Die Energiegenossenschaft Oberleiterbach e.G. war Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberfranken im Jahr 2016

2018: Mitstreiter um die Goldmedaille auf Landesebene

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2016 Gold auf Kreisebene
2017 Gold auf Bezirksebene
2018 Wettbewerb auf Landesebene

Damit die Heimat lebenswert bleibt

Vortragsreihe zu Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität

 19.04.2018   Seit dem Jahr 2013 versorgen Biogasanlage und Dorfheizung einen Großteil der Haushalte im Golddorf Oberleiterbach mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese Pionierleistung, die dem 279-Seelen-Ort den Titel Bioenergiedorf (das erste und einzige im Landkreis Bamberg) und den Bürgerenergiepreis Oberfranken einbrachte, nimmt die Einwohner aber auch in die Verantwortung, weiterzudenken und vorauszugehen. Aus diesem Grund haben die Lätterbocher für April und Mai eine Vortragsreihe zu den Themen Bodenerosions- und Hochwasserschutz sowie Biodiversität organisiert.

Der erste Vortrag Unser Dorf hat Zukunft.findet am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr im Rahmen der Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung statt und stellt das Projekt „boden:ständig“ vor. Es handelt sich um eine bayernweite Initiative mit Landwirten und Gemeinden zum Schutz von Boden und Gewässern. Vortragender im Gemeinschaftshaus ist der Ansprechpartner für Oberfranken, Daniel Spaderna.

Am Dienstag, 8. Mai, ist Karl Bär, Referent für Agrar‐ und Handelspolitik im Umweltinstitut München, zu Gast im Gemeinschaftshaus.  Schwerpunkt seiner Präsentation sind die biologische Artenvielfalt und Auswirkungen von Neonicotinoide (wie Glyphosat) auf die Umwelt.

 Naturschutz und aktuelle Fördermaßnahmen stehen am Mittwoch, 23. Mai, 19.30 Uhr, im Mittelpunkt. Referent ist dann Bernhard Struck, der im Landratsamt Bamberg im Fachgebiet Umweltschutz die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege vertritt.

 Alle Vortragsabende sind kostenfrei, alle Interessenten sind willkommen und erhalten von den Vortragenden Informationen aus erster Hand zum Erhalt der Heimat.                  M. Drossel

 

Ein Blütenmeer gegen Abschwemmen wertvoller Erde

 Bioenergiedorf geht mit gutem Beispiel voran – Drohne wirft Schlupfwespen-Kokons ab

07.04.2018   Dass der Weil Umweltschutz einfach mehr ist: Bio-Anbauerin Veronika Schmuck und Dr. Alexander Dümig überlegen oberhalb der Oberleiterbacher Biogasanlage, wo sie die Blühstreifen ansähen können. Foto: Drossel279-Einwohner-Ort den Titel des ersten und einzigen Bioenergiedorfs im Landkreis Bamberg tragen darf, macht die Lätterbocher stolz. Doch darauf wollen sie sich nicht ausruhen. Im Gegenteil: Sie starten eine Reihe von Naturschutzprojekten und suchen als Pioniere in der Umgebung bewusst neue Wege, wie eine nachhaltige, umweltbewusste Landwirtschaft betrieben werden kann. Im Rahmen einerBürgerinformationsveranstaltung stellten die Verantwortlichen ihre Vorhaben vor – und beeindruckten damit nicht nur Zapfendorfs Ersten Bürgermeister Volker Dittrich.

In Oberleiterbach gibt es bereits eine Dorfheizung, die gute Teile der Haushalte mit Wärme aus regenerativen Rohstoffen versorgt. Die Biogasanlage am Ortsrand Richtung Kleukheim liefert ihrerseits Strom und ebenso Wärme. Im vergangenen Jahr waren jedoch vermehrt Maisanbauflächen rund um den Ort zu sehen – einerseits nicht toll für das Landschaftsbild, andererseits auch ein Problem bei Starkregenereignissen, da Maispflanzen später sprießen als beispielsweise Winterweizen. Die Landwirte Veronika und Hans Schmuck, selbst Betreiber der Biogasanlage, gehen nun als Vorbild voran.

