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Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Silber auf Landesebene

Kindergärten für Insekten eingerichtet

Dorfjugend bastelt für den Erhalt von Wildbienen und -wespen

18.03.2019   Stängel um Stängel steckt Mira das Schilf in die gelbe Blechdose. Die 4-Jährige geht mit viel Akribie zu Werke, scheint das Gewusel um sie herum vergessen zu haben. Die kleine Naturschützerin hat in diesem Moment nur Augen für ihr Projekt: ein besonders tolles Insektenhotel, ein Domizil für Wildbienen, das nach Fertigstellung sogar ein wenig der ihr bestens bekannten Biene Maja ähnelt.

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Förderer, Forscher und Finanzminister

Soldaten- und Kameradschaftsverein ernennt Georg Seelmann zum Ehrenmitglied

OBERLEITERBACH   Er ist eine unermüdliche Triebfeder im Verein: Seit 1974 gehört Georg „Geo“ Seelmann dem Soldaten- und Kameradschaftsverein an, war von Dezember 1981 bis November 1987 sogar 2. Vorsitzender. Im März 2007 wurde er zum „Herrn der Zahlen“ bestimmt. Diese Aufgabe bewältigt der heute 70-Jährige mit viel Liebe zum Detail, hat vor allem beim jährlichen Dorffest jeweils Herkulesaufgaben zu stemmen. Darüber hinaus gehört seine Liebe der Familien- und Ahnenforschung im Dorf. Seine Hingabe wurde in der jüngsten Hauptversammlung im Gemeinschaftshaus belohnt: Vorsitzender Gerhard Senger übergab dem Kassierer unter großem Beifall die Urkunde zur Ernennung als Ehrenmitglied.

„Der Geo hat jüngst zu mir gesagt: Dieser Verein liegt mir besonders am Herzen“, erinnerte sich der Vorsitzende. Wahre Worte, blickt man auf dessen Leistungen und Anstrengungen zurück. Auch die Ivo-Hennemann-Gedenktafel, die Renovierung der Pager-Tafel und dergleichen mehr gehen auf das Konto des Kassierers. „Geo macht das alles mit sehr viel Herzblut“, so Senger. Mit dem Titel Ehrenmitglied geht der Verein durchaus sparsam um: Derzeit gibt es nur zwei, dazu einen Ehrenvorsitzenden. „Er hat diese Auszeichnung sehr verdient.“

Gemeinsam mit dem neuen Ehrenmitglied Georg Seelmann (2. v. li.): Die Vorstandsmitglieder Stephan Metzner, Vorsitzender Gerhard Senger, Franz Hennemann und Maria Helmreich gratulieren zur Auszeichnung. Foto: Drossel

Unterm Strich ein sattes Plus

Dabei steht der Verein finanziell gesund da, genießt dank seines Engagements als Kulturträger und Förderer einen hervorragenden Ruf. Georg Seelmann schloss seine Kassenbilanz des Vorjahres mit einem satten Plus, Vorsitzender Senger hatte von zahlreichen Aktivitäten zu berichten. Die Christbaumversteigerung war einmal mehr ein großer Erfolg, die Winterwanderung gut besucht, die Georgentagesfeier gut angenommen. Bei der Soldaten- und Friedenswallfahrt Vierzehnheiligen wirkten die Oberleiterbacher ein letztes Mal ein letztes Mal organisatorisch mit, obwohl sie es nach drei Jahrzehnten Federführung nicht mehr tun wollten. Lange stand die Großveranstaltung auf der Kippe, nur durch beherztes Eingreifen – auch der „Lätterbocher“ – konnte sie gerettet werden.

Die Haussammlung der Kriegsgräberfürsorge erbrachte 328 Euro, die der Verein auf 400 Euro aufstockte. Und dann war da noch der jährliche Höhepunkt an Mariä Himmelfahrt: „Beim Dorffest haben wir mittlerweile das Maximum erreicht. Wir haben noch einmal aufgestockt, hatten noch mehr zu bieten und noch mehr Gäste. Mehr aber können wir nicht mehr leisten“, sagte der Vorsitzende. „Da hilft das ganze Dorf zusammen.“ Und genau diesen Helfern dankte er.

Ein unschätzbares Zeitdokument

Wie zum Beweis präsentierte Georg Seelmann, gleich nachdem er die Urkunde überreicht bekommen hatte, sein neuestes Werk: Sorgfältig hatte er Bilder des „Krieger- und Militärvereins“ zusammengetragen, so die Vermissten und Gefallenen des Zweiten Weltkriegs fein säuberlich recherchiert und ihre Porträts zur Collage vereint. Ein unschätzbares Zeitdokument.

Im vergangenen Jahr war das Vorstandsteam neu gewählt worden. Mit einer Ausnahme: Es fand sich kein Schriftführer. Auch bei dieser Hauptversammlung erklärte sich niemand von den Anwesenden bereit. So übernimmt Zweiter Vorsitzender Nikolaus Kunzelmann nun auch diese Aufgabe. Kassierer Georg Seelmann reagierte mit Unverständnis: „Bei 52 Mitgliedern wird doch jemand den Posten übernehmen können?“ Keine Frage: Bei den Veranstaltungen wie das Dorffest, das auch im vergangenen Jahr Tausende Gäste lockte, helfen alle mit. Doch offiziell in die Pflicht nehmen lassen? Fehlanzeige. Vorsitzender Gerhard Senger appellierte deshalb ebenfalls ans Plenum.

