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Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Silber auf Landesebene

Ziel von „Plant for the Planet“ ist es, durch das Pflanzen von Bäumen dem Klimawandel entgegenzuwirken.  Im Rahmen der Dorferneuerung und des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurden in Oberleiterbach bereits mehr als 50 Bäume gepflanzt. Informationen zu „Plant for the Planet“ finden Interessenten unter www.plant-for-the-planet.org/de.

Hier geht`s zum Baumzähler des Gartenbauvereins Oberleiterbach. www.billion-tree-campaign.org/117041

Hier haben wir uns ein Ziel gesetzt, welches wir in einem Menschenleben erreichen möchten. 


„Mitfahrbänkla“ macht Menschen mobil

Start des landkreisübergreifenden Bürgerprojekts – Die moderne Art des Trampens

EBENSFELD/ZAPFENDORF  Mal schnell zum Arzt, ein Rezept holen, im Supermarkt ein Pfund Butter besorgen oder sich mit der Freundin im Nachbarort auf einen Plausch bei Kaffee und Kuchen treffen? Für Besitzer eines Autos ist das kein Problem. Wer jedoch fernab der Zentren wohnt und keinen fahrbaren Untersatz sein Eigen nennt, der tut sich schwer. „Dabei fahren wir doch so oft zwischen den Orten hin und her und hätten nicht selten Platz, jemanden mitzunehmen, der Interesse hätte“, dachte sich Angela Hennemann. So entstand in Oberleiterbach aus einer Idee das Projekt „Mitfahrbänkla“, in dem mittlerweile nicht nur die Marktgemeinden Ebensfeld und Zapfendorf zusammenarbeiten, sondern auch die Kreise  Bamberg und Lichtenfels, unterstützt von „Oberfranken Offensiv“. Zum symbolischen Startschuss trafen sich die Projektbeteiligten direkt an der Nahtstelle der Landkreise.

Zapfendorfs Bürgermeister Volker Dittrich beleuchtete in seinen Grußworten die Geschichte des interkommunalen Projekts: Entstanden sei die Idee im Gemeindeteil Oberleiterbach, und Angela Hennemann, die 2. Vorsitzende des Gartenbauvereins, habe dann Gespräche mit den beiden Markgemeinden gesucht. Lange vor Projektstart wurde eine WhatsApp-Gruppe zur Absprache gegründet, ein Fahrplan mit den Kernzeiten zusammengetragen und dann für den Ort ein Prototyp eines „Mitfahrbänkla“ errichtet. Das Schild hierfür designten und produzierten Roland Amon und Andrea Senger – aus, wie sollte es anders sein, Oberleiterbach (Zapfendorf) und Ebensfeld. „Diese ehrenamtliche Arbeit der Oberleiterbach ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr“, lobte der Rathauschef und sprach von einer neuen Art der Mobilität.

Ein farbenfroher Hingucker

Dittrich dankte „Oberfranken Offensiv“ und dem Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken, die die Kommunen je mit einem Zweierset „Mitfahrbänkla“ unterstützen. Dank ihrer Farbgebung in himmelblau, maigrün und signalrot sind sie ein Hingucker an ihrem Standort und schwer zu übersehen. Am Schild über der Sitzgelegenheit kann der Interessent, der gerne mitgenommen werden möchte, einstellen, wohin die Reise gehen soll. Eines der Zapfendorfer „Mitfahrbänkla“ soll an der Hauptstraße in Höhe der katholischen Kirche stehen, das zweite wäre in einem Gemeindeteil wie Kirchschletten oder auch in Unterleiterbach denkbar. Fix ist, dass der Markt Ebensfeld eine seiner Sitzgelegenheiten in Höhe der ehemaligen Tankstelle Berthold (Hauptstraße) montieren wird. Und die andere? „Wahrscheinlich im Kellbachgrund, also in Prächting oder Kleukheim“, sagte Bürgermeister Bernhard Storath im Gespräch mit dieser Redaktion. „Und ich hoffe, dass das Bänkla bald nicht mehr so nagelneu glänzt, sondern viel genutzt wird und dadurch abgewetzt.“ Das „Mitfahrbänkla“ sei die moderne Weiterentwicklung des Trampens.

