälfte der Oberleiterbacher ist für diese Veranstaltung aktiv, so dass wir alle das Wir-Gefühl in Bayern feiern können.“    M. Drossel

 

in eigener Sache:

Die Organisatoren danken allen Hausbesitzern für die Bereitschaft und die Unterstützung, den Leuchtpaten, die die öffentlichen Plätze in Szene setzten, dem Bayerischen Roten Kreuz, Bereitschaft Bad Staffelstein, für die Unterstützung und den Sanitätsdienst, Hans Schnapp und Werner Dümig für ihre hhistorischen Traktoren sowie Sascha Ott, der der Technischen Leitung mit Rat und Tat zur Seite stand. Allen Helfern im Vorfeld und am Tag des Fests sei gesagt: Ihr seid klasse, herzlichen Dank für euer aufopferungsvolles Engagement!

 

 

Weitere Bilder von „Oberleiterbach leuchtet“ (zum Vergrößern bitte anklicken): 

  

Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
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Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
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Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
 
Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drossel
     

Eine Feuerwehr zum Anfassen: Kinderaktionstag ein voller Erfolg

01.06.2018   „Und, Kinderaktionstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drosselbist du bereit?“, fragt Feuerwehrmann Niko das Kind neben sich. Der dreijährige Alexander nickt etwas zögerlich hinter dem zu großen Feuerwehrhelm hervor. Mit beiden Händen hält er den Schlauch mit dem Strahlrohr fest umschlossen. „Na, dann: Wasser marsch!“ Michael dreht an Verteiler auf, im Nu füllt sich der Schlauch. Mit entschlossenem Blick – und mit Nicos Hilfe – rückt Alex gegen das „Feuer“ im Spritzenhaus vor.

Der Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach am letzten Tag der Pfingstferien lockt zahlreiche Gäste in den 279-Seelen-Ort. Viele wollen erleben, wie eine Feuerwehr arbeitet und welche Ausrüstung eine Ortswehr für den Ernstfall hat. Beim Zielspritzen auf das Holzhaus mit den Klappfenstern merken die kleinen wie großen Gäste, dass es gar nicht so einfach ist, den Wasserstrahl punktgenau zu platzieren. Doch auch er nicht alle „Feuer“ im Haus löschen kann, bekommt ein süßes Dankeschön. Wer möchte, kann sich von den Wehrleuten um Kommandant Benedikt Hennemann und Vorsitzenden Philipp Kunzelmann auch die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände im Tragkraftspritzenanhänger erklären lassen. Wozu sind Saugschläuche gut? Wo ist der Unterschied zwischen der Schlauchhaspel links und der auf der rechten Seite? Wie wird ein Schlauchhaken eingesetzt? Und löscht auch eine kleine Feuerwehr große Brände? – All diese Fragen können nach Herzenslust gestellt werden.

Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus DrosselRichtiger Umgang mit dem Feuerlöscher

Das Interesse ist groß an der „Ehrensache Feuerwehr“. Vor allem die Vorführungen zum richtigen Umgang mit dem Feuerlöscher kommen gut an. Ebenso herrscht Dauerbetrieb auf der Hüpfburg hinter dem Feuerwehrgerätehaus, gleiches gilt für den gegenüberliegenden Spielplatz. Und beimKinderschminken ist kaum noch ein Platz frei. Derweil genießen die Eltern die leckeren Kuchen, die die Damen des Soldaten- und Kameradschaftsvereins gebacken haben. Getränke wie Kuchen sind an diesem Tag kostenfrei, viele der Gäste aber zücken dennoch ihre Geldbeutel, um eine Spende für den guten Zweck zu tätigen.

Kinderaktionstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto:Markus Drossel

Drei Stunden blieb an diesem Freitagnachmittag Zeit, um den Feuerwehrlern sprichwörtlich Löcher in den Bauch zu fragen oder wie sich wie Animationsheld Feuerwehrmann Sam im Spritzen zu üben. Das kleine Fest ist Teil der Festwoche „Wir feiern Bayern“, bei der alle Vereine im Ort an einem Strang ziehen. Die Kinder haben auf jeden Fall riesigen Spaß am Aktionstag gehabt. Am Liebsten wären viele von ihnen wohl noch bis tief in die Nacht geblieben. Feine Feuerwehr zum Anfassen: Das war so richtig nach ihrem Geschmack.        M. Drossel

 

Weitere Fotos vom Feuerwehraktionstag (zum Vergrößern bitte anklicken):

 

Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel  
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel  
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel
 
Kinderaktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Markus Drossel

 

 

 

 

Am Freitagvormittag: Radio Bamberg sendet Beitag über „Oberleiterbach leuchtet"

31.05.2018   Das Interview bei Radio Bamberg.ist wirklich klasse: Radio Bamberg sendet am Freitagvormittag, 1. Juni, einen Beitrag über „Oberleiterbach leuchtet"! Angy Hennemann, Andrea Hümmer und Markus Drossel standen dem jungen Journalisten im Medienzentrum Bamberg Rede und Antwort. Radio Bamberg hat eine technische Reichweiite von 315000 Hörern und ist von Schlüsselfeld bis Gößweinstein und von Poxdorf im Landkreis Forchheim bis Rattelsdorf, Schönbrunn im Steigerwald, Aufseß und Waischenfeld zu empfangen. Das „Oberleiterbach leuchtet"-Team dankt für die großartige Unterstützung unseres Fests und ist schon ganz gespannt auf den fertig geschnittenen Beitrag, der zwischen zwei- und zweieinhalb Minuten lang sein soll. Großartig!

 

Der Beitrag zum Nachhören (Copyright: Radio Bamberg): Datei downloaden

„Oberleiterbach leuchtet" am 2. Juni: noch mehr Leuchtobjekte

30.05.2018  Der Testlauf zu Oberleiterbach leuchtet. Foto: Drosselgroßte Tag, der 2. Juni, rückt immer näher. Und fast täglich treten Anwohner mit ihren Ideen an das „Oberleiterbach leuchtet"-Team heran. Es ist toll, dass sich so viele Lätterbocher von der Euphorie rund um das Leuchtspektakel anstecken ließen und lassen. Nur gemeinsam ist ein solches Großereignis überhaupt stemmbar. Das Wir-Gefühl ist allerorts spürbar und beflügelt und bestätigt die Organisatoren. So erwartet den Gast, der von Unterleiterbach beziehungsweise Weihersmühle nach Oberleiterbach läuft oder radelt (die Durchfahrt des Ortes ist ab 17 Uhr gesperrt!), bereits direkt am Ortsschild zu nächtlicher Stunde eine gruselig-grün leuchtende Eichenbaumgruppe. Oberleiterbach hat eben tolle große Bäume, von denen die Veranstalter leider nicht alle in Szene setzen können.