Leo Eberth, Udo Seelmann und Andreas Raab studieren die Erinnerungs-Collage an den „Krieger- und Militärverein Oberleiterbach“. Foto: Drossel

Eine lebendige Schießgruppe

Stephan Metzner, der Leiter der Schießgruppe, freute sich über ein Mitglied mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die 36 Schützen trafen sich zu 13 Veranstaltungen am Wolfsanger mit Kleinkaliber sowie Pistole. Den Wanderpokal mit dem Großkalibergewehr auf 100 Meter sicherte sich Leonhard Eberth. Sieger des Pokalschießens wurde Stefan Amon. Metzner informierte, dass man auf Wunsch der Jugendleitung der Dorfjugend heuer vor dem Pokalschießen ein Schnupperschießen mit dem Luftgewehr ermöglichen wolle. Das befürworteten die Versammlungsteilnehmer. Auch Kassenprüfer Eduard Herold hatte nichts zu beanstanden, im Gegenteil: Er lobte die Vorstandsmitglieder im Allgemeinen und Kassierer Georg Seelmann in den höchsten Tönen. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Zu guter Letzt blickte Vorsitzender Gerhard Senger voraus: Der Soldaten- und Kameradschaftsverein hat sich für das Jahr 2019 wieder viel vorgenommen. Natürlich gibt es auch heuer wieder am 15. August das große Dorffest, darüber hinaus findet der Volkstrauertag heuer in Oberleiterbach statt. Und am 5. Mai sind die „Lätterbocher“ wieder Teil der Soldaten- und Friedenswallfahrt, dann aber nur als „normale“ Teilnehmer der Demonstration für Glaube und Friede. Weitere Termine des Vereins gibt es auf dem Vereinskalender des Ortes, der auch unter www.oberleiterbach.de einsehbar ist. M. Drossel


Beim Workshop wurde in mehreren Arbeitskreisen diskutiert und erarbeitet, wie die Artenvielfalt geschützt werden kann. Deutlich wurde, dass dieses Unterfangen nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Foto: Hümmer

„Wir müssen unsere Bauern mit ins Boot nehmen und motivieren“

Workshop Artenvielfalt und Biodiversität bringt viele Ideen – Auftakt für viele weitere Treffen

07.03.2019   „Unser Dorf ist wunderschön und liegt in traumhafter Natur eingebettet. Wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt!“ Bei dieser Aussage waren sich alle Anwesenden im Gemeinschaftshaus absolut einig. „Doch wie kann es uns gelingen, dass wir mit kleinen Schritten ein lebenswertes Dorf und ein attraktives Umfeld für Menschen und Tiere gleichermaßen erhalte?“ Genau dieser Fragestellung gingen die Teilnehmer beim Tages-Workshop Artenvielfalt und Biodiversität nach. Er soll der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Treffen und Veranstaltungen sein.

Eingeladen zu diesem Arbeitstreffen hatte der Gartenbauverein um die Vorsitzenden Harald Hümmer und Angela Hennemann. Die Devise: nicht auf dem ausruhen, was im Bioenergiedorf in den vergangenen Jahren erreicht wurde, sondern weitere Mosaiksteinchen ergänzen. So gibt es im direkten Umfeld des Ortes schon eine Vogelschutzhecke und breite „Rangen“, die Rückzugsgebiete für Kleintiere aller Art sind. Auch wurden schon im vergangenen Jahr Blühstreifen angelegt, die allerdings aufgrund der langen Trockenheit eher schlecht als recht wuchsen. Die Teilnehmer aber waren sich einig, dass da noch mehr möglich ist. Aber nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Hierzu ist jedoch bei den Ortsbewohnern noch etwas Überzeugungsarbeit zu leisten. Gartenbauverein, die weiteren Dorfbewohner und die Landwirte der Region gleichermaßen. „Wenn wir einem flächendeckenden Maisanbau entgegenwirken wollen, müssen wir müssen unsere Bauern mit ins Boot nehmen und motivieren“, lautete daher eine Forderung im Workshop. Auch wenn es rund um „Lätterboch“ schon etliche Streuobstwiesen gibt: Die Vernetzung der ökologisch wichtigen Grünflächen, Hecken und Streuobstwiesen wäre ein wichtiger Schritt. Zudem könnte der ein oder andere weitere Baum könne nicht schaden, zeigten sich die Mitwirkenden überzeugt. Ausreichend natürlichen Lebensraum für die Pflanzen und Tierwelt zur Verfügung zu stellen wir hierbei eine der Herausforderungen sein.

So werden die gemeindlichen Grundstücke zwar von „Beetpaten“ gehegt. Einige dieser Bereiche aufzuwerten und mit Blumen- und Kräuterbereichen, um für Bienen, Käfer oder Schmetterlinge Nutzwert zu schaffen, ist eine der geplanten Aktionen des Gartenbauvereins in diesem Jahr. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet Kleintieren ein überlebenswichtiges Nahrungsangebot. Die Vertreter der Dorfjugend fassten ins Auge, Insektenhotels zu bauen oder Schauvogelkästen zu installieren, um den Kindern im Ort die heimischen Vögel besser näherbringen zu können. Zapfendorfs Bürgermeister, der selbst am Workshop teilnahm, zeigte sich begeistert vom Elan der Einwohner in seinem Gemeindeteil: Er informierte, dass die Gemeinde plane, am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019" teilzunehmen. Und dann werde Oberleiterbach die Gallionsfigur sein.  M. Drossel