Bambergs Landrat Johann Kalb lobte die ebenso einfache wie geniale Idee. Und er ließ durchblicken, dass der Landkreis mit dem Gedanken spiele, interessierten Kommunen die ein oder andere „Mitfahrbank“ zu spendieren, um die Hilfe zur Selbsthilfe voranzutreiben. Helmut Fischer, der Stellvertreter des Lichtenfelser Landrats, betonte, dass die Zusammenarbeit der Landkreise Lichtenfels und Bamberg immer sehr gut funktioniere. Er ließ durchblicken, dass er auch im Kreis Lichtenfels eine zweite Kommune gebe, die „Mitfahrbänkla“ aufstelle, um Menschen und Orte zu verbinden: eben Michelau.

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„Ich find‘s a geila G’schicht‘.

Ich würd‘ sofort jemanden

mit’m Auto mitnehma,

wenn da aner drauf sitzt.“

Frank Ebert,

„Oberfranken Offensiv“

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„Ich find‘s a geila G’schicht‘. Ich würd‘ sofort jemanden mit’m Auto mitnehma, wenn da aner drauf sitzt“, sagte Frank Ebert, Geschäftsführer von „Oberfranken Offensiv“, beim Ortstermin. „Oberfranken Offensiv“ und dem Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken seien regelrecht überrannt worden, als sie bekannt machten, dass man „Mitfahrbänkla“ spendieren wolle. „Wir hatten knapp 50 Bewerbungen von Kommunen innerhalb von zehn Minuten.“ So stockte man die ursprünglich geplanten zehn Sitzgelegenheiten kurzerhand auf 40 auf. Gefertigt wurden diese bei den Werkstätten der Diakonie Neuendettelsau in Himmelkron.

Hoffen auf rege Beteiligung

„Die ,Mitfahrbänkla‘ sind kein Ersatz für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, wohl aber eine Ergänzung“, stellte Ebert heraus. „Er Erfolg hängt stark davon ab, wie die Kommunen die Idee transportieren.“ Es gelte also, in Gemeindeblättern sowie von Mund zu Mund Werbung zu machen.

„Was braucht ein Dorf um auch in der Zukunft für alle Altersgruppen attraktiv zu sein?“: Projektpatin Angela Hennemann erläuterte, dass diese Frage eine der zentralen sei, die man sich im oberfränkischen Golddorf Oberleiterbach immer wieder gestellt habe. So habe man sukzessive am Dorf und am dörflichen Miteinander gearbeitet, habe Projekte ausgearbeitet und angepackt. Stellvertretend nannte sie das kostenlose Internet im und am Gemeinschaftshaus, die Neugestaltung des Spielplatzes sowie der für die Denkmalschutzmedaille vorgeschlagene Historische Dorfrundgang, der mittels QR-Code Historie und Moderne verbindet.

„Mit dem interkommunalen, oder besser gesagt landkreisübergreifende ,Mitfahrbänkla‘, dieser Vernetzung beider Marktgemeinden und Landkreise bieten wir allen Bürgern eine Möglichkeit, über die bisherigen Grenzen hinweg mobil zu sein. Ich hoffe,  die Bürger nutzen diese rege, sodass die Mitfahrbänke schon bald nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind.“ Getreu dem Motto, das das Dorf sich selbst gegeben hat: „Wo Zukunft schon heute ist“.

 

Infobox: So funktioniert das „Mitfahrbänkla“

In der Anfangsphase gibt es beim Projekt „Mitfahrbänkla“ hauptsächlich Beförderungsmöglichkeiten entlang der Achsen Ebensfeld-Oberleiterbach und Ebensfeld-Unterleiterbach-Zapfendorf sowie in den Gegenrichtungen. Wer mitgenommen werden will, nimmt auf den dafür vorgesehen Sitzgelegenheiten Platz und wartet auf einen Autofahrer, der ihn zum Ziel befördert. Jeder Autofahrer ist eingeladen, sich zu beteiligen. Es gibt jedoch keinen Beförderungsanspruch. Die Teilnehmer sind versichert: Bei Unfällen greift die Kfz-Haftpflicht beziehungsweise Privathaftpflichtversicherung. Die Teilnahme am „Mitfahrbänkla“ wird ab 16 Jahren empfohlen, darunter liegt es in der Eigenverantwortung der Erziehungsberechtigten. Die größte Chance auf ein „Bürgertaxi“ haben Interessenten montags bis freitags zwischen 7 und 9 Uhr, zwischen 12 und 14 Uhr sowie zwischen 16 und 17 Uhr.