Fotokamera nicht vergessen

Besucher von „Oberleiterbach leuchtet" am Samstag, 2. Juni, sollten tunlichst ihre Fotoapparate nicht zuhause vergessen und vorher auf der Speicherkarte reichlich Platz zu schaffen. Für Langzeitbelichtungen ist ein Stativ von Vorteil. Notfalls tut es auch ein modernes Fotohandy. Die Gäste bekommen an diesem späten Abend beziehungsweise in der Nacht Eindrücke von Oberleiterbach, die sie so vielleicht nie wieder bekommen werden. Lassen Sie sich überraschen!     M. Drossel

„Oberleiterbach leuchtet" am 2. Juni: Das wird das große Finale

28.05.2018   Die Schreiben an die Anwohner.„Katze" ist aus dem Sack! Wie heute bekannt wurde, ist das furiose Finale von „Oberleiterbach leuchtet" an diesem Samstag, 2. Juni, ein Feuerwerk, das gegen Mitternacht (3. Juni) gezündet wird. Selbstverständlich ist das Lichterspektakel am Himmel hochoffiziell vom Markt Zapfendorf genehmigt. Hochoffiziell ist mittlerweile auch die Zusage der Reckendorfer Musikanten, die am Sanstagabend am Gemeinschaftshaus aufspielen werden. Apropos Musik: Dr. Axel Keilhack und Harad Fischer, besser bekannt als „Swingin' easy", haben für ihr Straßenkonzert im Laurentiusring viele Evergreens im Gepäck. Wie Keilhack im Vorfeld verraten hat, gibt es nur das Beste vom Besten. Die Besucher dürfen gespannt sein. Darüber hinaus lädt Judith Hischberg, die Oberleiterbacher Organistin, um 23 Uhr zu einer kleinen Nachtmusik" in die 501 Jahre alten Sankt-Laurentius-Kirche ein.

Weitere Hinweise entnehmen die Anwohner dem Schreiben, dass das „Oberleiterbach leuchtet"-Team heute an alle verteilt hat. Die Organisatoren danken allen Mitwirkenden für ihr Engagement, allen Lätterbochern für ihr Verständnis und freuen sich auf ein tolles Fest. Einmal mehr beweist Oberleiterbach, dass man tolle Projekte auf die Beine stellen kann, wenn man nur zusammenarbeitet. Das ist großartig, vielen Dank dafür! Haisbesitzer, die Fragen zu ihren beleuchteten Anwesen haben, möchten sich bei Markus Drossel melden. Die Technische Leitung von „Oberleiterbach leuchtet" dankt  Korbstadt-Knipser" Sascha Ott (Homepage http://www.meinobermain.de) für die Unterstützung während der vergangenen Monate.   

Die Veranstalter danken speziell der Freiwilligen Feuerwehr, die die Absperrung übernommen hat.Ab 17 Uhr ist das Ort für jeglichen Durchgangsverkehr gesperrt.  Den Anweisungen der Feuerwehrmänner ist tunlichst Folge zu leisten.   M. Drossel

„Oberleiterbach leuchtet" im Mitteilungsblatt Markt Zapfendorf

29.05.2018   Titelseite Titelseite des Mitteilungsblatts Markt Zapfendorf.des Mitteilungsblatts Markt Zapfendorf: Das „Oberleiterbach leuchtet"-Team dankt der Marktgemeindeverwaltung für die großartige Schützenhilfe. Im Innenteil ist auch das komplette Programm der Festwoche „Wir feiern Bayern" zu finden. Erinnert sei an die Fronleichnamsprozession am Donnerstagabend und den Feuerwehr-Aktionstag am Freitagnachmittag, bei dem die Gäste gerne mal Feuerwehrmann oder -frau spielen dürfen. Selbstverständlich stehen die Männer um die Kommandanten Benedikt Hennemann und Udo Seelmann sowie Vorsitzenden Philipp Kunzelmann für Fragen zur Verfügung. Wer weiß, was ein Stützkrümmer ist? Wo ist der Unterschied von C- und B-Schlauch? Wie geht ein Mastwurf? Wozu ist eine Kübelspritze gut? Wie findet die Feuerwehr die Unterflurhydranten? Und wieviel Leistung bringt die Tragkraftspritze? - Diese und andere Fragen werden gerne beantwortet. Und natürlich ist Mitmachen angesagt. Wer Lust hat, kann sich darüber hinaus auf der Hüpfburg austoben. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt am Freitag der Soldaten- und Kameradschaftsverein. Für die Festwoche  „Wir feiern Bayern" ziehen die Oberleiterbacher eben einmal mehr an einem Strang.   M. Drossel

 

Das Flugblatt „Oberleiterbach leuchtet"zum Herunterladen: Datei downloaden

 

 

„Ein beispielgebender Beitrag zur Lösung des globalen Systems“

Segnung des Heizhauses der Energiegenossenschaft – Preisgekröntes Engagement eines Dorfes

27.05.2018   „Wir hDas Interesse an der Heizzentrale war groß: Harald Hümmer (im weißen Hemd) gab den Interessenten geduldig Auskunft über das zukunftweisende Projekt Dorfheizung Oberleiterbach, darunter auch Pfarrer Kurian Chackupurackal (2. v. re.). Foto: aben starke ländliche Räume in Oberfranken: Oberleiterbach ist ein Paradebeispiel dafür“: Anton Hepple, der Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken, geriet bei seiner Laudatio anlässlich Segnung des Heizhauses des Nahwärmenetzes immer wieder ins Schwärmen. Der Festredner zeigte sich fasziniert vom Millionen-Euro-Projekt Dorfheizung, das durch Bürgerwillen entstand, zu großen Teilen von Bürgern finanziert und von Bürgerhand getragen wird – und bei dem aus regenerativen Rohstoffen aus der Region Strom und Wärme werden. Die „bewundernswerte Energie, Hartnäckigkeit und das große Engagement“ des 279-Einwohner-Dorfes im Markt Zapfendorf sei über die Maßen bewundernswert, fand der Fachmann.

Pfarrer Kurian Chackupurackal beim Segnungsgottesdienst. Foto: Drossel„Vielfach werden Individualismus und rücksichtslose Selbstverwirklichung beklagt. Das Nahwärmenetz in Oberleiterbach ist ein Gegenentwurf, ein Beispiel, dass Gemeinschaften leben und Gemeinschaft funktionieren kann“, stellte Hepple heraus. „Oberleiterbach hat mit diesem Projekt die Herausforderung der Energiewende angenommen – mit Tatkraft vor Ort und im Ort. Sie liefern einen beispielgebenden Beitrag zur Lösung des globalen Systems, mag der Beitrag, in dieser Dimension betrachtet, auch noch so klein sein. Wenn alle Städte und Dörfer Ähnliches leisten würden, müssten wir uns diesbezüglich keine Sorgen machen.“

Der Gottesdienst fand unter freiem Himmel direkt vor dem Heizhaus statt. Foto: Drossel

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Das Nahwärmenetz in Oberleiterbach

ist ein Gegenentwurf, ein Beispiel, dass

Gemeinschaften leben und Gemeinschaft

funktionieren kann.“

Anton Hepple, 

Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken

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55 Prozent der Haushalte in Oberleiterbach sind an das knapp 2,5 Kilometer lange Nahwärmenetzt angeschlossen. Der Wärmebedarf lag im vergangenen Jahr bei 850000 Kilowattstunden, pro Jahr werden durch die Dorfheizung 70000 Liter Heizöl und 10000 Kilogramm Erdgas eingespart.  Die Biomasse stammt dabei aus der unmittelbaren Umgebung. „Oberleiterbach ist eines von derzeit bundesweit 142 Energiedörfern. Sie haben sich den Titel Bioenergiedorf wahrlich verdient“, bekräftigte der Amtsleiter. Nicht umsonst trägt der Ort den selbstgewählten Slogan „Wo Zukunft schon heute ist“.