Wenn Prinzessin Lea Elefantenpolo spielt

Lustige Spiele waren beim Kinderfasching im Gemeinschaftshaus Trumpf

05.03.2019   Nennen wir es Elefantenpolo. Oder doch besser Strumpfhosenkopfgolf? Wie auch immer: Das Spiel, bei dem die Akteure mit einer Damenstrumpfhose auf dem Kopf und einem Ball in einem der Beinenden einen anderen Ball von der Pylone bugsieren mussten, machte den Narren beim Kinderfasching richtig viel Spaß. Überhaupt war die Laune am Rosenmontag prächtig: Die Dorfjugend hatte ins Gemeinschaftshaus geladen – und zahlreiche Faschingsfreunde aus dem Ort, dem Gemeindegebiet und darüber hinaus waren gekommen.

In den kunterbunt dekorierten Haupt- und Nebenräumen war das große Wuseln angesagt: Spider und Iron Man hatten ein Stelldichein mit Star-Wars-Prinzessin Lea, Marienkäfer, Einhorn, Cowboy, Katze und Krokodil. Sie alle tobten, tollten, tanzten das „Fliegerlied“, kramten zu Olaf Hennings Song das Lasso raus (und spielten Cowboy und Indianer) oder wackelten zum Ententanz mit den Hinterteilen – und sammelten eifrig Süßigkeiten, denn immer wieder ließen es die Organisatorinnen Angela Hennemann und Sonja Göbel Bonbons regnen.

Natürlich gab es auch viele tolle Spiele. Klassiker wie Schaumkopfwettessen waren ebenso dabei wie das superlustige Luftballonwettstopfen in den Maleranzug oder eine originelle Miniaturvariante der „Reise nach Jerusalem“ auf Bierfilzen. Stundenlang fielen die Löcher aus dem Käse, bis die Kinder am Abend dann erschöpft, aber überaus glücklich wieder nach Hause gingen.   M. Drossel

 


Geschafft: Diese Feuerwehrleute aus den Marktgemeinden Zapfendorf und Ratteldorf haben die Zwischenprüfung der Modularen Truppmannausbildung gemeistert. Dazu gratulieren unter anderem Kreisbrandmeister Andreas Schnapp und Bürgermeister Volker Dittrich. Foto: M. Herold
Die fünf Teilnehmer der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach: (v. li.) Stefan Krähmann, Philipp Seelmann, Niko Dumsky, Michael Krähmann und Markus Drossel. Foto: A. Demuth

Fünf neue Truppmänner für die Feuerwehr

 

24.02.2019   Wer sich als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau für Brandeinsätze oder Technische Hilfeleistungen  zur Verfügung stellt, der tut das zwar freiwillig und „Gott zur Ehr‘“, muss aber perfekt ausgebildet sein. Die Basis dafür wird mit dem Truppmannlehrgang gelegt – oder, wie es seit einigen Jahren heißt: Der Modularen Truppmann-Ausbildung, kurz MTA.

Fünf Feuerwehrkameraden stellten sich seit September dieser intensiven Ausbildung: Niko Dumsky, Michael Krähmann, Stefan Krähmann, Philipp Seelmann und Markus Drossel opferten eine dreistellige Zahl an Stunden, um sich für den Dienst am Nächsten schulen zu lassen, in Theorie sowie in Praxis. Bereits das Jahr zuvor hatte sie Kommandant Benedikt Hennemann intensiv vorbereitet. Viele Stunden wurde im Feuerwehrhaus gepaukt.

An der MTA von September bis Mitte Februar nahmen Feuerwehrler aus allen Teilen des Marktes Zapfendorf sowie aus Ebing teil. An den Freitagabenden wurde theoretisches Wissen verinnerlicht, von Grundlagen zur Feuerbildung über richtige Handhabung von Feuerlöschern, Gefahrguteinsätzen und Einsatzhygiene bis hin zu Eigenschutz und Notfallseelsorge. Die meisten Theorieeinheiten fanden im Rathaus Zapfendorf statt, aber auch in Sassendorf und in Oberleiterbach, jeweils im Gemeinschaftshaus. Wie schnell die Theorie in Praxis umschlagen kann, zeigte ein Freitagabend im Oktober: Während des Vortrags des Referenten schlugen die Piepser der Zapfendorfer an und heulte die Sirene auf dem Rathausdach: Aus dem fiktiven Szenario wurde der Ernstfall.

Von Digitalfunk bis Gerätekunde

Die Samstage standen im Zeichen der praktischen Übungen: Knoten und Stiche, Leiter stellen, der Aufbau von Schere und Spreitzer nach Verkehrsunfällen, Verwendung von Schaufeltrage, Rettungstuch und Spineboard, Gerätekunde am Löschgruppenfahrzeug (LF) und Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) – und, und, und. Hinzu kam eine Digitalfunkschulung. Ebenso stand Erste Hilfe auf dem Lehrplan – und das deutlich intensiver als bei Führerscheinanwärtern.

Anfangs passten die Teilnehmer kaum in den Sitzungssaal im Rathaus, allmählich wurden es immer weniger. Gut ein Viertel der MTAler, die sich am Anfang einfanden, strichen im Laufe der Monate die Segel. Die fünf Oberleiterbacher aber hielten durch.