Wer Fragen hat, in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen werden will oder sein Dorf an das Projekt „Mitfahrbänkla“ angliedern möchte, wendet sich an Angela Hennemann, E-Mail: angela.hennemann@gmx.de. Weitere Informationen auch auf der Homepage www.oberleiterbach.de


Kirchweihgaudi trotz „Wackel-Wetter“

Feuerwehr verwöhnt die Gäste nach allen Regeln der Kunst – Viele zufriedene Gesichter

OBERLEITERBACH Nein, so richtig gut meinte Petrus es in diesem Jahr nicht mit den Lätterbochern: Am Freitag und am Montag, den beiden Haupttagen der Kerwa, schickte er dunkle Wolken und Regen statt der erhofften Sonnenstrahlen ins Bundesgolddorf. Davon ließen sich die Gäste aber nicht abhalten: Sie kamen zahlreich und ließen sich vom Team der Feuerwehr nach allen Regeln der Kunst verwöhnen.

Trotz der Konkurrenz im Umfeld entschieden sich viele Genießer für einen Besuch in Oberleiterbach. Selbst aus dem Landkreis Kronach gesellten sich Gäste an die Tische im Gemeinschaftshaus. Dass die Feuerwehrler zur Kerwa Köstliches zum fairen Preis anbietet, hat sich eben herumgesprochen. Schlachtplatte, Knöchla, Haxen, Schäuferla, Pfannenschnitzel und Co. fanden reißenden Absatz. Wohl dem, der einen Platz ergatterte.

Bereits zum Auftakt war in der mit Feuerwehrschläuchen dekorierten und in Feuerwehrrot beleuchteten „löschBAR“ richtig viel los. Etliche der Gäste machten die Nacht zum Tage und feierten ausgelassen in die Morgenstunden. Am Samstag wurde es dann sportlich: Beim Kirchweih-Gaudifußballspiel ging es sehr fair und erstaunlich rassig zur Sache. Dabei zeigte nicht nur der Nachwuchs, was in ihm steckte, auch so mancher Fußballveteran spielte auf, als habe er seine Stollenschuhe niemals an den berühmten Nagel gehängt. Das Ergebnis war zweitrangig: Die Gäste beklatschten jedes Tor und jede sehenswerte Aktion. Und von beiden gab es reichlich.

Nach dem Festgottesdienst mit Kurian Chakupurackal in der Sankt-Laurentius-Kirche ging es am Sonntagmorgen beim Frühschoppen zünftig zu. Der Rest des Festsonntags gehörte dann familiären Feiern: Die Feuerwehr pausierte, die Organisatoren hatten Zeit zum Durchschnaufen. Am Montag blieben aufgrund des Wetters Hüpfburg und Torwand am Montag eingemottet. Was aber nicht bedeutete, dass die Gäste nicht trotzdem rundum zufrieden waren. Stattdessen lobten sie die ihnen servierten Genüsse in den höchsten Tönen, auch in der „löschBAR“ ging es noch einmal bis in die frühen Morgenstunden rund. Und so fiel die Bilanz von Vorsitzendem Philipp Kunzelmann trotz des unpassenden Wetters positiv aus.

Kerwa is...

Es gibt Feste, denen eilt ihr Ruf voraus. Die Kirchweih in Oberleiterbach ist eines von ihnen. Der Grund: Die Feuerwehr bietet ihren Gästen an den Festtagen schmackhafte Speisen zu fairen Preisen, die es anderswo so schon lange nicht mehr gibt. Für die typisch fränkische Schlachtplatte und die zarten Knöchla am Freitagabend beispielsweise und die hausgemachten Pfannenschnitzel, die deftigen Haxen und die knusprigen Schäuferla am Kerwamontag nehmen die Besucher teils weite Anreisen auf sich. Die Feiertage für den Gaumen starten heuer am Freitag, 31. August. Den Festgottesdienst in „Sankt Laurentius“ am Sonntag, 2. September, hält Pfarrer Kurian Chakupurackal ab 9 Uhr.

Seit vielen Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr um die Vorsitzenden Philipp Kunzelmann und Benedikt Hennemann Ausrichter des weltlichen Teils der Kerwa. Die Schlemmerreise am Gemeinschaftshaus im Eichenweg beginnt am Freitagabend um 18 Uhr mit den Spezialitäten Schlachtplatte und Knöchla, aber auch ofenfrischen Pizzen und Schmankerln vom Grill. Zum Ausschank gelangen einmal mehr die Getränkespezialiäten der Merkendorfer Brauerei Hummel.