Viele Väter und Mütter des Erfolgs

Die Feierstunde stand im Zeichen des Jubiläumsjahrs „100 Jahre Bayern“. „Mit diesem Projekt zeigen wir Oberleiterbacher, dass wir an unserer Geschichte selbst schreiben und gemeinsam den Blick in die Zukunft richten“, sagte Harald Hümmer, Vorstandssprecher der Energiegenossenschaft Oberleiterbach (EGO), voller Stolz. Er stellte bei seinem Rückblick heraus, dass der Erfolg viele Väter (und Mütter) gehabt hatte und hat. Bereits im Jahr 2009 sei die visionäre Idee der Dorfheizung entstanden. Trotz aller Unwägbarkeiten und Rückschläge habe es immer Triebfedern gegeben, die das Vorhaben Nahwärmenetz gegen Skeptiker und Unkenrufe verteidigten und unbeirrt voranbrachten.

Veronika Schmuck erläutert die Funktionsweise der Biogasanlage. Foto: Drossel

Im Rahmen der Dorferneuerung sei die dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand dann errichtet worden, tatkräftig unterstützt vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Dreh- und Angelpunkt ist dabei eine privat betriebene Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim, die aus regenerativen Energiequellen aus der Region Strom und Wärme gewinnt und letztere ins Dorf leitet. Mit dem Heizhaus der Energiegenossen und dessen 550-Kilowatt-Leistung werden Spitzenlasten (beispielsweise im Winter) abgefedert oder Wartungszeiträume überbrückt.

1,3 Millionen Euro investiert

„Bis heute wurden 1,3 Millionen Euro für dieses bürgerschaftliche Projekt aufgewandt“, stellte Hümmer heraus. Im Jahr 2016 wurde dem Ort der Bürgerenergiepreis für Oberfranken verliehen. Auch zur Goldmedaille auf Oberfrankenebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ trug das beispielgebende Projekt maßgeblich bei. „Wir sind stolz, einen aktiven Beitrag zum Naturschutz zu leisten, mit einer autarken Wertschöpfungskette die Region zu stärken und zugleich ein Stückchen unabhängiger zu sein von fossilen Energien“, so Hümmer. „Das geht aber nur, weil wir alle an einem Strang ziehen.“

Die Rother Musikanten umrahmten die Feierstunde. Foto: M. DrosselPfarrer Kurian Chackupurackal segnete nach einem Freiluftgottesdienst das Heizhaus. Er zog am Dreifaltigkeitssonntag den Vergleich zwischen dem dreeinigen Gott und der Heizzentrale: Man sehe nicht, was im (sonst verschlossenen Heizhaus) geschehe, dennoch empfingen alle im Dorf die Wärme in ihren Häusern. Gott wiederum sei für die Augen des Menschen nicht sichtbar, seine Barmherzigkeit aber jederzeit spürbar. „Die Dorfheizung ist ein Vorbild für den gesamten Freistaat und darüber hinaus“, betonte der Geistliche.

Die Biogasanlage besichtigt

Die Rother Blasmusik umrahmte die Feierstunde, in die auch ein Tag der offenen Tür an der Biogasanlage integriert war. Dort erklärte Veronika Schmuck den Interessenten, wie aus Mais, Gülle und anderen nachwachsenden Rohstoffen beziehungsweise Substraten dank Millionen von Bakterien Strom und Wärme werden. Darüber hinaus konnten sich die Besucher auf Roll-Up-Plakaten über das dörfliche Engagement, die Dorfheizung und die Dorferneuerung informieren.         M. Drossel

„Oberleiterbach leuchtet" am 2. Juni: Hier parken die Besucher

26.05.2018   Der Anfahrtsskizze zu "Oberleiterbach leuchtet". Grafik: Krappmann/ALECountdown läuft: In genau einer Woche findet am Samstag, 2. Juni, „Oberleiterbach leuchtet" statt. Sollte Petrus mit Lätterboch ein Einsehen haben, dürften zahlreiche Gäste in den 279-Einwohner-Ort an der Nahstelle der Landkreise Lichtenfels und Bamberg kommen. Ab 17 Uhr sperrt die Freiwillige Feuerwehr um die Kommandanten Benedikt Hennemann und Udo Seelmann die Zufahrtswege ab und leitet die Gäste zu den Parkplätzen. Für die engagierte Ortswehr ist das ein logistischer wie personeller Kraftakt, den die Mannen aber für „ihr" Dorf sehr gerne stemmen - herzlichen Dank! Bis nach Mitternacht bleibt der Ort an diesem Tag voll gesperrt. Das gilt selbstverständlich auch für die Anwohner.

So können die Besucher ungestört die beleuchteten Fachwerkhäuser, die stilvollen Vorgärten, den illuminierten „Sankt Nepomuk" oder auch das in Szene gesetzte „Marterla" am Leiterbach betrachten und fotografieren. Familien müssen sich keine Sorgen machen, dass ihre Kinder vom Autoverkehr gefährdet werden. Selbstverständlich ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Die Organisatoren empfehlen allen motorisierten Besuchern, aus Richtung Kleukheim nach Oberleiterbach zu kommen. Dort befindet sich der größte Parkplatz. Ein Insider-Tipp: Am Schönsten ist es, „auf Schusters Rappen" oder per „Drahtesel" über die sanften Hügel in den malerischen Talkessel zu kommen, in dem  der Ort eingebettet ist. Dann grüßt schon von weitem die (zu später Stunde) beleuchtete Sankt-Laurentius-Kirche, in der bei „Oberleiterbach leuchtet" auch ein nächtliches Konzert mit Judith Hirschberg stattfindet. Musik gibt es bei „Oberleiterbach leuchtet" aber auch im Laurentiusring: Dort spielen Axel Keilhack und sein Kompagnon Harald Fischer auf. Sie sind als „Swining' Easy" weithin bekannt und geschätzt.      M. Drossel

Den gesamten Flyer gibt es hier: Datei downloaden      

„Oberleiterbach leuchtet“ am 2. Juni: Das sind die Attraktionen

24.05.2018   Wegeplan „Oberleiterbach leuchtet“. Grafik: ALEDas Großereignis „Oberleiterbach leuchtet“ rückt näher: Am Samstag, 2. Juni, werden die liebevoll gepflegten Fachwerkhäuser, die Sankt-Nepomuk-Statue, der Bildstock am Leiterbach, die Bachstufen, die Kirchenmauer und so manch andere historische Schönheit stilvoll angestrahlt. Die Organisatoren danken allen Hausbesitzern und Grundstückseigentümern für die tolle Zusammenarbeit im Vorfeld. Auf der Karte (Grafik: Krappmann, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken/zum Vergrößern bitte Anklicken) sind die Attraktionen eingezeichnet. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass der Ort ab 17 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt sein wird. Es wird empfohlen, über Kleukheim nach Oberleiterbach zu kommen. Am Ortsrand aus Richtung Kleukheim findet sich der größte der Besucherparkplätze. Die tüchtige Oberleiterbacher Feuerwehr regelt den Verkehr.   M. Drossel

Vielfalt als Überlebensgarantie der Natur

Agrarökonom Karl Bär über Biodiversität und die großen Gefahren durch Neonicotinoide

20.05.2018   Dass Tierarten Ökosysteme mit einer großen Pflanzen- und Artenvielfalt haben es einfacher, auf störende Einflüsse von außen zu reagieren.  Foto: Drosselausgelöscht wurden, gab es schon vor dem Menschen. Bestes Beispiel sind die Dinosaurier. Doch noch nie in der Erdgeschichte starben so  viele Tierarten pro Tag wie derzeit: Weltweit verschwinden täglich 20 bis 50 Arten, Tendenz steigend. Und auch in Deutschland findet täglich ein Massensterben statt: „Wir beobachten in Deutschland ein gravierendes Insekten- und Vogelsterben“, betont Karl Bär, Experte vom Umweltinstitut München. Schuld daran: Monokulturen, Pestizide, Herbizide – Folgen einer brutal effektivierten Agrarindustrie.