Die Prüfer beindruckt

Letztlich waren es 36 Feuerwehrler, die sich am Samstag, 23. Februar, dem schriftlichen Text und der praktischen  Prüfung stellten. Bei letzterer galt es, die Arten, die Funktionsweise und die Handhabung von Feuerlöschern zu erklären sowie den Rettungsknoten zu knüpfen. Außerdem wurde das Auffinden einer bewusstlosen Person simuliert und die Inbetriebnahme eines Überflurhydranten abgefragt. All das waren Einzelaufgaben. Perfektes Zusammenspiel war zum Schluss beim Stellen einer Steckleiter gefragt. „Rettung einer Person aus dem zweiten Obergeschoss“ hieß das Szenario.

„Top ausgebildet“, „eine hervorragende Leistung“ und „schnell und effektiv gearbeitet“: Die Lobesworte, die die Laudatoren am Ende des Basismoduls zur Modularen Truppmannausbildung für die Prüflinge fanden, gingen selbigen runter wie Öl. Kreisbrandinspektor Thomas Renner, Kreisbrandmeister Andreas Schnapp, Bürgermeister Volker Dittrich und Stützpunktkommandant Stefan Eichelsdörfer waren überaus stolz auf die 36 Teilnehmer. Die Feuerwehrler aus Zapfendorf, Lauf, Unterleiterbach, Oberoberndorf, Oberleiterbach, Sassendorf, Kirchschletten sowie Ebing beeindruckten die Prüfer geradezu mit ihrem theoretischen Wissen und praktischen Können.

Großes Lob von der Landkreisführung

„Das war die größte Gruppe, die wir jemals im Landkreis Bamberg hatten“, sagte KBM Schnapp. Und er machte auch keinen Hehl daraus: eine der besten. Bürgermeister Dittrich zeigte sich tief beeindruckt und versprach, dass der Markt Zapfendorf den Feuerwehren immer zur Seite stehe, wenn es um die Anschaffung von Ausrüstung gehe. Und Stützpunktkommandant Stefan Eichelsdörfer lobte, dass das große Opfer an Freizeit gar nicht hoch genug zu bewerten sei.   M. Drossel

400 Euro für Restaurierung des Ivo-Bildes gespendet

07.02.2018   Das Gedenken an den berühmtesten Sohn des Ortes in Ehren halten, das hat sich der Soldaten- und Kameradschaftsverein Oberleiterbach zur Aufgabe gemacht. Schon im Jahr 2015 brachten die Vereinsmitglieder eine schmucke gläserne Hinweistafel für den berühmten Einsiedler vom Staffelberg, Franziskanerfrater Ivo Hennemann, an der Kirchenmauer des Dorfes an, und damit unweit des Ortes, wo er begraben liegt. Als Kassierer Georg Seelmann (2. v. li.) nun vor kurzem in der Zeitung las, dass das Bildnis des Einsiedelmanns in der Staffelbergklause kostspielig renoviert wurde, regte er an, die Restaurierung finanziell zu unterstützen. Bei Vorsitzendem Gerhard Senger (li.), 2. Vorsitzendem Nikolaus Kunzelmann (2. v. re.) und Ausschussmitglied Franz Hennemann (re.) rannte er mit seinem Vorschlag offene Türen ein. So übergab der Soldaten- und Kameradschaftsverein 400 Euro an die katholische Kapellenstiftung, die Eigentümer der Klause und damit des Bildes ist. Dafür bedankte sich stellvertretend Kirchenpfleger Peter Würker. Text/Foto: M. Drossel


Freuen sich mit Peter Würker (hinten, re.) über die 570 Euro, die der Wendekalender erlöste: (v. li.) Max Diller, Antonia Schuster, Angela Hennemann, Anna Hennemann, Sonja Göbel, Jana Göbel (mit Scheck) und Sarah Drossel.      

Stolze 570 Euro für „ihren Ivo“

Dorfjugend übergibt Erlös aus Wendekalender-Verkauf

30.01.2019   „Das ist ein Riesenerfolg!“ Der Bad Staffelsteiner Kirchenpfleger Peter Würker steht in der Staffelbergklause auf dem Staffelberg und strahlt Angela Hennemann und Sonja Göbel an. Soeben haben die beiden Leiterinnen der Dorfjugend Oberleiterbach ihm eröffnet, dass ihr Projekt Wendekalender 570 Euro für die Sanierung des Einsiedler-Ivo-Bilds erbracht hat. Würker begibt sich in die Hocke, schüttelt auf Augenhöhe jedem der Kinder, die beteiligt waren, die Hände: „Eine wirklich tolle Aktion. Herzlichen Dank!“

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Als die Kinder aus Oberleiterbach hörten, dass das Bild „ihres“ Einsiedler Ivo, der in ihrem Dorf geboren wurde und hier begraben liegt, renoviert wird, zögerten sie nicht lange: Die Idee des Dauerkalenders entstand. Auf der einen Seite sind Bilder des Fotowettbewerbs zu sehen, für den sie selbst Bilder knipsten. Die andere Seite zieren Fotos von OT-Redakteur Markus Drossel, der das Illuminationsprojekt „Oberleiterbach leuchtet“ für die Nachwelt festhielt. Mit dem gedruckten Werk zogen die Kinder dann von Haus zu Haus, verkauften den Kalender im Ort und an Verwandte, Freunde, Bekannte und weitere Interessenten.