Um 20 Uhr öffnet dann die mit Feuerwehrutensilien stilecht dekorierte löschBAR ihre Tore, und das gleich mit einer Happy Hour (bis 21 Uhr). Freunde härterer Getränke freuen sich auf eine große Auswahl von Drinks und Longdrinks, die wohl keine Wünsche offen lässt.

Am Sonntag nach dem Festgottesdienst lädt die Feuerwehr zum Frühschoppen am Gemeinschaftshaus ein (bis 12 Uhr). Der Haupttag ist traditionell der Kirchweihmontag: Am 3. September geht es ab 16 Uhr in die Vollen. Der Gast hat bei Pfannenschnitzel, Haxen, Schäuferla, Pizzen und herzhaften Grillspezialitäten die Qual der Wahl. Ab 20 Uhr gibt das Team der löschBAR noch einmal Gas, eine Stunde lang gibt es dort Hochprozentiges zum Sonderpreis. Dass in der löschBAR die Nacht zum Tage gemacht werden darf, versteht sich von selbst.

Oberleiterbach darf sich seit diesem Jahr eines der schönsten Dörfer Bayerns nennen. Die Lätterbocher sind stolz, im Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Silbermedaille geholt zu haben. Kein Wunder, ist der Geburtsort von Einsiedler Ivo Hennemann (der aus Joseph Victor von Scheffels Frankenhymne) doch geprägt von liebevoll gepflegten Fachwerkhäusern, über die Interessenten beispielsweise im Rahmen des bayernweit einzigartigen Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code mehr erfahren können. Darüber hinaus erzeugt der Ort, genauer gesagt die örtliche Energiegenossenschaft, weit mehr regenerativen Strom und Wäre aus nachwachsenden Rohstoffen, als er benötigt. Weiterführende Informationen zum Ort und dem regen Vereinsleben gibt es im Internet auf der Homepage www.oberleiterbach.de.

Im vergangenen Jahr feierte die Sankt-Laurentius-Kirche ein besonderes Jubiläum: Das schmucke Gotteshaus mit der Welschen Haube wurde 500 Jahre alt und im Vorfeld aufwändig sowie mit viel Eigenleistung restauriert. Erzbischof Ludwig Schick, der gleich zweimal in das Dorf im Markt Zapfendorf kam, war überaus angetan vom bürgerschaftlichen Engagement und lobte die Oberleiterbacher in den höchsten Tönen. Als die heutige Kirche „Sankt Laurentius“ 1517 feierlich konsekriert wurde, gehörten die Oberleiterbacher Katholiken noch zur Pfarrei Ebensfeld. Als 1625 im nahen Kleukheim eine Pfarrei entstand, baten die Lätterbocher wenig später, dieser zugeteilt zu werden. 1654 erfüllte der Bamberger Bischof ihren Wunsch. Doch bereits 1698, als Kirchschletten von der Pfarrei Zapfendorf abgetrennt wurde, kamen die Oberleiterbacher zu dieser neuen Pfarrei.

Es gibt Belege dafür, dass das heutige, trutzig wirkende Gotteshaus nicht das erste an dieser Stelle ist. So wurde 1489/90 eine „kirchmawer“ erwähnt, was auf einen Vorgängerbau schließen lässt. Im Gewölbe des Chors der Laurentiuskirche jedenfalls ist das Jahr 1517 für die Nachwelt erhalten geblieben, dazu ein nicht identifizierbares Stifterwappen. Der Erbauer des (Bad) Staffelsteiner Rathauses, der in Kaider geborene und in Stübig ansässige Adam Kuntzelmann, fertigte im Jahr 1681 die charakteristische Welsche Haube.

 


Das „Rote Pferd“ durch die Nacht gejagt

Besuchermassen lassen Dorffest zum großen Erfolg werden – Schon nachmittags proppenvoll

Oberleiterbach Mit dem „Böhmischen Wind“ bliesen „Dieter und seine Musikanten“ die Regenwolken fort, zum „Hochachtungsmarsch“ ließ sich die Sonne dann erstmals blicken, beim Titel „Sommernachtsfest“ bestand kein Zweifel mehr, dass das Wetter halten würde – und beim Posaunensolo von Klaus Sünkel mussten die Organisatoren sich sputen und flugs die Reservegarnituren aufstellen: Einmal mehr war das Dorffest des Soldaten- und Kameradschaftsvereins ein Publikumsmagnet. Schon am frühen Nachmittag ließen es sich mehrere hundert Besucher auf dem Festplatz am Eichenweg so richtig gut gehen.