Längst lässt sich das Problem nicht mehr verschweigen oder kaschieren. Biodiversität ist das neue Modewort, um das vermeintliche Bemühen um die Natur auszudrücken. Doch was bedeutet es? „Biodiversität ist weit mehr als Artenvielfalt“, sagte der Agrarökonom und machte deutlich, dass es in einem natürlichen Ökosystem auf viele Faktoren ankomme: auf die Vielfalt der Landschaft und Landschaftselemente ebenso wie auf eine genetische Vielfalt – und eben auf eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Genau da hakt es in der flurbereinigten, auf maximalen Erfolg und Ertrag getrimmten deutschen Kulturlandschaft. Es gibt kaum noch Blühstreifen, kaum noch Nahrungs- und Schutzräume für die Tierwelt. Mit der Folge, dass Insekten und in der Folge auch Vögel kaum noch das finden, was sie zum Leben brauchen. Zum Überleben.

-------------------------Karl Bär. Foto: Drossel

„Dass immer wieder einige

wenige Pflanzen- und Tierarten aussterben, ist normal.

Doch das massive Artensterben, das wir derzeit erleben,

ist eine Katastrophe.“

Karl Bär, 

Umweltinstitut München

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„Dass immer wieder einige wenige Pflanzen- und Tierarten aussterben, ist normal. Doch das massive Artensterben, das wir derzeit erleben, ist eine Katastrophe“, stellte der Experte heraus. Eine menschengemachte. „Die Insektenbiomasse ist in den vergangenen 30 Jahren um 76 Prozent zurückgegangen, und der Rückgang wird immer schneller.“ Mit der Vielfalt gehe Stabilität verloren. „So bedroht der Verlust der Artenvielfalt nicht nur die Bestäubung durch Insekten, sondern auch die Fruchtbarkeit und Pufferfunktionen des Bodens.“ Je artenreicher ein Ökosystem sei, desto flexibler und stabiler könne es auf Störungen von Außen reagieren. „Je mehr Pflanzenarten es in auf den Flächen gibt, desto mehr Kohlendioxid filtern sie aus der Luft. Je facettenreicher das Ökosystem ist, desto mehr Wasser kann es aufnehmen und in den Boden bringen.“ Von Menschenhand geschädigte Ökosysteme jedoch können kaum noch auf störende Einflüsse reagieren – und sterben.

 Selbst aktiv werden

Dass InsektengifteEs grünt und blüht, wenn man die Natur nur lässt. Foto: Drossel, das Fehlen von Nahrungsflanzen und kompromisslos saubergespritzte Felder mit nur einer Kulturpflanze schuld am Insektensterben sind, wussten wohl viele der Zuhörer im Gemeinschaftshaus wohl schon vorher. Dass es aber auch Faktoren wie Lichtverschmutzung sein würden, war den interessierten Gästen neu. Vor allem aber waren sie an Informationen über Glyphosat und andere Neonicotinoide interessiert. Jenes Gift, das derzeit so stark in der Kritik steht. Viele von den Anwesenden waren selbst Landwirte oder Verpächter von Ackerflächen, wollten wissen, wie sie selbst aktiv werden können, um Insekten zu schützen. 

Könnte man zum Beispiel den Verzicht auf Pestizide und Klärschlamm oder Blühstreifen oder Hecken in Pachtverträgen festschreiben? „Das Pachtrecht und der Markt geben das ohne Probleme her“, meinte Bär, „aber nur langsam. Pachtverträge sind zu Recht sehr langfristig ausgelegt. Immerhin bauen Bauernfamilien ihre ökonomische Zukunft darauf.“ Der Agrarökonom schlug zudem vor, Flächen wie das kommunale „Straßenbegleitgrün“ für insektenfreundlichen Blühpflanzen zu nutzen und bei der Verpflegung in Kindergärten und Kindertagesstätten auf regionales und ökologisches Essen zu setzen. „Das sollten uns die Kinder wert sein und es nützt der Landwirtschaft und der Natur vor Ort.“     M. Drossel

 Vita:

Karl Bär wurde 1985 in Tegernsee geboren. In einem Doppelstudium studierte er Islamwissenschaft und Agrarwissenschaft mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Soziologie. Als Beisitzer gehörte Bär dem Bundesvorstand der Grünen Jugend bereits von 2006 bis 2007 sowie von 2009 bis 2010 an. Im Oktober 2011 wurde er zum Sprecher der Grünen Jugend gewählt. Er kandidierte aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit. Für Bündnis 90/Die Grünen sitzt er im Gemeinderat Holzkirchen und im Kreistag Miesbach. Im Umweltinstitut München ist er Experte für Agrarpolitik und Freihandel.

Heizhaussegnung, Kindernachmittag und „Oberleiterbach leuchtet“

Amt für Ländliche Entwicklung und Dorfgemeinschaft laden zur Festwoche „100 Jahre Bayern“ ein

16.05.2018   Ein Bundesland Nach monatelanger Vorbereitung: Stolz präsentieren Mitglieder des Event-Teams die Plakate und Flugblätter zur Festwoche „Wir feiern Bayern“. Zu den Veranstaltungen werden zahlreiche Gäste erwartet. 	feiert sich selbst: Genau 100 Jahre ist es her, als die Wittelsbachermonarchie in der Novemberrevolution zusammenbrach, König Ludwig III. floh und Revolutionsführer und Journalist Kurt Eisner verkündete: „Bayern ist fortan ein Freistaat.“ Bereits im Jahr 1818 war Bayern zu einem modernen Verfassungsstaat geworden. Dieses Doppeljubiläum nimmt die Bayerische Staatskanzlei zum Anlass, um ein ganzes Jahr lang zu feiern. Dabei gibt es zahlreiche Veranstaltungen – und in Oberleiterbach sogar eine ganze Festwoche.

Nahwärmenetz im Fokus

Los geht es am Sonntag, 27. Mai, 10 Uhr, am Heizhaus im Eichenweg mit einer gemeinsamen Veranstaltung des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken und der Energiegenossenschaft Oberleiterbach. Im Rahmen der Dorfneuerung wurde ein Nahwärmenetz mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro im Ort verlegt. 55 Prozent der Haushalte im Bioenergiedorf werden mit regenerativer Nahwärme versorgt. In Oberleiterbach wird das Fünffache an Strom erzeugt, den der Ort selbst benötigt. Nun soll das Heizhaus von Pfarrer Kurian Chackupurackal im Rahmen eines Gottesdiensts gesegnet werden. Die Festansprache hält Diplom-Ingenieur Anton Hepple, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Danach spricht Harald Hümmer, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft, einige Worte, ehe im Gemeinschaftshaus zu Tisch gebeten wird. Ab 13 Uhr könnten Interessenten die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim und das Heizhauses besichtigen. Auch am Nachmittag ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Traditionen werden in Oberleiterbach hochgehalten, so auch die Fronleichnamsprozession, die am 31. Mai stattfindet. Anschließend ist für das leibliche Wohl am Gemeinschaftshaus gesorgt. Am Freitag, 1. Juni, lädt die Freiwillige Feuerwehr zum Kindernachmittag rund um ihr Domizil ein. Ab 14 Uhr ist ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen geboten. Wer schon immer mal in die Feuerwehr hineinschnuppern wollte, ist herzlich willkommen. Neben den Mitmachstationen kann auch das Feuerwehrhaus in Augenschein genommen werden, zudem wird eine Hüpfburg aufgebaut.