„Es ist echt Wahnsinn und bewundernswert, wie sich die Kinder eingesetzt haben“: Auch Gottfried Schmitt, der Wirt der Staffelbergklause, hat großen Respekt vor der Leistung. „Das ist wirklich, wirklich toll.“ Als Dankeschön bekommen die Kinder eine laminierte Urkunde aus den Händen von Peter Würker. Außerdem waren sie eine der Ersten, die einen Blick auf das frisch restaurierte Gemälde des Einsiedelmanns werfen durften.                                                                                Markus Drossel

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Konturen und frische Farben statt Ruß und Nikotin

Bild von Einsiedler Ivo nach Restauration wieder in Staffelbergklause aufgehängt

26.01.2019   „Einsiedelmann ist nicht zu Haus‘“ – Diese Zeile aus der berühmten Frankenhymne war in den vergangenen Wochen wörtlich zu nehmen, doch nun ist Eremit Ivo Hennemann, dank Dichterfürst Joseph Victor von Scheffel der bekannteste Bewohner des Staffelbergs, wieder zurück in seiner Klause. Nach aufwändiger Restauration wurde das Ölgemälde des Franziskanerpaters wieder an seinem angestammten Platz aufgehängt. Möglich geworden war die Sanierung dank etlicher Spender.

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„Ja, sehr gerne.“ Restaurator Stephan Löffler aus Kronacher lässt die Frage, ob er diese Arbeit gerne übernommen habe, nicht einmal ganz zu Ende stellen, ehe er antwortet und lächelt. Löffler mag Herausforderungen, und das vergilbte Bildnis des Einsiedlers war eine gewaltige. Ruß und Nikotin hatten dem Gemälde des unbekannten Künstlers, das einst mit Öl auf Leinwand gemalt, zunächst in einen Keilrahmen gespannt wurde und später aus Stabilitätsgründen auf Holz gezogen wurde, gewaltig zugesetzt. „Es hatte nahezu keine Farbigkeit und keine Konturen mehr“, erklärt der Fachmann. „Zwar wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder versucht, es zu restaurieren, aber man drang aufgrund der starken Verschmutzung nie bis auf die Grundschicht durch.“ Stattdessen festigten die früheren Restauratoren bei ihren Versuchen den Dreck der Jahrzehnte wohl aus Unwissenheit noch und überzogen ihn mit Firnis.

Zwei Monate brauchte Stephan Löffler für seine Arbeit. Er schaffte es tatsächlich, „die ganze Pampe“ (O-Ton Löffler) vom Bild aus der Mitte des 19. Jahrhunderts zu entfernen. Nun ist nicht nur Einsiedler Ivo mit seinem schneeweißen Vollbart wieder zu erkennen, auch Details wie die Kordel an seinem Habit sind wieder zu sehen. „Und wir haben eine Signatur entdeckt: ,Ivo Eremit vom Staffelberge‘.“ In feinstem Krakele, wie der Fachmann es nennt.

Mit dem Resultat war der Künstler ebenso zufrieden wie Kirchenpfleger Peter Würker als Vertreter der Kapellenstiftung (ihr gehört die Staffelbergklause) und Herbert Müller, der Initiator der Aktion. Unter seiner Regie war bereits im Vorjahr das andere Eremitenbildnis in der Klause, das von Jakob Heß, im vergangenen Jahr saniert worden. Würker sprach von zahlreichen Einzelspendern für das Ivo-Bildnis, von 20 bis 1000 Euro. Gut die Hälfte der Gäste der Feierstunde in der Staffelberg waren Oberleiterbacher. Kein Wunder, stammte doch der Eremit aus „Wohlauf die Luft“ aus eben diesem Dorf. Und so freute sich Kirchenpfleger Peter Würker, dass der kleine Ort aus dem Nachbarlandkreis fast 1000 Euro für die Renovierung beigesteuert hatte (siehe weitere Berichte). Die Kinder aus Oberleiterbach umrahmten den Festakt mit Gesang: Sie gaben die Frankenhymne zum Besten.

Initiator Herbert Müller dankte allen Beteiligten, die die Sanierung der Eremiten-Bilder möglich gemacht hatten. Die Idee dazu sei vor rund zwei Jahren entstanden, so der Staffelbergfreund aus Kronach. Und mit den Kosten von veranschlagten 4000 Euro je Gemälde sei man insgesamt sehr gut hingekommen. Nun wolle er noch versuchen, zusammen mit einem renommierten Museumsbeleuchtung Lichtakzente zu setzen, so dass die Kunstwerke noch besser zur Geltung kommen.

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2.b.v.l Restaurator Stefan Löffler zeigt eine Fotografie, wie das Gemälde von Ivo Hennemann vorher ausgesehen hat. Vom jetzigen Zustand unterscheiden es Welten. Foto: Markus Drossel

3.b.v.l Freuen sich über eine gelungene Restaurierung: (v. li.) Initiator Herbert Müller, Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold, Kirchenpfleger Peter Würker, Stadtpfarrer Georg Birkel, Zweiter Bürgermeister Hans-Josef Stich und Künstler Stefan Löffler. Foto: Markus Drossel

4.b.v.l Klingendes Denkmal für Einsiedler Ivo Hennemann: Der Kinderchor aus Oberleiterbach sang Joseph Victor von Scheffels „Wohlauf die Luft“. Foto: Markus Drossel

 

„Mit dem gutmütigsten Gesichte von der Welt“

Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold über Ivo Hennemann

26.01.2019 Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold hielt im Rahmen der Feierstunde in der Staffelbergklause ein historisches Referat über die Eremiten auf dem Staffelberg und legte dabei den Schwerpunkt auf Einsiedler Ivo Hennemann, der der Viertletzte auf dem „Berg der Franken“ gewesen ist. Erstmals lasse sich ein Eremit im Jahre 1696 nachweisen, der letzte habe das Felsplateau im Jahr 1929 verlassen, so der Fachmann. „Im Übrigen war meine Ur-Ur-Großmutter eine gebürtige Hennemann aus Oberleiterbach“, fügte er mit einem Schmunzeln hinzu.