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Die Regen- und Hagelschauer aus dem vergangenen Jahr hatte Dieter Zapf noch gut in Erinnerung. Heuer war er bester Laune, moderierte und leitete das zwei Dutzend Musiker starke Ensemble mit viel Schwung und sang sich zusammen mit Duettpartnerin Hilde in die Herzen der Besucher. Die beliebte Kapelle, ein Zusammenschluss von versierten Blasmusikfreunden aus Ober- und Unterfranken, hatte einen bunten Strauß aus böhmisch-mährischen Melodien geschnürt. Das Publikum goutierte die erstklassige Nachmittagsunterhaltung mit reichlich Applaus.

Musik für alle Generationen

Ab dem frühen Abend trieb das Trio „Mainfieber“ das Stimmungsbarometer weiter nach oben. Jürgen und Bernd Donath sowie Hubert „Pfloggy“ Wolf hatten viele Hits und Evergreens im Gepäck. Zu „Ich bin geboren, um Dich zu lieben“ wurde getanzt, zum „Kufsteinlied“ sich beim Nachbarn untergehakt und geschunkelt, beim Oberfrankenlied kräftig mitgesungen und „Rock Mi“ kräftig mitgeklatscht. Mittlerweile war die Gästezahl weit ins Vierstellige gestiegen: Was für ein Erfolg.

Hochstimmung herrschte auch auf der Hüpfburg, und das den ganzen Tag über. Immer wieder pendelten die Kinder zwischen dem blauen „Luftschloss“ und dem angrenzenden Spielplatz hin und her. Rutschenhaus, Kletterturm, Schaukeln, Seilbahn, Wipptiere, Sandkasten: Die kleinen Gäste waren selig und wussten gar nicht, wo sie zu erst spielen sollten. Und die Eltern brauchten sich nicht sorgen, denn der Straßenzug rund um das Dorffest war an Mariä Himmelfahrt allein den Feiernden vorbehalten.

„Kompliment“ für die Gastgeber

Als es längst schon dunkel war und „Mainfieber“ „Ein Kompliment“ von Sportfreunde Stiller anstimmten, so war das durchaus auch als Dankeschön für und Hommage an die Veranstalter zu verstehen: Vor 21 Jahren spielten die Musiker zum ersten Mal bei diesem Fest und sie hatten auch heuer erkennbaren Spaß an der Sache. So sehr, dass sich Jürgen Donath sogar noch zur Kinderanimation hinreißen ließ, beim „Bobfahrerlied“ sich mächtig in die Kurven legte, beim „Fliegerlied“ die Muskeln spielen ließ und das „Rote Pferd“ durch die Nacht jagte. Die Kinder taten es ihm gleich – und die Erwachsenen feuerten sie kräftig an. In der Freiluftbar war noch bis deutlich nach Mitternacht Betrieb.    M. Drossel

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Geschichtsdetektive knobeln sich durchs Dorf

„Historische Schnitzeljagd“ begeistert die Kinder – Am Ende eine süße Überraschung

OBERLEITERBACH „Wo Zukunft schon heute ist!“ Romy, Alexander, Philipp, Anna, Max und Andrea schreien den Satz mit Inbrunst. Gespannt blicken sie sich auf dem Dorfplatz um. Was wird nun passieren? Dass das Lösungswort der „historischen Schnitzeljagd“ stimmt, da sind sie sich sicher. Es ist schließlich das Motto des Dorfes, in dem sie gerade unterwegs sind. Aber nun? Sie rufen erneut den Slogan, sondieren ein weiteres Mal die Lage. „Da!“ Wie von Zauberhand öffnet sich das Tor des Feuerwehrhauses. Die Kinder stürmen los. Die Schatztruhe haben sie längst erblickt.

Eingeladen hatte zur Schnitzeljagd der besonderen Art hatte die Dorfjugend um die Leiterinnen Angela Hennemann und Sonja Göbel. Im Nu waren die begehrten Plätze belegt, junge Geschichtsdetektive aus den Märkten Zapfendorf und Ebensfeld hatten sich angemeldet. Mit Tablet und Smartphone bewaffnet, ging es mit Start am Gemeinschaftshaus auf Spurensuche. Die Fragen, die ihnen mit auf den Weg gegeben wurden, waren teilweise gar nicht so einfach. Was bitteschön ist ein Büttner? Was kostete im Jahr 1967 in der ehemaligen Gastwirtschaft „Jägersruh“ genau 80 Pfennig? Auf den Tafeln des Historischen Dorfrundgangs standen einige der gesuchten Informationen, längst aber nicht alle. Also wurden die Mobiltelefone gezückt und flugs die QR-Matrix gescannt. „Aha, ein Stück Torte war es also, das 80 Pfennig kostete“: Antonia und Sarah haben es herausgefunden.