 Horizontal zur Hangneigung

Einerseits werden sie in Zusammenarbeit mit Dr. Alexander Dümig, Experte für Pflanzenernährung, Boden- und Düngemanagement, Blühstreifen horizontal zur Hangneigung anlegen. Einerseits erhalten so heimischen Bienen und Insekten Nahrung, was nicht nur den örtlichen Imker freuen dürfte. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern. Darüber hinaus plant das Landwirtsehepaar Testflächen für die mehrjährige Ackerfrucht Silphie, die ebenfalls in Biogasanlagen verwendet werden kann. Der große Vorteil: Nach der Ernte sind die Wurzeln weiter im Boden, die Pflanze hält den Boden zusammen – und treibt im nächsten Jahr wieder aus. Für die geplante Pionierarbeit der Familie Schmuck gab es viel Applaus von den Bürgern. „Jeder Verpächter hat übrigens selbst in der Hand, was auf seinen Flächen geschieht“, gab Veronika Schmuck als Motivation zur Nachahmung mit auf den Weg.

Darüber hinaus soll in der Oberleiterbacher Flur in diesem Jahr weitere Forschungsarbeit betrieben werden. Auf zwei Maisanbauflächen wollen Veronika und Hans Schmuck in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Coburg-Lichtenfels Kokons von Schlupfwespen ausbringen, die dem Maiszünsler an den Kragen sollen. Das Prozedere ist durchaus spannend: „Die Kokons werden mit einer Drohne über dem Feld abgeworfen“, erklärte Veronika Schmuck.

Auch bei der Ausbringung der Biogasgärreste versucht die Familie Schmuck  Stickstoffverluste zu minimieren, indem sie die Gärreste sofort mit einer Scheibenegge einarbeitet und mit einem Stickstoff-Stabilisator versetzt. Wichtiger aber ist, dass diese Blühstreifen im Falle von Stark- und Dauerregen das Abschwemmen von Erde verhindern.

Heimat für Mauersegler und Fledermaus
Das Trafohaus in der „Huppengasse“ soll zum Domizil für Vögel und Fledermäuse werden. Foto: DrosselEin weiteres Naturschutzprojekt hat Udo Seelmann angeschoben. Das nicht mehr benötigte Trafohäuschen in der Huppengasse im historischen Ortskern soll Heimat für schützenswerte Tierarten werden. Wie Gartenbauvereinsvorsitzender Harald Hümmer ausführte, sei geplant, das Häuschen in Altweiß zu streichen und dann mit Wildem Wein und Efeu zu begrünen. Im oberen Bereich sollen Nisthilfen angebracht werden, für Mauersegler und Fledermäuse. Die Betreiberfirma hat bereits zugestimmt, nun geht es an die Umsetzung. Kreisfachberaterin Claudia Kühnel regte an, dass die Jugendgruppe ein Beobachtungsprojekt der künftigen Bewohner initiieren könnte.

Im Bereich des Huschersbergs ist eine Vogelschutzhecke geplant, der Hochwasserschutzwall Richtung Reuthlos wird bepflanzt, im Ort selbst werden einige Bäume gepflanzt, im Bereich des „kleinen Dorfplatzes“ an der Ecke Kleukheimer Straße/Leuchtersbrunnen beispielsweise eine weitere Linde, die mit den dortigen beiden großen Pendants gut harmonieren dürfte. Und im südlichen Teil des neu gestalteten Kirchhofs, an der frisch renovierten Sankt-Laurentius-Kirche, soll eine „repräsentative Visitenkarte“ (Claudia Kühnel) entstehen, sprich: hier soll es ansprechend grünen und blühen. Dabei gehen Gartenbauverein und Kirchenverwaltung Hand in Hand.