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Ivo war der Ordensname, den Johann Hennemann, geboren am 26. Februar 1824 in Oberleiterbach als Sohn einer Bauersfamilie, erhielt. Im Juli 1853 trat der kaum 1,50 Meter große Mann, nach einem siebenmonatigen Noviziat beim Altvater der bayerischen Eremiten in Bad Abbach der bayerischen  Eremitenkongregation bei. Am 8. November 1855 wurde er beim Staffelsteiner Bürgermeister vorstellig und bewarb sich „um die Kirchenstelle auf dem Staffelberg dahier, mit welcher zugleich eine Eremitage verbunden ist.“ Mit staatlicher und kirchlicher Genehmigung zog Ivo Hennemann Anfang 1857 auf den Staffelberg.

Vier Jahrzehnte blieb er auf dem „Berg der Franken“. In diese Zeit fallen mehrere Baumaßnahmen: 1871 wurde an die Adelgundiskapelle ein Turm angebaut, und 1894 ließ man das Innere des Gotteshauses restaurieren. Es war jeweils Ivo, der die Werbetrommel rührte und so die Finanzierung sicherte. Gleiches galt, als es 1883 die baufällige, in Fachwerk errichtete Klause von 1690 zu ersetzen galt, die sich bereits bedenklich den Hang hinunter zu neigen begann. „Tag für Tag läutete Ivo Hennemann die Glocke der Adelgundiskapelle, er ministrierte, wenn Gottesdienst gefeiert wurde, und solange es seine Gesundheit erlaubte, ging er täglich hinunter nach Staffelstein“, so Dippold. „Die kleine untersetzte Gestalt […] mit dem gutmütigsten Gesichte von der Welt, darin freundlich milde Augen“, so erinnerte sich Joseph Hofmann 1926, war überaus beliebt und wurde bejubelt, vor allem von den Kindern.

Während seiner Eremitenzeit wurde der Staffelberg beliebtes Touristenziel, Ivo hatte immer mehr Gäste zu bewirten, vor allem im Sommer. Dabei hatte der Oberleiterbacher ein großes Herz: Arme Studenten mit schmalem Geldbeutel bekamen durchaus auch das ein oder andere Getränk umsonst, ein Liedlein als Gegenleistung genügte. Das wandelte sich, als Ivo, mittlerweile schon reichlich betagt, dem Ansturm nicht mehr alleine Herr werden konnte. Der Romansthaler Schneider Pankraz Rudel quartierte sich bei ihm ein („von der Gestalt wie ein Querkerla“, so Dippold), verprellte aber die Gäste, da er mehr raffgierig denn mildtätig war.

Letztlich griff die Stiftsverwaltung 1896 durch und schickte Benediktiner Antonius Kempf als weiteren Eremiten auf den Staffelberg. Mit Ivo Hennemann aber tat das nicht gut: Er übersiedelte am 9. Oktober 1897 wieder in sein Heimatdorf Oberleiterbach über, wo er am 13. September 1900 im Haus seines Bruders Matthäus 76-jährig starb. Sein Grab ist noch immer im Schatten der Sankt-Laurentius-Kirche zu finden.   Markus Drossel

 

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Professor Günter Dippold bei seinem Vortrag über die Eremiten auf dem Staffelberg. Foto: Markus Drossel


Schießgruppe Oberleiterbach: Termine stehen fest

16.01.2019     Ursprünglich als Krieger- und Militärverein von 26 Teilnehmern des Ersten Weltkriegs gegründet, ist der Soldaten- und Kameradschaftsverein Oberleiterbach von 1926 längst kein reiner Verein von Veteranen und Wehrangehörigen mehr. Der Verein, der heute von Gerhard Senger und Stellvertreter Nikolaus Kunzelmann geleitet wird, hat seine Weichen für die Zukunft gestellt und sich so zum Kulturverein gewandelt, freilich ohne seine Wurzeln zu vergessen. Ein wichtiger Anziehungspunkt für neue Mitglieder im Allgemeinen und „junge Gesichter“ im Speziellen: die 1981 gegründete Schießgruppe um Leiter Stephan Metzner.

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Dieser hat jüngst die Schießtermine mit den Verantwortlichen der Scharfschützen-Gesellschaft Bad Staffelstein/Ebensfeld festgelegt, in deren Schießhaus am Wolfsanger die Oberleiterbacher  ihrem Sport nachgehen. So treffen sich die Kleinkaliberschützen an folgenden Dienstagen jeweils um 20 Uhr: 12. März (Anschießen), 2. April, 7. Mai, 28. Mai, 4. Juni, 7. Juli, 30. Juli, 3. September, 1. Oktober und 5. November (Abschießen). Pistolen-Schießen findet, ebenfalls am Wolfsanger, am Mittwoch, 13. März, und Mittwoch, 6. November, Beginn jeweils um 19.30 Uhr, statt.