Dass der Bach durch den Ort der Leiterbach ist und das Dorf sich einst in Oberend und Unterend teilte, ist für die Geschichtsdetektive kein Problem. „Aber wisst ihr denn, was ein Walmdach ist?“ Angela Hennemann blickt in viele fragende Gesichter. „Das ist wie bei der Frisur von Anna: Das Hausdach hat quasi einen Pony“, erklärt die Leiterin der Dorfjugend anschaulich und kindgerecht. Anna nickt: So ist das also.

„Gab es früher denn nur ein Klassenzimmer ist der alten Schule?“ Marie mag es gar nicht glauben, was sie auf der Informationstafel gelesen hat. „Ja, früher wurden alle Kinder des Dorfes in nur einem Klassenzimmer unterrichtet“, bestätigt Angela Hennemann. „Und der Lehrer wohnte hier auch.“ Diesem Umstand kann Marie wiederum etwas Positives abgewinnen: „Er hatte es also nicht weit zur Schule.“

Etwas mehr als 90 Minuten dauert die „historische Schnitzeljagd“ im Rahmen des Sommerferienprogramms. Die Geschichtsdetektive erfahren, dass Oberleiterbach einst eine Tageskegelbahn hatte, was ein Dreiseithof ist, das „Kruzifix“ nichts anderes als Kreuz bedeutet, wie Landwirtschaft früher funktionierte, dass einst fast jedes Haus einen Hausnamen hatte – und vieles mehr. Der Start ist auch das Ziel: Am Spielplatz tragen sie die Lösungsbuchstaben auf dem Rätselbogen ein, rufen stolz den Satz – und werden mit reichlich Süßigkeiten aus der Schatztruhe belohnt. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Anika im Anschluss. Ja, das finden auch die anderen, und mampfen genüsslich ihre süße Beute. So spannend kann Geschichtsunterricht im Freien sein, selbst in den großen Ferien.

Das Schülerrätsel auf Basis des Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ist kostenlos und als Download auf der Seite www.oberleiterbach.de zu finden. Einzige Voraussetzung ist ein internetfähiges Tablet oder Smartphone, und schon kann der Knobelspaß beginnen.

 

Entlang des Historischen Dorfrundgangs gibt es für die Kinder einige knifflige Fragen zu beantworten. Nach und nach erarbeiteten sich die Geschichtsdetektive so einen Lösungssatz. Foto: Martina Drossel

Ein „Zehner“ auf die 100-Meter-Distanz

Leonhard Eberth sichert sich den Wanderpokal beim Pokalschießen

Von Martina Drossel

OBERLEITERBACH   Da staunten die anderen Teilnehmer aber nicht schlecht: Leonhard Eberth legte beim Pokalschießen das Großkaliber-Gewehr mit Zielfernrohr auf die 100-Meter-Distanz an, zielte und schoss, als wäre es das Leichteste der Welt. Der satte „Zehner“, den das Blatt auf der Schießanlage am Wolfsanger anzeigte, war einfach nicht zu toppen. Der Wanderpokal der Schießgruppe des Soldaten- und Kameradschaftsvereins, einmal mehr ausgeschossen mit einer für die heimischen Sportschützen er ungewöhnlichen Langwaffe, war ihm nicht zu nehmen.

Auch sonst konnte Schießleiter Stephan Metzner zufrieden sein: Die Beteiligung war gut am Pokalschießen im Waldschießhaus, auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Neben dem Wettbewerb um den Wanderpokal gab es noch das eigentliche Pokalschießen mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf der 50-Meter-Distanz. Diesen Wettbewerb entschied Stefan Amon für sich, gefolgt von Georg Seelmann und Ludwig Hennemann. Schießleiter Metzner nahm die Preisverteilung im Rahmen einer Brotzeit im Gemeinschaftshaus Oberleiterbach vor.

Nach dem sportlichen Höhepunkt folgt an Mariä Himmelfahrt der kulturelle: Der Soldaten- und Kameradschaftsverein lädt ab 14 Uhr zum Dorffest auf dem Festplatz am Gemeinschaftshaus am Eichenweg ein. Am Nachmittag spielen „Dieter und seine Musikanten“ auf und haben einen bunten „Strauß“ an Blasmusikmelodien im Gepäck, am frühen Abend übernehmen „Mainfieber“ mit Oldies, Schlagern und Hits von heute. Weitere Informationen rund um den Soldaten- und Kameradschaftsverein gibt es im Internet unter www.oberleiterbach.de.