Führungen der Kreisheimatpflegerin

Ein weiterer „Oberleiterbach leuchtet“: Am Samstag, 2. Juni, werden die historischen Bauwerke des Orte ins rechte Licht gerückt. Foto: Drossel Glanzpunkt verspricht am Samstag, 2. Juni, die Aktion „Oberleiterbach leuchtet“ zu werden, bei der die historischen Fachwerkbauten, Bildstöcke und Figuren und auch so manche Naturschönheit nachts stilvoll beleuchtet werden. Vor allem Hobbyfotografen und Heimatfreunde sollten sich das nicht entgehen lassen. Dafür wird der Ort für den Gesamtverkehr gesperrt. Um 18 Uhr sticht Landrat Johann Kalb das erste Fass Bier am Gemeinschaftshaus an, im Laufe des Abends gibt das bekannte Ensemble „Swinging easy“ (Dr. Axel Keilhack und Harald Fischer; Jazz, Rock, Schlager und Evergreens) Konzerte im Laurentiusring und um 21.30 Uhr lädt Kreisheimatpflegerin Annette Schäfer zu einem geführten Spaziergang durch die Geschichte entlang des bayernweit beachteten Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ein. Judith Hirschberg bittet um 23 Uhr zu einem Orgelkonzert in die 501 Jahre alte, frisch renovierte Sankt-Laurentius-Kirche. Das große Finale findet um Mitternacht am Gemeinschaftshaus statt. Und der ausrichtende Gartenbauverein sorgt selbstverständlich auch für das leibliche Wohl.

Gästen sei empfohlen, an diesem Abend aus Richtung Kleukheim nach Oberleiterbach zu kommen, denn dort wird, unweit der Biogasanlage, ein Großparkplatz ausgewiesen. Ein etwas kleinerer Parkplatz befindet sich an der Kreuzung Reuthloser Straße/Friedhofsweg. Die Freiwillige Feuerwehr regelt im Auftrag der Marktgemeinde den Verkehr.                     M. Drossel

 

Zum Herunterladen

Die Flugblätter (mit Übersichtsplan) zum Download:

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Um das fruchtbare Ackerland zu schützen

ALE-Agraringenieur Daniel Spaderna stellt Initiative „boden:ständig“ vor

08.05.2018  Auf Dauer Experten des Amts für Ländliche Entwicklung beraten Landwirte im Rahmen der Initiative „boden:ständig“ zu Erosionsschutzmaßnahmen auf Ackerflächen. Hier besichtigen Interessenten einen Feldversuch, in dem Silphie in einem Maisbestand mit ausgesät wurde. Foto: Amt für Ländliche Entwicklunggesehen dürfte es für einen Landwirt kaum etwas Schlimmeres geben, als mit jedem stärkeren Regenguss fruchtbaren Boden zu verlieren. Und dennoch geschieht genau das auch im Oberen Maintal in ungezählten Fällen pro Jahr. Die Initiative „boden:ständig“ des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wirkt genau diesem schleichenden Qualitätsverlust der Kulturlandschaft entgegen. Daniel Spaderna vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken in Bamberg erläuterte jüngst in einem Vortrag die Vorzüge und Möglichkeiten.

„Ziele der Initiative ,boden:ständig‘ sind der Erosions- und Bodenschutz, also die Bodenabtragung in der landwirtschaftlichen Fläche zu bremsen, einhergehender Gewässerschutz durch das Vermindern von Sediment und Nährstoffeintrag, die Schaffung von Rückhaltestrukturen in der Landschaft und Abflussspitzen bei Überschwemmung abzumildern“, führte der Experte aus. Die Projektleitung von „boden:ständig“ sei beim Amt für Ländliche Entwicklung angesiedelt.

Wenig Flächenverbrauch, großer Nutzen: Bei dieser „boden:ständig“-Maßnahme wurde ein Flutweg höher gelegt, um Rückhaltemulde zu schaffen, die weiterhin als Acker bewirtschaftet werden kann und  sich nur im Starkregenfall kurzzeitig mit Wasser füllt. Über Betonbauwerk (Mitte), eine Art „Mönch“, läuft das Wasser im Bedarfsfall gedrosselt ab. Foto: Amt für Ländliche EntwicklungRückhaltestrukturen: Gerade diese gibt es in der oft radikal flurbereinigten Kulturlandschaft kaum noch. Es rächt sich nun, dass Hecken und Bäume aus der Flur entfernt wurden. Das führt nicht selten dazu, dass bei stärkeren Regenfüssen Schlammmassen sich ihren Weg ungebremst in die Orte bahnen. Vor allem, wenn die Dörfer an Hängen oder gar in Talkesseln liegen. Außerdem hat sich im Zeitalter von Biogasanlagen das Anbauverhalten mancher Landwirte gewandelt. Doch nur dem Mais den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben, sei zu kurz gegriffen, wie Agrar-Ingenieur Spaderna herausstellte: „Mais ist eine Frucht, die für Erosion anfällig ist, aber eben nicht nur Mais.“

In den vergangenen Jahrzehnten habe man die Kulturlandschaft stark auf Abfluss getrimmt, Wegseitengräben seien ein unterschätztes Gewässersystem. Das ist ein Problem, denn: „Was schnell abfließt, kann nicht versickern und ins Grundwasser gelangen und steht dem Pflanzenwachstum nicht zur Verfügung.“ Wichtig sei es, die Böden aufnahmefähig für Wasser zu machen und die Abflussgeschwindigkeit zu bremsen. So könnten Sedimente sich ablagern und würden nicht in die Flüsse und Bäche gespult. Einstmals begradigte Bäche sollten wieder naturnahe Mäander bekommen. Und wenn Wegseitengräben bepflanzt sind, bremst das ebenfalls die Fließgeschwindigkeit. Der Experte riet davon ab, diese komplett leerzuräumen. 

Daniel Spaderna. Foto: Drossel„Wichtig ist die Mitmachbereitschaft vor Ort, also die Bereitschaft der Bauern und Kommunen“, stellte Daniel Spaderna heraus. Das Rahmenkonzept der Initiative „boden:ständig“ werde zu 100 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung getragen. Voraussetzung ist, dass es fachlichen Handlungsbedarf gibt. Und für die konkreten Umsetzungsmaßnahmen stehen diverse Fördertöpfe zur Verfügung. „Ziel ist es, dass Bauern und Kommunen das Thema zu ihrer eigenen Sache machen und aktiv werden. Jede Maßnahme, und sei sie auch noch so klein, hat Auswirkung auf das Gesamtsystem Bodenerosion.“ 

Weitere Informationen rund um die Initiative „boden:ständig“ gibt im Internet unter www.boden-staendig.eu oder direkt bei Daniel Spaderna, Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, Nonnenbrücke 7a, 96047 Bamberg, Telefon: (0951) 837-411, E-Mail: daniel.spaderna@ale-ofr.bayern.de.      M. Drossel

 

Der Flyer der Initiative „boden:ständig“ zum Download:

Datei downloaden

 

Karl Bär spricht über Glyphosat und Co.