Selbstverständlich lobt der Soldaten- und Kameradschaftsverein auch in diesem Jahr ein vereinsinternes Pokalschießen aus. Am Samstag, 13. Juli, haben die Schützen von 15 bis 16.30 Uhr die Möglichkeit, ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen und sich einen der begehrten Pokale zu sichern. Die Preisverteilung findet ab 18 Uhr im Gemeinschaftshaus in Oberleiterbach statt. Bei gemütlichem Beisammensein, versteht sich. Die Jahrestermine der Schießgruppe und des Gesamtvereins finden sich auch im Jahreskalender aller Vereine des Ortes, den Philipp Kunzelmann derzeit erstellt.

Und wer Mitglied werden möchte oder einfach mal in den Schießsport hineinschnuppern möchte, der kann sich vertrauensvoll an Stephan Metzner wenden.                      M. Drossel

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Der neue Vereinskalender ist fertig!

25.01.2019  Dieses Stück kartoniertes Papier ist für viele Oberleiterbacher ein wichtiger Begleiter durchs Jahr: Der Vereinskalender mit allen wichtigen Terminen von Soldaten- und Kameradschaftsverein nebst Schießgruppe, Gartenbauverein, Kirchengemeinde, Jugendgruppe und Freiwilliger Feuerwehr erfreut sich stets großer Beliebtheit.

Doch nur die wenigsten Nutzer können sich vorstellen, wieviel Arbeit dahintersteckt. Auch in diesem Jahr zeichnet dafür Feuerwehrvereinsvorsitzender Philipp Kunzelmann verantwortlich, der in Schulterschluss mit den Vorsitzenden und Schriftführern der anderen Vereine die Termine zusammengetragen und koordiniert hat. Dafür waren etliche Arbeitsstunden vonnöten.

Ein Blick auf den Vereinskalender beweist: Auch in diesem Jahr ist wieder sehr viel geboten. Einige Höhepunkte seinen genannt: der Kinderfasching am Rosenmontag, 4. März, Johannisfeuer am 29. Juni, der Kindernachmittag am 6. Juli, das Pokalschießen der Schießgruppe am 13. Juli, die Führung am „Hahnbüchla“ am 3. August, das Patronatsfest am 10. August, das Dorffest des Soldaten- und Kameradschaftsvereins am 15. August, das weltliche Kirchweihtreiben am und im Gemeinschaftshaus rund um das erste Septemberwochenende, die Dorfweihnacht am 30. November – und, und, und. Lös geht es bereits im Februar: Am Dienstag, 5. November, gibt es einen Vortrag über Biodiversität im Gemeinschaftshaus, zu dem der Gartenbauverein alle Interessenten einlädt

Bis Ende Januar soll jeder Haushalt einen Vereinskalender im Briefkasten haben. Natürlich gibt es ihn auch heuer wieder hier zum Download.  M. Drossel



Spielzeug, Schinken und aufgetauter Spinat

 

Volles (Gemeinschafts-)Haus bei Christbaumversteigerung der Soldatenkameraden – Sketche sind Volltreffer

07.01.2019   Und plötzlich stand Eiskönigin Elsa auf dem Tisch der vordersten Gäste, ein hellblaues Kinderkleid um den Hals, und sang das Lied vom tropfenden Spinat: Der Sketch „Aufgetaut“ war dank seiner überraschenden Handlung zweifelsohne einer der Höhepunkte der Christbaumversteigerung, zu der der Soldaten- und Kameradschaftsverein um Gerhard Senger ins Gemeinschaftshaus geladen hatte. Auch sonst war für beste Unterhaltung gesorgt – und natürlich gab es auch wieder das ein oder andere Bietergefecht.

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Den wachen Augen von Zweitem Vorsitzenden Nikolaus Kunzelmann entging nichts. „Fünf Euro sind geboten. Fünffünfzig, dahinten sechs. Bei euch sechs?“ Immer wieder ließ er den Blick durch die bestens gefüllten Haupt- und Nebenräume schweifen, um ja kein Handzeichen eines eifrigen Bieters zu übersehen. Und die Gäste beteiligten sich zahlreich: Das Team um Vorsitzenden Gerhard Senger hatte allerlei Begehrenswertes an den Baum und seine Äste gehängt, darunter Liköre und Gerstensaft, aber auch Kuscheltiere, Spielzeug und lukullische Leckereien.

So war für jede Altersklasse das richtige dabei. Und wer dann letztlich „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten!“ den Zuschlag erhielt und vielleicht den ein oder anderen Euro mehr aus dem Geldbeutel holen durfte, der tat das in der Gewissheit, damit letztlich wohltätige Zwecke zu unterstützen. Immer wieder nämlich spenden die Soldatenkameraden die Erlöse ihrer Veranstaltungen. Zuletzt ging ein 400-Euro-Scheck an die Renovierung des Einsiedler-Ivo-Gemäldes auf dem Staffelberg.

Lose sind schnell ausverkauft

Kenner der Veranstaltung wussten, dass sie weit vor dem offiziellen Beginn zu kommen hatten, wollten sie noch Lose für die Tombola ergattern. Schon vor den Grußworten des Vorsitzenden waren die 350 Gewinnzettelchen  verkauft, und so hoffte jeder auf den Hauptgewinn, einen 100-Euro-Wertscheck der Geschäfte im Markt Ebensfeld. Daneben gab es auch Kerzen, Kegelsets, Kehrschaufeln, Ketchup, Kochbeutelreis, Konserven, Kaffeemaschinen sowie Süßigkeiten, Weine, Schmankerln und sogar eine Flex zu gewinnen.