Mit dem Sieger des Wanderpokals, Leonhard Eberth (4. v. li.), und Schießwart Stephan Metzner (3. V. li.): Die erfolgreichen Schützen der Schießgruppe des Soldaten- und Kameradschaftsvereins mit ihren Trophäen.           Foto: Martina Drossel

Blasmusik und Partyhits an Mariä Himmelfahrt

„Dieter und seine Musikanten“ und „Mainfieber“ spielen beim Dorffest

Frenetischer Applaus, eine johlende Menge und rundum zufriedene Gesichter: Die Premiere eines Dorffests mit zwei Musikgruppen kam im vergangenen Jahr prächtig an. So lassen sich die Mitglieder des Soldaten- und Kameradschaftsvereins auch heuer an Mariä Himmelfahrt: Beim 41. Dorffest ab 14 Uhr auf dem Festplatz am Eichenweg spielen zunächst „Dieter und seine Musikanten“ auf, ehe am frühen Nachmittag „Mainfieber“ das Stimmungsbarometer in die Höhe treiben. Und noch etwas hat sich nicht geändert: Die Preise für Speis‘ und Trank bleiben familienfreundlich niedrig.

Weit ausladende Bäume, ein riesiger Spielplatz gleich am Festplatz, heimisches Bier, schmackhafte Speisen und traditionellen böhmisch-mährischen  Blasmusik am Nachmittag und Tanz-, Schunkel- und Stimmungsweisen am Abend bis in die Nacht: Es gibt viele gute Gründe, zum Dorffest in eines der schönsten Dörfer Bayerns zu kommen. Musikalisch machen Dieter (Zapf) und seine gut zwei Dutzend Musikanten den Anfang. Im vergangenen Jahr spielten und sangen sie sich mit Löffelpolka, „Böhmischer Traum“ sowie fulminanten Märschen in die Herzen der Besucher. Auch für dieses Jahr hat das Ensemble, das ein Zusammenschuss aus Aktiven von heimischen Kapellen ist, wieder so einige Highlights der Blasmusik im Gepäck. Da schmecken Kaffee und selbst gebackene Torten und Kuchen gleich doppelt so gut.

Am frühen Abend entern die beliebten Entertainer von „Mainfieber“ die Bühne am idyllischen Festplatz. Die Unterhaltungsprofis haben für ihre für ihre Freunde wieder ein Feuerwerk an Schunkelhits, Gute-Laune-Songs und Gassenhauern im Gepäck. Dann heißt es unterhaken, tanzen, mitsingen und feiern bis in die Nacht hinein. Bernd und Jürgen Donath sowie Hubert „Pfloggy“ Wolf verwöhnen mit einem kunterbunten Strauß an beliebten Melodien.

Kids können beim Dorffest, fernab von nervigem Autoverkehr, auf dem großzügigen Spielplatz nach Herzenslust toben und tollen, während Erwachsene der Musik frönen und die leckeren Speisen sowie die Getränkespezialitäten der Merkendorfer Brauerei Hummel genießen. Die Maß Bier kostet nur günstige fünf Euro.

Ab 14 Uhr schicke die fleißigen Helfer des Dorffests ihre Gäste auf eine kulinarische Schlemmerreise. Neben Kaffee, Torten und Kuchen am Nachmittag gibt es im Laufe des Tages selbst gemachten weißen Käs‘ und Gerupften, Bismarck- und Lachsbrötchen, ofenfrische Pizzen, Hausmacher-Bratwürste und Steaks sowie ab 16 Uhr auf kalten Braten zu herzhaftem Bauernbrot. Abends öffnet die Bar ihre Tore. Der Festplatz ist ab der Ortsmitte bestens ausgeschildert. Parken können Gäste in unmittelbarer Nähe des Dorffests. M. Drossel


Auf Zeitreise in Oberleiterbach: „historische Schnitzeljagd“ am Freitag, 10. August

Der August ist der Reisemonat schlechthin. Auch die Leitung der Jugendgruppe Oberleiterbach schickt Interessenten am Freitag, 10. August, auf Reisen – allerdings nicht nach Italien, Spanien oder Griechenland, sondern auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit des Dorfes. Auf Grundlage des bayernweit einzigartigen und weithin bekannten Historischen Dorfrundgangs mit QR-Code ist nämlich ein „Spaziergang in die Geschichte“ für Kinder entstanden, der Langeweile definitiv keine Chance lässt.