07.05.2018   Die Vortragsreihe zu Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität findet ihre Fortsetzung. Am Dienstag, 8. Mai, ist Karl Bär, Referent für Agrar‐ und Handelspolitik im Umweltinstitut München, zu Gast im Gemeinschaftshaus.  Schwerpunkt seiner Präsentation sind die biologische Artenvielfalt und Auswirkungen von Neonicotinoide (wie Glyphosat) auf die Umwelt.

Beginn ist um 18.30 Uhr, alle Interessenten sind willkommen.  M. Drossel

 

Planer bleibt Berechnungsergebnisse schuldig

Bürger ärgern sich über mangelnde Fortschritte bei Dorferneuerung und Hochwasserschutz

02.05.2018 „Es Der neue Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung Oberleiterbach: (v. li.) Alfons Hennemann, Nikolaus Kunzelmann, Gerhard Senger, Jürgen Endreß (ALE), Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich, Andreas Schonath, Reinhard Sponsel (ALE), Manfred Dümig, Dietmar Dumsky, Reiner Zapf-Willmer, Veronika Schmuck und Alexander Klaus (ALE). Foto: M. Drosselbleibt spannend“ und „Wir befinden uns am Scheideweg der Berechnungen“: Die Aussagen von Planer Markus Albrecht stießen auf großes Unverständnis unter den Zuhörern im Gemeinschaftshaus. Sie hatten damit gerechnet, im Rahmen der Versammlung der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung endlich Klarheit zu erhalten, was in Sachen Hochwasserschutz getan werde und ob der Durchlass des Leiterbachs im Leuchtersbrunnen denn nun entschärft wird. Ernüchterung machte sich breit.

„Wir drehen uns schon seit geraumer Zeit im Kreis“: Udo Seelmann sprach das aus, was wohl vielen auf der Zunge lag. Wieder einmal mussten die Oberleiterbacher mit Informationen zu Dorferneuerung und Hochwasserschutz vorliebnehmen, die sie sowieso zum Großteil schon kannten. Auch Gemeinderat Harald Hümmer Im Bereich des Leuchtsbrunnens ist der Bach schnurgerade und verläuft in einem Betonbett. Am Ende befindet sich ein Durchlass, der nach Meinung der Oberleiterbacher bei Starkregenereignissen problematisch werden könnte. Foto: M. Drosselzeigte sich wenig erfreut über das „auf der Stelle treten“. Markus Albrecht vom Kronacher Büro IVS betonte seinerseits, dass der Entwurf zum hydraulischen Ausbau des Leiterbachs fast fertig sei. Es gebe schon eine erste Berechnung (deren Ergebnisse wollte er aber nicht verraten), die man nun mit Zahlen des Wasserwirtschaftsamts abgleichen wolle. Was er schon sagen konnte: Man wolle den Leiterbach naturnah gestalten, beginnend vom Gemeinschaftshaus bis zum Ortseingang und weiter in Richtung Peusenhof. Spätestens das Starkregenereignis 2013, als der Peusenhofer Weg und komplett geflutet wurde, hatte akuten Handlungsbedarf aufgezeigt. Ein Problembereich ist die Brücke im Peusenhofer Weg, an der der Leiterbach einen 90-Grad-Knick vollführt. Dieser soll im Rahmen der Dorferneuerung entschärft werden: Angeschrägte Betonfertigteile unter der Brücke sollen im Bedarfsfall einen Durchfluss von bis zu vier Kubikmetern pro Sekunde ermöglichen. Außerdem soll der Bach kleine Mäander erhalten. Richtung Peusenhof soll ein Retentionsbereich geschaffen werden. Und im Bereich des Spielplatzes/Bolzplatzes ist ein Grillplatz mit flachem Zugang zum Leiterbach im Gespräch.

Eine Antwort auf die Frage, ob die hydraulische Optimierung im Oberlauf zu Problemen im Leuchtersbrunnen führen wird, blieb Markus Albrecht schuldig. Ein Ergebnis sei in den nächsten vier Wochen zu erwarten, sagte er. Und sollte sich daran herausstellen, dass der Durchlass Leuchtersbrunnen ungenügend ist, so hat das keine Auswirkungen auf die weitere Dorferneuerung, wie Bauoberrat Reinhard Sponsel, Sachgebietsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken in Bamberg, betonte. Dann müsse es zwangsläufig eine weitere Maßnahme geben, dann unter Bauträgerschaft der Gemeinde, aber mit einer 50-prozentigen Förderung.

Jürgen Endreß, Am Peusenhofer Weg macht der Leiterbach einen 90-Grad-Knick. Diese Problemstelle soll im Rahmen der Dorferneuerung entschärft werden. Foto: DrosselTechnischer Amtmann am ALE, blickte auf die bisherigen Bauabschnitte der Dorferneuerung in Oberleiterbach zurück. Von April 2013 bis April 2017 wurden die ersten beiden Teile ausgeführt, 1,65 Millionen Euro wurden investiert. Die Planungen für den nächsten Abschnitt seien vergeben: den Ausbau des Ortsrandweges vom Friedhof bis zur Einsiedler-Ivo-Straße sowie eben Maßnahmen zum Hochwasserschutz, die Fortführung der Renaturierung des „Leiterbaches“ am Ortsrand und Gestaltung der Ortseingänge. Wie Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich versicherte, seien die Mittel für diesen Bauabschnitt im Haushalt 2018 verankert. Ob der Bau heuer noch beginnt, ist aber fraglich. Die Dorferneuerung ist mittlerweile zeitlich arg im Verzug. Gemeinderat Harald Hümmer mahnte zur Eile: „Mindestens einmal pro Jahr haben wir ein Ereignis, das zu Schlamm und Wasser im Ort führt!“ Das ist auch der Lage im Talkessel geschuldet.

Alexander Klaus, ebenfalls vom ALE, ging außerdem auf die Fördermöglichkeiten privater Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung ein. Er informierte, dass Anträge bis spätestens 2022 gestellt sein müssten und der Zuschuss vor Baubeginn zu beantragen ist. 16 Förderanträge seien bereits eingegangen, bislang wurden knapp 400000 Euro an Zuschüssen genehmigt.

An diesem Abend wurden auch die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft bestimmt. Oberleiterbach setzt dabei in den nächsten sechs Jahren auf die bewährte Mannschaft, nur bei den Stellvertretern gab es einige Wechsel.

„Oberleiterbach vorwärts zu bringen. Das ist unser Ziel. Und wir ziehen bislang an einem Strang, das soll auch so bleiben“, verspricht Zapfendorfs Erster Bürgermeister Volker Dittrich den Versammlungsteilnehmern. Diese werden ihn beim Wort nehmen.

 

Der neue Vorstand

Dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gehören an: Andreas Schonath, Dietmar Dumsky, Manfred Dümig, Alfons Hennemann sowie als Stellvertreter Nikolaus Kunzelmann, Gerhard Senger, Reiner Zapf-Willmer und Veronika Schmuck. Darüber hinaus ist auch die Gemeinde in der Teilnehmergemeinschaft, den Vorsitzenden stellt das Amt für Ländliche Entwicklung.                              M. Drossel

 

Im Dorf der Hausmadonnen

28.04.2018   Geschichtsinteressierte Hausmadonnen in Oberleiterbach. Collage: Markus Drosselund Heimatfreunde, die durch Oberleiterbach laufen, sollten ruhig des Öfteren ihren Blick nach oben richten: An zahlreichen Anwesen im 279-Einwohner-Dorf gibt es nämlich Hausmadonnen zu bestaunen, die oftmals ebenso liebevoll gepflegt werden die wie die Gebäude, deren Mauern sie zieren. Hausmadonnen findet der Betrachter vornehmlich entlang des Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code, aber eben nicht nur. Sie sind, damals wie heute, Ausdruck von tiefer Frömmigkeit der Bewohner des Orts. Jede „Hausmaria“ ist dabei ein Unikat, keine gibt es ein zweites Mal im Dorf, etliche von ihnen sind bemerkenswerte Kunstwerke – und alle haben ihre ganz eigene Geschichte.