Den Bürgermeister beeindruckt

Nachhaltigkeit war das große Thema des Bürgerinformationsabend. Nachhaltig war auch der Rathauschef beeindruckt. „Das alles macht nicht der Markt Zapfendorf, das alles leisten die Oberleiterbacher Bürger. Dafür meinen herzlichen Dank“, stellte Volker Dittrich heraus. Und auch Kreisfachberaterin Claudia Kühnel lobte das nachhaltige Denken der Dorfbevölkerung an diesem Abend mehr als nur einmal in den höchsten Tönen.                                                     M. Drossel

 

Wahlen bei der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung

05.04.2018   Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) lädt die Eigentümer der zum Verfahrensgebiet Oberleiterbach gehörenden Grundstücke und die ihnen gleichstehenden Erbbauberechtigten werden zur Teilnehmerversammlung ein. Diese findet unter der Leitung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken statt am Mittwoch, 25. April 2018, um 18.30 Uhr, im Gemeinschaftshaus in Oberleiterbach, Eichenwe.
Tagesordnung
1. Erläuterung der Aufgaben des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft
und des Wahlverfahrens
2. Neuwahl ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder und ihrer
Stellvertreter
3. Vorstellung der Planung „Hydraulische Optimierung des
Leiterbaches mit Maßnahmen zum Hochwasserschutz“
4. Informationen zur Initiative „boden:ständig“
5. Allgemeine Aussprache

Die Vertretung durch Bevollmächtigte ist zulässig. Bevollmächtigte haben sich in der Versammlung durch eine schriftliche
Vollmacht auszuweisen, bei der die Unterschrift des Vollmachtgebers öffentlich oder amtlich beglaubigt sein muss. Die amtliche Beglaubigung erteilt die Gemeinde gebührenfrei. Zu beachten ist jedoch, dass nach § 21 Abs. 3 FlurbG im Wahltermin jeder Teilnehmer oder Bevollmächtigte nur eine Stimme hat, auch wenn er mehrere Teilnehmer vertritt. Teilnehmer, die nicht selbst in der Wahlversammlung anwesend sein können, werden daher zweckmäßig eine Person bevollmächtigen, die nicht selbst als Teilnehmer stimmberechtigt ist.

Fleißige Handwerker arbeiten am „Goldbrunnen“

Am "Goldbrunnen" wird gearbeitet. Foto: Drossel

04.04.2018   Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwo in Oberleiterbach Hand angelegt wird. Mal wird hier ein Blumenbeet gehegt, mal dort ein Bauerngarten gepflegt, mal hier ein Gerüst für eine Renovierung aufgestellt oder dort ein Busch auf Frühling getrimmt. Es tut sich was in Lätterboch! 

Auffälligste Baustelle ist jedoch die in der Kleukheimer Straße, wo das Umfeld des „Goldbrunnens“ (er erinnert an die Goldmedaille auf Bundesebene 1977) neu gestaltet wird. Dafür zeichnet der Gartenbauverein verantwortlich.

Wie gut, dass es in Oberleiterbach viele fleißige Handwerker stehen, die wahre Könner ihres Fachs sind. Viele Dorfbewohner freuen sich schon auf den Tag, an dem der „Goldbrunnen“ endlich wieder Wasser führt. Der Osterbrunnen, der normalerweise am „Goldbrunnen“ aufgebaut wird, findet sich heuer einige Meter weiter, am Pilgerbrunnen neben der Nepomukstatue. 

Wieder ein Stückchen schöner

Am "Goldbrunnen" wird gearbeitet. Foto: DrosselUnd mit jedem uneigennützigen Handgriff zum Wohle des Ortes wird das Bioenergie- und Golddorf noch ein Stückchen schöner, lebens- und liebenswerter. Die anerkennenden Blicke der Jakobspilger, der Wanderer und Interessenten aus den umliegenden Orten sind für die engagierten Oberleiterbacher stets der schönste Lohn.      M. Drossel 

 

 

25, 40, 60, 70 und 75 Jahre: Jubelkommunion in Kirchschletten

02.04.2018   Als Adolf