Anmelden zu dieser besonderen Schnitzeljagd können sich Kinder ab sechs Jahren (jüngere Kinder mit Begleitperson). Die kleinen Geschichtsdetektive sollten, soweit vorhanden, ein Smartphone mitbringen, auf dem ein QR-Code-Leser installiert ist. Ebenso sollten sie einen  Bleistift und einen Radiergummi dabei haben – und ganz viel Lust auf Knobelei.  Am Schluss erwartet die Teilnehmer eine kleine Überraschung. Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 15 „Zeitreisende“ beschränkt. Los geht es um 15 Uhr am Gemeinschaftshaus.

Eine Anmeldung erfolgt bis Montag, 6. August, bei Angela Hennemann unter der Rufnummer (09547) 8705441.


Silbermedaille für Oberleiterbach

Landeskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt Entscheidung bekannt – Kein Gold für Oberfranken

 Oberleiterbach   Zwei Wochen lang bereiste die Landeskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Golddörfer aus dem Bezirksentscheid, um aus ihnen heraus die Sieger auf Bayernebene zu küren. Am Freitag gingen die Juroren in Klausur, am Montagnachmittag lüfteten sie das bis dato bestens gehütete Geheimnis: Oberleiterbach, der Hoffnungsträger des Landkreises Bamberg, hat die Silbermedaille geholt. Für die oberfränkischen Dörfer gab es diesmal kein Gold.

Stolz statt Trauermiene

„Wir sind stolz, die Silbermedaille im Landeswettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ erreicht zu haben“, sagt Harald Hümmer, der Vorsitzende des Gartenbauvereins, auf Nachfrage dieser Redaktion. „Wir sind nicht traurig, dass es nicht zu Gold gereicht hat. Ganz im Gegenteil: Dank des Engagements der Dorfbewohner haben wir in den vergangenen Jahren unser Dorf deutlich weiterentwickelt. Dadurch wurden wir zu einem der schönsten Dörfer Oberfrankens. Und das ist großartig!“ Auch in Zukunft werden man in den Bemühungen nicht nachlassen.

„Die Teilnahme am Wettbewerb war für uns eine Triebfeder, doch wir werden auch ohne diesen weiter an uns und unserem Dorf arbeiten. Denn Oberleiterbach hat Zukunft, das steht außer Frage.“ Einer der ersten Gratulanten zum Landessilber ist Bürgermeister Volker Dittrich. „Nur durch Wochen, Monate und Jahren von Vorarbeit von Allen genannten konnte die Silbermedaille errungen werden“, freut er sich mit den Oberleiterbachern. Er hebt das unermüdliche und ehrenamtliche Engagement und den hervorragenden Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft hervor. „Es ist der Leistung von euch Bürgern zu verdanken. Darauf könnt ihr stolz sein! Meinen Glückwunsch zu Silber im Landesentscheid!“ Bambergs Landrat Johann Kalb betont: „Wir sind stolz auf unsere Oberleiterbacher. Zu Gold hat es nicht ganz gereicht, aber auch mit der Silbermedaille nimmt Oberleiterbach einen herausragenden Spitzenplatz in ganz Bayern ein.“ An die Oberleiterbacher gerichtet, sagt er: „Euer Einsatz hat wieder enorme Anerkennung erfahren und ich gratuliere Euch ganz herzlich zu diesem riesigen Erfolg.“

 

„Dank des Engagements der Dorfbewohner haben wir

unser Dorf deutlich

weiterentwickelt. Dadurch wurden wir zu einem der schönsten Dörfer

Oberfrankens. “

Harald Hümmer,

Vorsitzender Gartenbauverein

 

Am Wettbewerb haben sich auf Kreisebene in Bayern 237 Dörfer beteiligt, von denen 67 in den Bezirksentscheid zugelassen wurden.

Drei  der 15 Dörfer aus dem Landesentscheid qualifizierten sich für den Bundesentscheid: Gestratz im Landkreis Lindau in Schwaben, Hellmitzheim (Stadt Iphofen) Landkreis Kitzingen in Unterfranken und Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern. Silber gab es darüber hinaus noch für einen weiteren Vertreter aus Oberfranken, für Harsdorf im Landkreis Kulmbach.

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