Süddeutsche Besonderheit

Hausmadonnen gibt es nur im Süden Deutschlands sowie in Österreich. Hatte früher wohl nahezu jedes Anwesen eine solche Figur, sind sie in den vergangenen Jahrzehnten bei Renovierungen oder Umbauten vielerorts verschwunden. Nicht so in Oberleiterbach. Die Vielzahl der Hausmadonnen sei bemerkenswert, findet auch die Bamberger Kreisfachberaterin Annette Schäfer. In diesem Sinne: einen schönen Marienmonat Mai!  Und wer möchte, der kann sich die Collage der Hausmadonnen gerne kostenfrei herunterladen.       M. Drossel

 

Ein Spielparadies aus sieben Tonnen Sand

Gartenbauverein und Dorfjugend setzen Wunsch nach Sandkasten um – Dorfvereine zahlen mit

25.04.2018   Als Traktorfahrer Die Kinder helfen beim Bau des Sandkastens kräftig mit. Foto: DrosselFranz endlich von seinem Kipper aus die ersten Tonnen Sand in den hölzernen Rahmen schüttet, gibt es für die wartenden Kinder kein Halten mehr: Einer ihrer größten Wünsche war es, auf dem weitläufigen Spielplatz am Eichenweg endlich einen Sandkasten zum Buddeln, Bauen und Backen zu haben. Die Spielplatzpaten vom Gartenbauverein haben ihnen diesen nun erfüllt – und auch die kleinen Baumeister helfen mit, dass das Projekt gelingt.

Eifrig und geduldig schaufeln die Kinder den Sand in die Ecken, die der Bulldoghänger nicht erreichen kann. Das wird ihr heiß ersehntes Paradies, für das sie sogar einen finanziellen Beitrag geleistet haben: Der Kinderchor sang bei der Feierstunde zum Bezirksentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ in Kulmbach – und die Gage floss in den Sandkastenbau. Die Erwachsenen, die beim Sandkastenbau natürlich auch mithelfen, haben es schwer, im großen Wuseln noch Platz zu finden. Der drei mal vier Meter große Sandkasten unter weit ausladenden, Schatten spendenden Bäumen entstand in enger Absprache mit dem Markt Zapfendorf und dem dortigen Spielplatzbeauftragten. Beim Bau des Sandkastens. Foto: DrosselGefertigt hat das Unikat Michael Hennemann. Bei der Projektierung und Umsetzung halfen zahlreiche Gartler um Zweite Vorsitzende Angela Hennemann und Vorstandsmitglied Sonja Göbel mit. Gemeinsam leiten sie auch die Dorfjugend. Und die örtlichen Vereine beteiligten sich ebenfalls am Sandkastenbau, mit Muskel- und Finanzkraft. Insgesamt werden mehrere hundert Euro investiert, zuzüglich ungezählter ehrenamtlicher Stunden. So laden Beim Bau des Sandkastens. Foto: Drosselnunmehr sieben Tonnen Sand zum Toben und Tollen ein. Außerdem gibt es auf dem Spielplatz einen Kletterturm, eine Nestschaukel, „normale“ Schaukeln, eine großer Rutschturm sowie – für viele Besucher ein Glanzpunkt – die Seilbahn. Gleich nebenan auf dem Bolzplatz kann Fußball gespielt werden. Ruhebänke ermöglichen den Eltern einen gemütlichen Plausch, während sie auf ihre Sprösslinge aufpassen. Außerdem haben sie auf dem Spielplatz via Hotspot Gemeinschaftshaus freien Internetzugang.

Die gesamte Spielanlage entstand vor einigen Jahren unter Regie des Gartenbauvereins, der in diese einen guten Teil seines Vereinsvermögens steckte.                        M. Drossel

 

 

Damit die Heimat lebenswert bleibt

Vortragsreihe zu Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität

 19.04.2018   Seit dem Jahr 2013 versorgen Biogasanlage und Dorfheizung einen Großteil der Haushalte im Golddorf Oberleiterbach mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese Pionierleistung, die dem 279-Seelen-Ort den Titel Bioenergiedorf (das erste und einzige im Landkreis Bamberg) und den Bürgerenergiepreis Oberfranken einbrachte, nimmt die Einwohner aber auch in die Verantwortung, weiterzudenken und vorauszugehen. Aus diesem Grund haben die Lätterbocher für April und Mai eine Vortragsreihe zu den Themen Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität organisiert.

Der erste Vortrag Unser Dorf hat Zukunft.findet am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr im Rahmen der Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung statt und stellt das Projekt „boden:ständig“ vor. Es handelt sich um eine bayernweite Initiative mit Landwirten und Gemeinden zum Schutz von Boden und Gewässern. Vortragender im Gemeinschaftshaus ist der Ansprechpartner für Oberfranken, Daniel Spaderna.

Am Dienstag, 8. Mai, ist Karl Bär, Referent für Agrar‐ und Handelspolitik im Umweltinstitut München, zu Gast im Gemeinschaftshaus.  Schwerpunkt seiner Präsentation sind die biologische Artenvielfalt und Auswirkungen von Neonicotinoide (wie Glyphosat) auf die Umwelt.

 Naturschutz und aktuelle Fördermaßnahmen stehen am Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr, im Mittelpunkt. Referent ist dann Bernhard Struck, der im Landratsamt Bamberg im Fachgebiet Umweltschutz die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege vertritt.

 Alle Vortragsabende sind kostenfrei, alle Interessenten sind willkommen und erhalten von den Vortragenden Informationen aus erster Hand zum Erhalt der Heimat.                  M. Drossel

 

Ein Blütenmeer gegen Abschwemmen wertvoller Erde

 Bioenergiedorf geht mit gutem Beispiel voran – Drohne wirft Schlupfwespen-Kokons ab

07.04.2018   Dass der Weil Umweltschutz einfach mehr ist: Bio-Anbauerin Veronika Schmuck und Dr. Alexander Dümig überlegen oberhalb der Oberleiterbacher Biogasanlage, wo sie die Blühstreifen ansähen können. Foto: Drossel279-Einwohner-Ort den Titel des ersten und einzigen Bioenergiedorfs im Landkreis Bamberg tragen darf, macht die Lätterbocher stolz. Doch darauf wollen sie sich nicht ausruhen. Im Gegenteil: Sie starten eine Reihe von Naturschutzprojekten und suchen als Pioniere in der Umgebung bewusst neue Wege, wie eine nachhaltige, umweltbewusste Landwirtschaft betrieben werden kann. Im Rahmen einerBürgerinformationsveranstaltung stellten die Verantwortlichen ihre Vorhaben vor – und beeindruckten damit nicht nur Zapfendorfs Ersten Bürgermeister Volker Dittrich.