Mit drei Sketchen zwischen Tombola- und Versteigerungsrunden brachten Angela Hennemann, Sonja Göbel und Martina Drossel, zeitweise verstärkt von Anna Hennemann und Sarah Drossel, die Gäste zum Schmunzeln, Lachen und Feixen. Vor allem das kurze Schauspiel „Rettung aus höchster Not“, bei dem Feuerwehrleute (und offensichtlich Clubfans) einem Bayern-München-Fan ziemlich unsanft aus dem brennenden Haus halfen, ließ die Gäste aufhorchen, kichern, meckern. Je nach Fußballvorliebe. Und beim eingangs erwähnten Sing-Sketch waren die Gäste geradezu baff. Bernhard Kreppel trug seinerseits mit den Weihnachtsgeschichten „Drei merkwürdige Gäste“ und dem heiter-verrückten Gedicht  „Die Geschichte vom Lametta“ zu einem vergnüglichen Abend bei. Und Ludwig Hennemann unterhielt mit traditionellen Weihnachtsliedern.

Den Stamm zum guten Schluss

Den Höhepunkt der Christbaumversteigerung wiederum besiegelte Auktionator Nikolaus Kunzelmann, als er in er in den Nebenraum zeigte und der Familie Göbel den Zuschlag für den Stamm gab. Diese hatten 80 Euro für den riesigen Schinken, das Sechser-Bauernbrot, zwei Liter Bier und eine Flasche Obstbrand geboten.  M. Drossel

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6. Januar: Die „Heiligen Drei Könige“ sind unterwegs

„Als Kaspar, Melchior, Balthasar, zieht eine große Kinderschar, seit vielen Jahren durch das Land. Sternsinger werden wir genannt.“ – Am Dreikönigstag sind die „Heiligen Drei Könige“ in Oberleiterbach unterwegs. Am Tag zuvor hatte Zapfendorfs Pfarrer  Kurian Chackupurackal alle Sternsinger der Pfarrei Zapfendorf-Kirchschletten in der Laufer Filialkirche „Heilige Drei Könige“ ausgesandt, wirklich auf den Weg aber machten sich (v. li.) Alexander Hümmer, Lucca Roberson, Annika Diller und Romy Deuerling erst nach dem sonntagmorgendlichen Wortgottesdienst mit Pastoralreferentin Christine Goltz. Die katholische Kirchenstiftung bittet, die „drei Weisen aus dem Morgenland“ freundlich zu empfangen. Partnerland ist heuer Peru. Text/Foto: M. Drossel

Liebe Besucher von www.oberleiterbach.de,

in wenigen Stunden geht ein aufregendes Jahr mit vielen Höhepunkten zu Ende. Oberleiterbach darf stolz sein, als einer der schönsten Orte des Freistaates Bayerns ausgezeichnet worden zu sein. Die Silbermedaille auf Landesebene im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist die Krönung einer großartigen Gemeinschaftsleistung. Triebfeder war der Gartenbauverein.

Doch das Jahr 2018 hatte noch mehr zu bieten. Erinnert sei an die Festwoche „100 Jahre Bayern“ mit Höhepunkten wie die Segnung des Heizhauses der Energiegenossenschaft, dem Kinderaktionstag der Feuerwehr oder „Oberleiterbach leuchtet“, das Tausende Besucher in das 276-Einwohner-Dorf lockte und allen Beteiligten große Anerkennung einbrachte. Erinnert sei an das vielgelobte Dorffest des Soldaten- und Kameradschaftsvereins, zu dem ungezählte Besucher aus nah und fern auf den Festplatz am Eichenweg kamen. Ebenso war die Kirchweih im September wieder ein großer Erfolg, deren weltlichen Teil die Feuerwehr ausrichtete.

Die Dorfjugend machte mit einer historischen Schnitzeljagd oder auch dem Fotowettbewerb auf sich aufmerksam. Und das interkommunale Projekt „Mitfahrbänkla“, das die Märkte Ebensfeld und Zapfendorf beziehungsweise die Landkreise Lichtenfels und Bamberg verbindet, wurde ebenfalls in Oberleiterbach entwickelt. Und, und, und.

Letztlich hat jeder einzelne, der sein Anwesen hegte und pflegte, dazu beigetragen, dass Oberleiterbach einen großen Schritt nach vorne gemacht hat in punkto Lebensqualität. An dieser Stelle sollen keine Namen genannt werden. Die Gefahr, jemanden zu vergessen, ist zu groß.

Ehrenamt ist in Oberleiterbach keine Floskel. Hier gibt es sie noch, die Frauen, Männer und Kinder, die anpacken, wenn es nötig ist, ohne zuvor die Hand aufzuhalten. Hier stimmt das Wir-Gefühl, hier stimmt der Zusammenhalt. Und wer am 31. Dezember das Glas erhebt, der kann das mit Stolz auf Oberleiterbach tun. Ein Prosit auf das Erreichte! In der Gewissheit, dass auch im Jahr 2019 wieder kräftig weitergearbeitet wird.

 

In diesem Sinne: guten Rutsch und einen guten Start ins Jahr 2019 wünschen

 

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