In Oberleiterbach gibt es bereits eine Dorfheizung, die gute Teile der Haushalte mit Wärme aus regenerativen Rohstoffen versorgt. Die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim liefert ihrerseits Strom und ebenso Wärme. Im vergangenen Jahr waren jedoch vermehrt Maisanbauflächen rund um den Ort zu sehen – einerseits nicht toll für das Landschaftsbild, andererseits auch ein Problem bei Starkregenereignissen, da Maispflanzen später sprießen als beispielsweise Winterweizen. Die Landwirte Veronika und Hans Schmuck, selbst Betreiber der Biogasanlage, gehen nun als Vorbild voran.

 Horizontal zur Hangneigung

Einerseits werden sie in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander Dümig, Experte für Pflanzenernährung, Boden- und Düngemanagement, Blühstreifen horizontal zur Hangneigung anlegen. Einerseits erhalten so heimischen Bienen und Insekten Nahrung, was nicht nur den örtlichen Imker freuen dürfte. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern. Darüber hinaus plant das Landwirtsehepaar Testflächen für die mehrjährige Ackerfrucht Silphie, die ebenfalls in Biogasanlagen verwendet werden kann. Der große Vorteil: Nach der Ernte sind die Wurzeln weiter im Boden, die Pflanze hält den Boden zusammen – und treibt im nächsten Jahr wieder aus. Für die geplante Pionierarbeit der Familie Schmuck gab es viel Applaus von den Bürgern. „Jeder Verpächter hat übrigens selbst in der Hand, was auf seinen Flächen geschieht“, gab Veronika Schmuck als Motivation zur Nachahmung mit auf den Weg.

Darüber hinaus soll in der Oberleiterbacher Flur in diesem Jahr weitere Forschungsarbeit betrieben werden. Auf zwei Maisanbauflächen wollen Veronika und Hans Schmuck in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Coburg-Lichtenfels Kokons von Schlupfwespen ausbringen, die dem Maiszünsler an den Kragen sollen. Das Prozedere ist durchaus spannend: „Die Kokons werden mit einer Drohne über dem Feld abgeworfen“, erklärte Veronika Schmuck.

Auch bei der Ausbringung der Biogasgärreste versucht die Familie Schmuck  Stickstoffverluste zu minimieren, indem sie die Gärreste sofort mit einer Scheibenegge einarbeitet und mit einem Stickstoff-Stabilisator versetzt. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern.

Heimat für Mauersegler und Fledermaus
Das Trafohaus in der „Huppengasse“ soll zum Domizil für Vögel und Fledermäuse werden. Foto: DrosselEin weiteres Naturschutzprojekt hat Udo Seelmann angeschoben. Das nicht mehr benötigte Trafohäuschen in der Huppengasse im historischen Ortskern soll Heimat für schützenswerte Tierarten werden. Wie Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer ausführte, sei geplant, das Häuschen in Altweiß zu streichen und dann mit Wildem Wein und Efeu zu begrünen. Im oberen Bereich sollen Nisthilfen angebracht werden, für Mauersegler und Fledermäuse. Die Betreiberfirma hat bereits zugestimmt, nun geht es an die Umsetzung. Kreisfachberaterin Claudia Kühnel regte an, dass die Jugendgruppe ein Beobachtungsprojekt der künftigen Bewohner initiieren könnte.

Im Bereich des Huschersbergs ist eine Vogelschutzhecke geplant, der Hochwasserschutzwall Richtung Reuthlos wird bepflanzt, im Ort selbst werden einige Bäume gepflanzt, im Bereich des „kleinen Dorfplatzes“ an der Ecke Kleukheimer Straße/Leuchtersbrunnen beispielsweise eine weitere Linde, die mit den dortigen beiden großen Pendants gut harmonieren dürfte. Und im südlichen Teil des neu gestalteten Kirchhofs, an der frisch renovierten Sankt-Laurentius-Kirche, soll eine „repräsentative Visitenkarte“ (Claudia Kühnel) entstehen, sprich: hier soll es ansprechend grünen und blühen. Dabei gehen Gartenbauverein und Kirchenverwaltung Hand in Hand.

Den Bürgermeister beeindruckt

Nachhaltigkeit war das große Thema des Bürgerinformationsabend. Nachhaltig war auch der Rathauschef beeindruckt. „Das alles macht nicht der Markt Zapfendorf, das alles leisten die Oberleiterbacher Bürger. Dafür meinen herzlichen Dank“, stellte Volker Dittrich heraus. Und auch Kreisfachberaterin Claudia Kühnel lobte das nachhaltige Denken der Dorfbevölkerung an diesem Abend mehr als nur einmal in den höchsten Tönen.                                                     M. Drossel

 

Wahlen bei der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung

05.04.2018   Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) lädt die Eigentümer der zum Verfahrensgebiet Oberleiterbach gehörenden Grundstücke und die ihnen gleichstehenden Erbbauberechtigten werden zur Teilnehmerversammlung ein. Diese findet unter der Leitung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken statt am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr, im Gemeinschaftshaus in Oberleiterbach, Eichenwe.
Tagesordnung
1. Erläuterung der Aufgaben des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft
und des Wahlverfahrens
2. Neuwahl ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder und ihrer
Stellvertreter
3. Vorstellung der Planung „Hydraulische Optimierung des
Leiterbaches mit Maßnahmen zum Hochwasserschutz“
4. Informationen zur Initiative „boden:ständig“
5. Allgemeine Aussprache

Die Vertretung durch Bevollmächtigte ist zulässig. Bevollmächtigte haben sich in der Versammlung durch eine schriftliche
Vollmacht auszuweisen, bei der die Unterschrift des Vollmachtgebers öffentlich oder amtlich beglaubigt sein muss. Die amtliche Beglaubigung erteilt die Gemeinde gebührenfrei. Zu beachten ist jedoch, dass nach § 21 Abs. 3 FlurbG im Wahltermin jeder Teilnehmer oder Bevollmächtigte nur eine Stimme hat, auch wenn er mehrere Teilnehmer vertritt. Teilnehmer, die nicht selbst in der Wahlversammlung anwesend sein können, werden daher zweckmäßig eine Person bevollmächtigen, die nicht selbst als Teilnehmer stimmberechtigt ist.

Fleißige Handwerker arbeiten am „Goldbrunnen“

Am "Goldbrunnen" wird gearbeitet. Foto: Drossel

04.04.2018   Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwo in Oberleiterbach Hand angelegt wird. Mal wird hier ein Blumenbeet gehegt, mal dort ein Bauerngarten gepflegt, mal hier ein Gerüst für eine Renovierung aufgestellt oder dort ein Busch auf Frühling getrimmt. Es tut sich was in Lätterboch! 

Auffälligste Baustelle ist jedoch die in der Kleukheimer Straße, wo das Umfeld des „Goldbrunnens“ (er erinnert an die Goldmedaille auf Bundesebene 1977) neu gestaltet wird. Dafür zeichnet der Gartenbauverein verantwortlich.

Wie gut, dass es in Oberleiterbach viele fleißige Handwerker stehen, die wahre Könner ihres Fachs sind. Viele Dorfbewohner freuen sich schon auf den Tag, an dem der „Goldbrunnen“ endlich wieder Wasser führt. Der Osterbrunnen, der normalerweise am „Goldbrunnen“ aufgebaut wird, findet sich heuer einige Meter weiter, am Pilgerbrunnen neben der Nepomukstatue. 

Wieder ein Stückchen schöner